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WIEN - Der Iran baut nach Einschätzung von Atom-Experten seine Fähigkeiten zur Anreicherung von Uran entgegen dem Nuklearabkommen von 2015 weiter aus.

01.12.2021 - 20:51:00

Iran fährt trotz Atomverhandlungen Urananreicherung weiter hoch. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien berichtete von dem jüngsten Schritt am Mittwoch, während in der österreichischen Hauptstadt diplomatische Verhandlungen zur Wiederherstellung des Nuklearpakts liefen.

IAEA-Inspektoren hätten am Dienstag die unterirdischen Atomanlage in Fordow besucht, hieß es in einer Nachricht der Atombehörde an ihre Mitgliedsländer. Dort seien Schritte zur Anreicherung von Uran mittels hocheffizienter Zentrifugen unternommen worden.

Der Iran bestätigte den Start der 20-prozentigen Urananreicherung in Fordow. Sie diene der Herstellung von Hexafluorid und friedlichen Zwecken, sagte Mohammed-Resa Ghalebi, Geschäftsführer der iranischen IAEA-Mission in Wien, am Mittwochabend. IAEA-Inspektoren seien jedoch Kontrollen in der Anlage gewährt worden, so der Diplomat laut Nachrichtenagentur Isna.

Mit dem Pakt von 2015 war das Atomprogramm der Islamischen Republik stark eingeschränkt worden, um die Entwicklung von Nuklearwaffen mit Uran oder Plutonium zu verhindern. Unter anderem hatte sich Teheran verpflichtet, in Fordow keine Zentrifugen einzusetzen, die spaltbares Material äußert schnell produzieren können.

Der Iran verhandelt seit Montag erstmals seit fünf Monaten wieder indirekt mit den USA darüber, wie das Atomprogramm wieder zurückgefahren werden kann, falls gleichzeitig US-Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China vermitteln zwischen den zwei verfeindeten Staaten. Europäische Diplomaten hatten sich gerade zum Start der neuen Gesprächsrunde ein Signal des guten Willens vom Iran erhofft.

Washington war 2018 unter dem damaligen Präsident Donald Trump aus dem Atomabkommen ausgestiegen und hatte harte Wirtschaftssanktionen verhängt. Danach begann Teheran, die nuklearen Abmachungen schrittweise zu brechen.

@ dpa.de

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