Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Internet, Software

Wechsel an der Spitze bei Burda: Kallen hört auf, Weiss übernimmt

07.10.2021 - 11:41:28

Wechsel an der Spitze bei Burda: Kallen hört auf, Weiss übernimmt. OFFENBURG/MÜNCHEN - Der Vorstandsvorsitzende von Hubert Burda Media, Paul-Bernhard Kallen, hört nach mehr als zehn Jahren in der Position auf. Zum 1. Januar 2022 übergibt der 64-Jährige den Vorsitz des Vorstands an Martin Weiss, wie der Medienkonzern am Donnerstag in Offenburg und München mitteilte. Der 54-Jährige ist seit 2015 für Burda tätig und seit 2017 als Vorstandsmitglied für die internationalen Aktivitäten und das Investmentgeschäft zuständig. Damit rückt ein Manager an die Spitze, der das Unternehmen bereits gut kennt und auch selbst im Unternehmen bekannt ist.

Kallen zieht sich nach mehr als zwei Jahrzehnten zwar aus dem operativen Geschäft für Burda zurück, zugleich bleibt er der Vorsitzende des Verwaltungsrats. Das Gremium vertritt die Interessen der Gesellschafter bei Burda, die Unternehmensgruppe ist zu 100 Prozent im Burda-Familienbesitz. Der Vorstand berichtet an den Verwaltungsrat. In dem Gremium sitzen Verleger Hubert Burda, seine beiden Kinder Elisabeth Furtwängler und Jacob Burda sowie neben Kallen noch Andreas Rittstieg (65), der seinerseits auch den Vorstand verlässt. Er war dort für die Bereiche Recht und Compliance verantwortlich.

Hubert Burda Media hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem immer breiter aufgestellten Konzern entwickelt. Die publizistischen Flaggschiffe sind in Deutschland die Zeitschriften "Bunte" und "Focus". Die Mehrheit der Umsätze, die 2020 bei rund 2,8 Milliarden Euro lagen, erwirtschaftete das Unternehmen im Digitalen. Bekannte Plattformen sind das Xing-Berufsnetzwerk und die Urlaubsbuchungsplattform Holidaycheck . Ende 2020 waren in dem Konzern rund 11 000 Mitarbeiter beschäftigt. 2009 hatte der Gesamtumsatz noch bei rund 1,6 Milliarden Euro gelegen.

Kallen kam 1999 in den Burda-Vorstand und übernahm dann die Leitung der Burda-Gruppe Anfang 2010 von Verleger Hubert Burda. Er baute das Unternehmen zu einem europäischen Digital- und Medienunternehmen aus. In Interviews äußerte sich Kallen auch immer wieder zu medienpolitischen Themen, er kritisierte etwa die Marktmacht der großen US-Plattformen und warb für Regulierung in Europa, um Chancengleichheit in dem Wettbewerbsumfeld zu garantieren.

Der Vorstand bei Burda stellt sich nun so auf: Neben Weiss als neuem Vorsitzenden wird die seit 2018 als Personaldirektorin tätige Katharina Herrmann (46) zum 1. Januar 2022 in den Vorstand berufen und ist dort für das neu geschaffene Ressort Personal und Compliance zuständig. Damit soll auch das Thema Personal im Unternehmen aufgewertet werden. Unverändert bleiben Philipp Welte im Vorstand für das nationale Verlagsgeschäft und Holger Eckstein als CFO für den Bereich Finanzen zuständig. Damit verkleinert Burda den Vorstand zu diesem Zeitpunkt von fünf auf vier Mitglieder.

Verleger Hubert Burda sagte: "Paul-Bernhard Kallen und ich waren uns in unserer 26-jährigen Zusammenarbeit immer einig, dass wir unser Familienunternehmen mutig, mit viel Optimismus und Gestaltungswillen in die Zukunft führen wollen, damit wir es in hervorragendem Zustand an die nächste Generation übergeben können. An jedem Tag der vergangenen Jahre konnte ich sicher sein, dass er in diesem Sinne und mit unternehmerischem Instinkt die richtigen Entscheidungen trifft."

Kallen betonte: "Ich bin 1996 zu Burda gekommen, weil der Verleger und Unternehmer Hubert Burda von der digitalen Revolution besessen war und sein Unternehmen entsprechend neu ausrichten wollte. Sein Mut zur Innovation, seine Bereitschaft zum Risiko und seine Beharrlichkeit bei Rückschlägen waren mir ein großer Ansporn und haben diese Entwicklung des Unternehmens ermöglicht." Der zukünftige Vorstandsvorsitzende Martin Weiss betonte, dass der Konzern gut aufgestellt in die Zukunft gehe.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Facebook und französische Verlage treffen Lizenz-Vereinbarung. Der Konzern solle Lizenzen erhalten und diese entsprechend bezahlen, hieß es in Mitteilungen von Facebook und Apig vom Donnerstag. Die Einigung ermögliche es, weiter Nachrichteninhalte auf Facebook zu verbreiten. Über die finanziellen Details gaben beide Seiten keine Auskunft. PARIS - Facebook und der französische Verlegerverband Apig haben beim Thema Urheberrecht eine Einigung erzielt. (Boerse, 22.10.2021 - 09:38) weiterlesen...

Google senkt Abgabe für Abos in Apps auf 15 Prozent. Bisher mussten App-Entwickler zunächst 30 Prozent vom Abo-Preis an Google abtreten, nach einem Jahr sank die Abgabe auf 15 Prozent. Jetzt werden es von Anfang an 15 Prozent sein, wie Google am Donnerstag ankündigte. NEW YORK - Google senkt nach Kritik von Software-Entwicklern und Politikern die Abgabe für Abonnements, die über die App-Plattform des Konzerns abgeschlossen werden. (Boerse, 22.10.2021 - 06:00) weiterlesen...

Auch Chipriese Intel wird von Bauteile-Knappheit gebremst. So konnte Intel im vergangenen Quartal weniger Chips für Notebooks verkaufen - weil den Herstellern andere Bauteile fehlten, um die Geräte fertigzustellen. SANTA CLARA - Auch der Halbleiter-Riese Intel wird von der globalen Komponenten-Knappheit gebremst. (Boerse, 22.10.2021 - 05:59) weiterlesen...

Kurssturz für Snap-Aktie nach Problemen mit Apples Dateschutz-Regeln. Anleger setzten daraufhin zur Flucht aus der Aktie an: Snap verlor im nachbörslichen US-Handel am Donnerstag binnen Minuten ein Viertel seines Werts. LOS ANGELES - Das Werbegeschäft der populären Foto-App Snapchat nach verfehlten Umsatzprognosen im vergangenen Quartal. (Boerse, 22.10.2021 - 05:58) weiterlesen...

Snap-Aktie bricht nach Quartalszahlen um rund ein Viertel ein. Snap steigerte zwar die Erlöse im Jahresvergleich um 57 Prozent auf rund 1,067 Milliarden Dollar (920 Mio Euro). Am Markt waren aber eher 1,1 Milliarden Dollar erwartet worden, während Snap nur ganz knapp das untere Ende der eigenen Prognose von 1,07 Milliarden verfehlte. LOS ANGELES - Die Firma hinter der populären Foto-App Snapchat hat auf einen Schlag rund ein Viertel ihres Werts verloren, nachdem sie mit den Zahlen zum vergangenen Quartal die Umsatzerwartungen verfehlte. (Boerse, 21.10.2021 - 22:52) weiterlesen...

USA einigen sich mit fünf Ländern auf Kompromiss bei Digitalsteuer. Ein Kompromiss mit Frankreich, Österreich, Italien, Spanien und Großbritannien ermögliche die Beendigung von Handelsmaßnahmen, die als Reaktion auf nationale Digitalsteuern beschlossen worden seien, teilte das US-Finanzministerium am Donnerstag mit. Die USA hatten diesen Ländern als Konsequenz auf die Einführung nationaler Digitalsteuern mit Strafzöllen gedroht - deren Erhebung aber zunächst aufgeschoben, um eine internationale Lösung zu finden. WASHINGTON - Nach der Einigung von 136 Staaten auf eine globale Steuerreform haben die USA ihren Streit um Digitalsteuern mit mehreren europäischen Ländern beigelegt - und damit die Gefahr eines Zollkriegs vorerst abgewendet. (Boerse, 21.10.2021 - 20:08) weiterlesen...