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Transport, Verkehr

WASHINGTON / TEHERAN - Die USA haben den iranischen Öltanker "Adrian Darya-1" und den Kapitän des Schiffs mit Sanktionen belegt.

01.09.2019 - 17:08:24

USA belegen iranischen Tanker mit Sanktionen. Damit könnte die US-Regierung in einem nächsten Schritt auch Strafmaßnahmen gegen Häfen oder Unternehmen verhängen, die sich auf Geschäfte mit dem Supertanker einlassen. Nach US-Angaben steht der Frachter im Dienst der iranischen Revolutionsgarden, die von Washington als Terrororganisation eingestuft werden.

Das Schiff ist seit Mitte August im Mittelmeer unterwegs und konnte - auch wegen des Drucks der US-Regierung - bislang noch keinen Hafen anlaufen. "Das sollte eine Lektion für jeden sein, der versucht ist, dabei zu helfen, iranisches Öl an das mörderische Assad-Regime zu schicken", schrieb der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, am Freitag auf Twitter zu den Sanktionen gegen das Schiff und Kapitän Akhilesh Kumar.

Nach Angaben des Internetportals marinetraffic.com war das Schiff am Samstag weiter auf dem Weg zum türkischen Hafen von Iskenderun. Dieser liegt rund 30 Kilometer von der syrisch-türkischen Grenze entfernt. Am Samstagmittag befand sich der Tanker demnach auf Höhe der Nordspitze Zyperns. Türkischen Medien hatten zuvor berichtet, der Tanker fahre nicht in die Türkei, sondern in den Libanon.

US-Außenminister Mike Pompeo wiederum sprach von "verlässlichen Informationen", denen zufolge der Tanker nun zur syrischen Hafenstadt Tartus fahre - und das, obwohl Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif garantiert habe, dass das Schiff nicht Syrien ansteuern werde. "Ich hoffe, es ändert seinen Kurs", schrieb Pompeo auf Twitter. "Es war ein großer Fehler, Sarif zu vertrauen."

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte sich beim G7-Gipfel in Biarritz um Bewegung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran bemüht. US-Präsident Donald Trump sah danach eine "sehr gute Chance" für ein Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Hassan Ruhani. Auch Ruhani erklärte seine grundsätzliche Bereitschaft, forderte aber, vorher solle Trump die Sanktionen gegen den Iran aufheben. Der iranische Präsident ist Ende September in den USA, wo er an der UN-Vollversammlung in New York teilnehmen wird - und dann auch Trump treffen könnte.

"Nach dem Treffen zwischen Macron und Trump gibt es erste Anzeichen von Flexibilität seitens der Amerikaner bezüglich unseres sanktionierten Ölexports", sagte Vizeaußenminister Abbas Araghchi der staatlichen Nachrichtenagentur Irna am Samstag. Der Iran, der sich wegen der US-Sanktionen in einer Wirtschaftskrise befindet, hofft auf Erleichterungen für den Ölexport - eine Haupteinnahmequelle des Landes. Eine weitere Option wäre nach Angaben von Araghchi eine Kreditlinie in Milliardenhöhe oder ein Ausfuhrkredit seitens der EU.

Araghchi hält ein bilaterales Treffen zwischen Trump und Ruhani für unwahrscheinlich. Denkbar sei ein Treffen aller Vertragspartner von 2015 in New York. Trump hatte das Atomabkommen mit dem Iran einseitig aufgekündigt und übt politischen und wirtschaftlichen Druck auf Teheran aus.

Ein weiterer Vorfall dokumentiert das angespannte Verhältnis zwischen Teheran und Washington. Nach Angaben privater US-Satellitendienste hatte es am Donnerstag eine Explosion in einer Weltraumanlage im Iran gegeben. Dabei soll eine Rakete explodiert sein, die den Kommunikationssatelliten Nahid-1 ins All schicken sollte. Trump sprach in einem Tweet von einem "katastrophalen Unfall" und bestritt eine US-Verwicklung. Irans Telekommunikationsminister Mohammed Dschawad Asari Dschahromi sagte hingegen am Samstag der Agentur Irna: "Nahid-1 geht es gut und wir machen gerade die finalen Tests, bevor wir ihn dem Verteidigungsministerium übergeben." In einem Tweet mit einem Selfie von sich und dem Satelliten schrieb Dscharomi: "Ich und der Nahid-1 jetzt, guten Morgen Donald Trump."

@ dpa.de

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