Bosch, Südafrika

WDH / ROUNDUP / Produktionsstopp: BMW-Werke warten auf fehlende Teile von Bosch

29.05.2017 - 13:38:25

WDH/ROUNDUP/Produktionsstopp: BMW-Werke warten auf fehlende Teile von Bosch. (Im letzten Absatz, drittletzter Satz, muss es heißen: BMW-Einkaufschef rpt BMW-Einkaufschef.)

MÜNCHEN/STUTTGART - Die Produktionsausfälle beim Autobauer BMW sind umfangreicher und werden wohl länger dauern als zunächst erwartet. Einkaufsvorstand Markus Duesmann sagte am Montag in München: "Unser Lieferant Bosch ist zurzeit nicht in der Lage, uns mit einer ausreichenden Zahl von Lenkgetrieben für die BMW 1er, 2er, 3er und 4er Reihe zu beliefern."

In München, Leipzig und im Werk Tiexi im chinesischen Shenyang sei die Fertigung deshalb stark eingeschränkt. In Rosslyn in Südafrika seien eigentlich erst für Herbst geplante Wartungsarbeiten vorgezogen worden. "Wir gehen davon aus, dass Bosch als der verantwortliche Lieferant für den uns entstandenen Schaden einstehen wird", sagte Duesmann. Der Zulieferer arbeite mit Hochdruck daran, die Versorgung mit den Teilen wieder in Gang zu bringen.

Wegen des Engpasses seien bislang mehrere tausend Fahrzeuge nicht wie geplant gebaut worden. Ein Großteil davon lasse sich jedoch nachholen, sagte ein BMW-Sprecher. Wie lange das Problem anhält, sei allerdings noch offen. Man hoffe noch, dass Kunden nicht länger auf bestellte Autos warten müssen.

Es fehle ein Gussgehäuse für das Lenkgetriebe der 1er, 2er, 3er und 4er Reihe. Noch vorrätige Teile - etwa aus Lagern von Autohäusern - sowie Ersatzlieferungen von anderen Herstellern reichten bei weitem nicht aus, hieß es. In München sei der Engpass seit dem vergangenen Dienstag, in Leipzig seit Freitag, in Tiexi seit Montag akut.

Die Mitarbeiter nutzten nun Gleitzeit und Arbeitszeitkonten, nähmen Urlaubstage oder zögen Wartungsarbeiten vor. Duesmann erklärte: "Wir nutzen die Flexibilität, die wir in unseren Prozessen haben, um den wirtschaftlichen Schaden zu minimieren."

In Leipzig ist der Bau des 1er und 2er BMW betroffen, im Stammwerk München der Bau des 3er und 4er, in China und Südafrika der 3er. Die Fertigung des Minis, der X-Modelle und der größeren Baureihen 5er, 6er und 7er sei nicht beeinträchtigt, berichtete Duesmann.

"Ich bin zuversichtlich, dass die Firma Bosch die aktuellen Lieferprobleme zügig in den Griff bekommt. Als einer unserer langjährigsten, größten und grundsätzlich zuverlässigsten Lieferanten ist das Unternehmen zweifellos in der Lage, auch diese schwierige Situation zu bewältigen", sagte der BMW-Einkaufschef. Die meisten Teile würden punktgenau "just in time" für das jeweilige Fahrzeug auf dem Fließband bereitgestellt. Deshalb könne auch ein fehlendes Kleinteil die Wertschöpfungskette unterbrechen - bis hin nach China.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Volkswagen legt vorläufige Zahlen vor - Aufsichtsrat tagt. Die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Jahr dürften nach Analysteneinschätzung glänzend ausfallen. Frank Schwope von der NordLB erwartet einen Umsatz von 231,4 Milliarden Euro, einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 14,7 Milliarden Euro und einen Überschuss von 11,7 Milliarden Euro. Zugleich tagt der Volkswagen-Aufsichtsrat und wird vom Vorstand unter anderem über die umstrittenen Abgastests mit Affen informiert. WOLFSBURG - Der Autokonzern Volkswagen gewährt am Freitag einen ersten Einblick in seine Bilanz für 2017 - ein Jahr, in dem VW mehr Autos verkauft hat als je zuvor. (Boerse, 23.02.2018 - 05:47) weiterlesen...

EU-Wettbewerbskommissarin: Autobranche nicht krimineller als andere. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) sagte die Dänin, "wenn es nur sehr wenige Anbieter in einem Sektor gibt, besteht die Verlockung, sich den Markt aufzuteilen". Man handele nach dem Motto "Du nimmst den Osten, ich den Westen". Aber die "Häufung liegt nicht spezifisch an den Branchen Technologie und Automobil, sondern an der Struktur und der Art ihrer Produkte". OSNABRÜCK - Trotz neuer Fälle illegaler Absprachen in der Automobilindustrie hält EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager die Branche nicht per se für krimineller als andere. (Boerse, 22.02.2018 - 06:03) weiterlesen...

EU-Kommission verhängt Millionenstrafe gegen Bosch und Continental. Bosch hat sich nach Feststellung der Brüsseler Wettbewerbshüter mit zwei japanischen Konkurrenten auf dem Markt für Zündkerzen abgesprochen sowie mit Continental und dem Zulieferer ZF TRW bei Bremssystemen. Dies teilte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch mit. BRÜSSEL - Wegen der Bildung illegaler Kartelle hat die EU-Kommission Millionenstrafen gegen die deutschen Autozulieferer Bosch und Continental verhängt. (Boerse, 21.02.2018 - 16:17) weiterlesen...

Bosch kauft Start-up mit Mitfahr-Plattform für Firmen und Behörden. Der Elektrokonzern und Autozulieferer übernimmt dafür das amerikanische Start-up SPLT. Es betreibt eine Plattform, auf der Unternehmen, Universitäten oder Stadtverwaltungen Fahrgemeinschaften für ihre Mitarbeiter organisieren lassen können. SPLT habe aktuell 140 000 Nutzer in den USA, Mexiko und Deutschland, sagte Bosch-Chef Volkmar Denner am Mittwoch in Berlin. Fahrgemeinschaften für den Arbeitsweg seien eine logische Lösung, weil viele Menschen gleichzeitig an einen Ort wollten. BERLIN - Bosch steigt mit einer Übernahme in die Vermittlung von Mitfahr-Angeboten ein. (Boerse, 21.02.2018 - 12:18) weiterlesen...

Bericht: VW plant Verhaltenskatalog nach umstrittenen Tierversuchen. Eingeführt werden solle ein Verhaltenskatalog für die Mitarbeiter, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. Anhand dieser "VW-Gebote" solle künftig festgestellt werden, ob eine Entscheidung auch moralisch im Sinne der Firmenkultur sei. Volkswagen wollte sich auf dpa-Nachfrage zunächst nicht dazu äußern. WOLFSBURG - Nach den umstrittenen Abgastests mit Affen haben die Untersuchungen im Auftrag des Volkswagen -Vorstands laut Medienberichten erste Ergebnisse gebracht. (Boerse, 21.02.2018 - 09:01) weiterlesen...