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Transport, Verkehr

WENCHANG - Der Start des unbemannten Raumschiffes "Tianzhou 2" mit Fracht f├╝r den Hauptteil seiner k├╝nftigen Raumstation ist offenbar weiter verschoben worden.

21.05.2021 - 19:36:02

Cargoflug zu Kernmodul von Chinas Raumstation weiter verschoben. Das Startfenster verstrich am Donnerstag, ohne dass es auf der Startrampe des Raumfahrtbahnhofs in Wenchang auf der s├╝dchinesischen Insel Hainan Anzeichen f├╝r Vorbereitungen gab, dass die Rakete "Langer Marsch" abheben w├╝rde. Auch blieb die Plattform geschlossen.

BERLIN - Messbare Erfolge bei der Eind├Ąmmung der Corona-Pandemie sind f├╝r Wissenschaft und Politik kein Freifahrtschein f├╝r Pfingsten und die Wochen danach. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Freitag in Berlin, sie hoffe nach der langen Zeit des Schlie├čens, dass die Menschen "sehr verantwortungsvoll" mit den Lockerungen von Beschr├Ąnkungen umgehen. "Das Virus ist nicht verschwunden." Deshalb seien Schutzregeln nach wie vor unbedingt einzuhalten. "Maske tragen und Abstand halten, das ist von aller-, allergr├Â├čter Bedeutung", mahnte die Kanzlerin.

"Wir d├╝rfen nicht zulassen, dass das Virus wieder Oberhand gewinnt, weil wir auf einmal zu viel wollen", fasste Lothar Wieler, Pr├Ąsident des Robert Koch-Instituts, die Lage am Freitag zusammen. Auch andere Wissenschaftler f├╝rchten sonst einen Jo-Jo-Effekt. Niedersachsen ruderte nach kritischen Reaktionen auf eine angedachte Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel bei niedrigen Inzidenzen am Freitag dann auch schnell wieder zur├╝ck.

"Genie├čen Sie die Feiertage, genie├čen wir gemeinsam die Feiertage, aber bleiben wir dabei vorsichtig", appellierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Es gelte, sich vor allem drau├čen zu treffen und sich regelm├Ą├čig testen zu lassen. Es gehe um behutsame ├ľffnungsschritte und einen weiterhin wichtigen Schutz mit Abstand und Masken. "Unsere Ungeduld darf am Ende nicht zu ├ťbermut f├╝hren." Zwischen Bund und L├Ąndern sei aber vereinbart, vor m├Âglichen n├Ąchsten Schritten zun├Ąchst zwei, drei Wochen zu warten und zu sehen, welche Folgen dies auf das Infektionsgeschehen habe.

Klar ist aber auch, dass am Pfingstwochenende schon mehr geht als noch zu Ostern. Vielerorts ist zum Beispiel Au├čengastronomie wieder erlaubt. Dass Stra├čencaf├ęs oder Bierg├Ąrten wieder ├Âffnen k├Ânnen, hat vor allem mit der Disziplin einer gro├čen Mehrheit der Bundesb├╝rger zu tun - und mit dem Impfen als st├Ąrkster Waffe im Kampf gegen die Pandemie. An Ostern seien zw├Âlf Prozent der Bev├Âlkerung das erste Mal geimpft gewesen, rechnete Spahn vor. "Zu Pfingsten werden es 40 Prozent sein, und zum Start in das Sommerquartal werden aus heutiger Sicht mindestens 50 Prozent einmal geimpft sein." Derzeit gebe es rund eine Million Impfungen jeden Tag.

Wieler wertete positiv, dass die Impfbereitschaft mit 73 Prozent der vom RKI Befragten sehr hoch sei. Weitere zehn Prozent w├╝rden sich "eher als nicht" impfen lassen. "Das ist sinnvoll, wirksam und verantwortungsvoll", sagte er. N├Âtig f├╝r ein Ende der Pandemie ist laut RKI, dass mehr als 80 Prozent der Bev├Âlkerung immun sind, dazu z├Ąhlen sowohl Geimpfte als auch Menschen, die eine Covid-19-Infektion durchgemacht haben.

Nach den RKI-Zahlen vom Freitagmorgen ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf 67,3 gesunken. In der Vorwoche lag sie noch bei 96,5 - bei regional sehr unterschiedlichen Werten. Die Inzidenzen in allen Bundesl├Ąndern und Altersgruppen gingen zur├╝ck, berichtete Wieler. "Gl├╝cklicherweise im Moment deutlich auch bei den J├╝ngeren." Es w├╝rden weniger Ausbr├╝che in Schulen und Kitas gemeldet. Es gebe auch einen R├╝ckgang der Patientenzahlen auf den Intensivstationen.

Es gibt aber auch die andere Seite der Pandemie. "Die Gefahr ist noch nicht gebannt", sagte Wieler. Rund 1300 Menschen pro Woche sterben in Deutschland weiterhin an Covid-19. "Das ist immer noch eine schrecklich hohe Zahl."

Mit weiteren ├ľffnungen k├Ânnte der rasante Abw├Ąrts-Trend der Infektionszahlen auch aufh├Âren. "In unserem Modell ist es so, dass eine vollst├Ąndige ├ľffnung aller Aktivit├Ąten zum 5. Juni den R├╝ckgang der Inzidenzen stoppen w├╝rde", sagte Kai Nagel, Mobilit├Ątsforscher an der Technischen Universit├Ąt Berlin, der Deutschen Presse-Agentur. "Damit h├Ątten wir laut Modell unseren Spielraum exakt aufgebraucht." Das gelte selbst bei Beibehaltung der Maskenpflicht im Oberstufen-Unterricht, im ├Âffentlichen Verkehr, beim Einkaufen sowie bei bleibendem Angebot kostenloser Schnelltests.

├ähnlich sieht es Physikerin Viola Priesemann vom G├Âttinger Max-Planck-Institut f├╝r Dynamik und Selbstorganisation. "Wir m├╝ssen aufpassen, dass wir den Immunit├Ątsgewinn nicht weglockern", sagte sie k├╝rzlich dem "Spiegel". Jedes kleine bisschen mehr an Infektionen, die nun zugelassen w├╝rden, k├Ânne den R├╝ckgang auf einen Wert unter die Inzidenz von 50 deutlich verlangsamen. "Wir m├╝ssen also genau ├╝berlegen, welche Freiheiten wir schon jetzt nehmen."

Fachleute bef├╝rchten sonst einen Jo-Jo-Effekt. Lockerungen m├╝ssten dann gem├Ą├č der Notbremsen-Regelung wieder zur├╝ckgenommen werden. Dieser Gefahr sind sich auch Gastronomen bewusst. Mit allzu vielen Vorr├Ąten decke er sich f├╝r seine Au├čenterrasse lieber erst einmal nicht ein, sagt ein Berliner Restaurantbetreiber vor Pfingsten.

Bleibt es jedoch bei Vernunft und Geduld in den kommenden Wochen, k├Ânnte sp├Ąter immer mehr m├Âglich werden. Wenn die Infektionszahlen weiter herunter- und die Impfzahlen hochgingen, "dann haben wir Aussicht auf einen guten Sommer", sagte Spahn.

Welch positive Rolle allein das Verlagern des Lebens nach drau├čen spielt, hat Forscher Kai Nagel errechnet. "Unser Modell enth├Ąlt einen Faktor 10, wenn eine Aktivit├Ąt bei ansonsten gleichen Bedingungen nach drau├čen verlegt wird", sagt er. Das bedeutet, ein zehnmal geringeres Infektionsrisiko drau├čen im Vergleich zu drinnen. "Es h├Ąngt nat├╝rlich von Details ab", schr├Ąnkte er ein. Windstille sei zum Beispiel problematischer als Querwind. Durch herumgereichte Flaschen oder Zigaretten k├Ânnten Coronaviren auch weitergegeben werden. "Der Beitrag ausgiebiger Umarmungen zur Begr├╝├čung ist unklar."

Reisen innerhalb Deutschlands sieht Nagel derzeit eher nicht als Problem. "Wir w├╝rden uns w├╝nschen, dass man am Zielort Vorsicht walten l├Ąsst", sagte er. "Wenn also nicht alle beteiligten Haushalte vollst├Ąndig geimpft sind, dann lieber drau├čen treffen und vorher Schnelltests machen."

Die dritte Pandemie-Welle sei gebrochen, res├╝mierte Spahn. "Aber die Kombination aus Impfen und Vorsicht bleibe auch wichtig, um diesen Trend zu verstetigen. K├Ânnte sonst eine vierte schon vor dem Herbst drohen? "Die Lehre des letzten Sommers und Herbstes ist es, aufmerksam zu bleiben", sagte Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut f├╝r Pr├Ąventionsforschung und Epidemiologie auf dpa-Anfrage. "Die indische Variante mit h├Âherer Infektiosit├Ąt hat das Potenzial, eine neue Welle auszul├Âsen, weil derzeit das Impfprogramm noch nicht weit genug fortgeschritten ist." Es sei gut, dass nur nach und nach Ma├čnahmen zur├╝ckgenommen w├╝rden. Daher erwarte er "zumindest keine gro├če Welle".

@ dpa.de

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