Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Ceconomy, DE0007257503

WDH / ROUNDUP: Wirtschaft fordert Öffnungen - 'Stimmung katastrophal'

09.02.2021 - 17:55:35

WDH/ROUNDUP: Wirtschaft fordert Öffnungen - 'Stimmung katastrophal'. (im letzten Absatz, zweiter Satz berichtigt: das europaweite Infektionsgeschehen)

(Media Markt, Saturn) gestaffelte Öffnungszeiten für verschiedene Altersgruppen ins Spiel gebracht. Chef Bernhard Düttmann schlug vor, eine spezielle Zeit für ältere Risikopatienten festzulegen, um Besucherströme zu begrenzen.

"Stimmung und Lage im Gastgewerbe sind katastrophal", sagte Hartges. Bei den Betrieben machten sich Verzweiflung und Zukunftsängste breit

- 75 Prozent bangten um ihre Existenz. Auch der Handelsverband

berichtete von der Verzweiflung vieler Einzelhändler im Lockdown. "Nach wie vor kommt das Geld aus den staatlichen Hilfsprogrammen nicht ausreichend an", sagte Genth.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat vor den Beratungen am Mittwoch ein branchenunabhängiges Mindestkurzarbeitergeld gefordert. "Selbst 80 Prozent des Nettolohns ab dem siebten Monat Kurzarbeit sind bei jemandem, der nur knapp über dem Mindestlohn verdient, zu wenig, um Rechnungen oder die Miete zu bezahlen", teilte NGG-Vorsitzender Guido Zeitler am Dienstag mit.

Alarm schlagen auch Friseure. "Für die Inhaber der 80 000 Salons ist die wirtschaftliche Situation zum Teil dramatisch", sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller. "Vor allem unter dem Gesichtspunkt der Pandemiebekämpfung ist die Schwarzarbeit in unserem Handwerk zwischenzeitlich zu einem wohl echten Problem geworden", sagte Müller. Der Verband betone deshalb mit Nachdruck, dass Friseurdienstleistungen nur in professionellen Salons sicher sein können. Die 240 000 Friseure hofften auf den Re-Start am 15. Februar.

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer forderte ein bundesweites Ampel-System für Corona-Entscheidungen nach regionaler Inzidenz - "damit Betriebe planen können und eine Perspektive erhalten", sagte er. Ein Öffnungsplan müsse klare Voraussetzungen festlegen, mit denen Betriebe wieder arbeiten können. Außerdem müssten Hilfen deutlich schneller ausgezahlt werden. Bei einem großen Teil der Betriebe sei bisher nicht ein einziger Euro des versprochenen Geldes angekommen.

In einer Umfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, an der laut Verband 1600 Firmen teilgenommen haben, sagten 71 Prozent der befragten Unternehmen, die Beantragung und Auszahlung der staatlichen Wirtschaftshilfen sei bürokratisch und kompliziert. Nur ein Drittel ist zufrieden mit der Corona-Politik der Bundesregierung. 47 Prozent sagten: schlecht oder sehr schlecht.

Der Präsident des Bundesverbandes der Freien Berufe, Wolfgang Ewer, sagte, es müsse nach vielen Monaten des Lockdowns eine Öffnungsstrategie geben, die neben den gesundheitlichen stärker auch wirtschaftliche Perspektiven berücksichtige.

Unterdessen blickt Industriepräsident Siegfried Russwurm mit Sorge auf die Entwicklung der Corona-Lage in Europa. Das europaweite Infektionsgeschehen beunruhige die Industrie zunehmend. "Deutschland ist keine Insel, sondern liegt mitten in Europa. Unsere Industrie ist wie kaum eine andere eng mit grenzüberschreitenden Lieferketten und Mitarbeiterstrukturen verflochten", sagte Russwurm. Wenn es nicht gelinge, die Pandemieeindämmung europaweit erfolgreich voranzutreiben, sei jeder nationale Erfolg ein Strohfeuer.

@ dpa.de