Maschinenbau, Finanzierung

WISMAR - Das Ringen um die MV-Werften-Gruppe geht am Montag weiter.

10.01.2022 - 05:54:29

Ringen um MV Werften geht weiter - Werften in Schieflage. Bis zum Sonntagabend zeichnete sich keine Lösung ab, die gemeinsam von Bund und Land sowie von MV Werften und Eigner Genting Hongkong gemeinsam getragen werden könnte. Der Präsident von Genting Hongkong, Colin Au, hatte am Sonntag an den Bund appelliert, die ablehnende Haltung bei der Freigabe von Geldern zu überdenken. "Es geht um Tausende Familien", sagte er mit Blick auf die rund 1900 verbliebenen Werften-Mitarbeiter sowie Tausende Mitarbeiter von Zuliefern in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in Deutschland und ganz Europa.

Bund und Land hatten ihre Bereitschaft betont, der Werftengruppe zu helfen, hatten jedoch eine höhere Eigenbeteiligung von MV Werften gefordert. Die Werften hatten Freitag vergangener Woche die fälligen Löhne und Gehälter nicht überwiesen. Geschäftsführer Carsten Haake versicherte aber, dass in dieser Woche gezahlt werde.

Am Montag (16.00) ist eine Sondersitzung des Landtags-Finanzausschusses zur Werften-Beihilfe geplant. Gleichzeitig hat die IG Metall Küste die Werftarbeiter zu einer Online-Mitgliederversammlung eingeladen.

Am Dienstag treffen sich Land und Werften vor dem Landgericht Schwerin. MV Werften fordern die Auszahlung von 78 Millionen Euro. Dies sei 2021 vereinbart worden, sollte Genting eine gewisse Liquiditätsschwelle erreichen. Das Landgericht Schwerin war aber nach eigenen Angaben davon ausgegangen, dass das Geld nicht das aktuelle Liquiditätsproblem des Konzerns lösen könne. Daraufhin sei dem Land Vollstreckungsschutz gewährt worden, erklärte das Gericht.

Die Corona-Pandemie hatte die Werften in Schieflage gebracht. Genting hatte die Werften mit drei Standorten 2016 übernommen, mit dem Ziel, Kreuzfahrtschiffe hauptsächlich für den asiatischen Markt zu bauen. Doch das Geschäftsmodell von Genting mit Spielbanken oder Kreuzfahrten ließ sich in der Pandemie nicht halten.

@ dpa.de

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