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WIESBADEN - Die Schlachtbetriebe in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2019 deutlich weniger Fleisch produziert als im Vorjahreszeitraum.

07.08.2019 - 11:34:25

Fleischproduktion in deutschen Schlachtbetrieben gesunken. Die Fleischmenge inklusive Geflügelfleisch sei um 2,6 Prozent auf 3,9 Millionen Tonnen zurückgegangen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mit. Demnach wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 29,4 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde geschlachtet.

Die Schweinefleischproduktion, die mit etwa zwei Dritteln den größten Anteil an der gewerblichen Fleischproduktion in Deutschland ausmacht, ging mit 2,6 Millionen Tonnen produziertem Fleisch um 3,7 Prozent zurück. Es wurden 1,2 Millionen Tiere weniger geschlachtet.

Die produzierte Menge Rindfleisch stieg indes leicht um 0,7 Prozent auf 543 300 Tonnen. Zwar wurden gut 21 000 Tiere weniger getötet, doch das Schlachtgewicht der Rinder nahm zu. Beim Geflügelfleisch (786 800 Tonnen) ging die produzierte Menge um 0,7 Prozent zurück.

Gründe für den Rückgang der Fleischproduktion nannte die Behörde nicht. In Deutschland gibt es eine Debatte um Fleischkonsum - auch aus Umweltgründen. Zudem wird eine höhere Besteuerung von Fleisch diskutiert: Agrarpolitiker von SPD und Grünen sprachen sich am Mittwoch dafür aus, die Mehrwertsteuer auf Fleisch von derzeit 7 Prozent auf 19 Prozent zu erhöhen.

@ dpa.de

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