VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

WOLFSBURG - Bei dem überraschend angekündigten Umbau der VW-Führungsetage werden neben der geplanten Ablösung von Konzernchef Matthias Müller weitere Personalien bekannt.

11.04.2018 - 06:32:25

VW steht vor Personalrochade - auch Personalchef muss Posten räumen. In Konzernkreisen heißt es, dass auch Personalchef Karlheinz Blessing gehen muss. Sein Nachfolger soll demnach Gunnar Kilian und damit ein enger Vertrauter von Betriebsratschef Bernd Osterloh werden. Anstelle von Müller soll der bisherige Markenchef Herbert Diess künftig die wichtigen Entscheidungen im Konzern treffen.

soll nach Darstellung aus Aufsichtsrats-Kreisen einen neuen "Aufbruch" bei Europas größtem Autokonzern ermöglichen. Der notwendige Umbau gehe unter Müller nicht schnell genug, hieß es mit Blick auf den grundlegenden Wandel der Automobilindustrie. "Das war keine einfache Zeit, mit einem hohen Druck von außen", sagte Branchenexperte Stefan Bratzel der dpa. Müller habe aber beim Umbau positive Akzente gesetzt.

Müllers voraussichtlicher Nachfolger Diess gilt als jemand, der strategisch denkt und schnell Entscheidungen treffen kann. Bei einer Aufsichtsratssitzung sollen die Personalien am Freitag auf den Weg gebracht werden. Diess war früher BMW -Vorstandsmitglied und ist seit Sommer 2015 bei VW, kurz bevor der Diesel-Abgasskandal ins Rollen kam. Der 59-Jährige galt bereits länger als "Kronprinz" Müllers (64). In seiner Zeit als Chef der Marke VW mit Modellen wie Golf oder Passat hat er die Effizienz bei den ertragsschwachen Wolfsburgern bereits verbessert. Er scheut auch Konflikte mit dem Betriebsrat nicht.

VW steht wie die gesamte Branche vor einem massiven Wandel. Die Zukunftsthemen sind alternative Antriebe und das autonome Fahren, dies bringt große Veränderungen mit sich. "Volkswagen muss sehr viel flexibler werden in seinen Strukturen", sagte Autoexperte Bratzel, der das Automanagement-Institut CAM in Bergisch Gladbach leitet. Er hält kleinere Einheiten im Konzern für nötig. "Bei VW braucht es eine neue Kultur von Flexibilität und schnellen Entscheidungswegen, aber das kann nicht von heute auf morgen gehen."

Der frühere Porsche-Chef Müller war kurz nach Bekanntwerden des Abgasskandals im Herbst 2015 neuer VW-Konzernchef geworden. Er hatte damals den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn abgelöst, der zurückgetreten war.

Müller hatte zuletzt auch branchenintern für Aufsehen gesorgt, weil er die bestehenden Steuervorteile für Dieselsprit in Zweifel gezogen hatte. Konkret schlug er eine schrittweise Umschichtung der Steuererleichterungen hin zu alternativen Antrieben vor. Die Diesel-Neuzulassungen sind seit Monaten auf Talfahrt, der Diesel ist für VW aber sehr wichtig. Der Konzern hat viel Geld in die Entwicklung der komplizierten und teuren Motoren gesteckt.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

US-VW-Kontrolleur vermisst personelle Konsequenzen in Deutschland. So monierte der Jurist in einem ersten Bericht an das US-Justizministerium, dass es kaum personelle Konsequenzen in Deutschland gegeben habe. Wie das Blatt weiter berichtet, kritisierte Thomson die interne Aufarbeitung der Abgasaffäre. Demnach vermisst er Ernsthaftigkeit in der Sache bei VW . BERLIN - Der von den US-Behörden nach dem Abgasskandal bei Volkswagen eingesetzte Aufpasser Larry Thompson sieht nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" noch keinen echten Kulturwandel beim Konzern. (Boerse, 22.04.2018 - 11:42) weiterlesen...

KBA muss in Sachen VW-Rückrufanordnung Akteneinsicht gewähren. SCHLESWIG - Das Kraftfahrtbundesamt muss der Deutschen Umwelthilfe im Streit um die Rückrufanordnung von VW -Modellen Akteneinsicht gewähren. Das Verwaltungsgericht in Schleswig gab damit am Freitag einer entsprechenden Klage des Verbandes statt. Konkret geht es um den Schriftverkehr zwischen dem Bekanntwerden des Dieselskandals am 18. September 2015 und dem Datum der Rückrufanordnung von VW-Dieselfahrzeugen (15. Oktober 2015), der sich auf diese Anordnung bezieht. KBA muss in Sachen VW-Rückrufanordnung Akteneinsicht gewähren (Boerse, 20.04.2018 - 17:47) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP: Porsche-Manager nach Diesel-Razzia in Untersuchungshaft. Der Mann sei wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr verhaftet worden, bestätigte die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Freitag. Im Zusammenhang mit der Diesel-Affäre hatten Einsatzkräfte am Mittwoch mehrere Porsche-Standorte durchsucht, darunter die Zentrale in Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in Weissach. Hintergrund sind mögliche Manipulationen bei der Abgasreinigung von Dieselautos. Porsche weist die Vorwürfe zurück. STUTTGART - Nach der Diesel-Razzia bei Porsche sitzt ein hochrangiger Manager des Autobauers in Untersuchungshaft. (Boerse, 20.04.2018 - 16:11) weiterlesen...

Porsche-Manager in Untersuchungshaft (Boerse, 20.04.2018 - 12:38) weiterlesen...

Porsche-Manager in Untersuchungshaft. Darüber informierte Vorstandschef Oliver Blume am Freitag die Mitarbeiter. Als Grund hätten die Behörden Verdunkelungs- und Fluchtgefahr angegeben, heißt es in der Mitteilung an die Belegschaft, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Autobauer weist die Vorwürfe zurück. Die Staatsanwaltschaft und das zuständige Gericht waren zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. STUTTGART - Nach der Diesel-Razzia bei Porsche haben die Ermittler einen Manager des Stuttgarter Autobauers in Untersuchungshaft genommen. (Boerse, 20.04.2018 - 11:59) weiterlesen...

Porsche-Mitarbeiter nach Diesel-Durchsuchungen in Untersuchungshaft. Das geht aus einer Mitteilung von Vorstandschef Oliver Blume an die Belegschaft vom Freitag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach gehen die Behörden von Verdunkelungs- und Fluchtgefahr aus. Die Staatsanwaltschaft war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. STUTTGART - Im Zusammenhang mit den Ermittlungen im Diesel-Skandal ist einer der beschuldigten Porsche-Mitarbeiter in Untersuchungshaft genommen worden. (Boerse, 20.04.2018 - 11:20) weiterlesen...