Moderna, US60770K1079

WASHINGTON - Nach der Zulassung von Corona-Auffrischungsimpfungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen in den USA hat Präsident Joe Biden dringend dazu aufgerufen, das Angebot zu nutzen.

24.09.2021 - 19:49:07

Biden ruft Berechtigte in USA zu Corona-Auffrischungsimpfungen auf. Biden appellierte am Freitag bei einer Ansprache im Weißen Haus an die Berechtigten, sich eine dritte Impfung geben zu lassen, sobald sie an der Reihe seien. Es sei eine Tragödie, dass noch immer Menschen sterben müssten, weil sie ungeimpft seien. "Bitte lassen Sie das nicht Ihre Tragödie werden", mahnte der Präsident.

oder Pfizer/Biontech ab Ende September eine dritte Dosis bekommen können.

Ein Expertengremium der FDA empfahl dann allerdings in der vergangenen Woche die Auffrischungen nur für Menschen ab 65 Jahren und Risikogruppen. Am Donnerstag sprach sich dann auch ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC für Auffrischungen für Menschen ab 65 Jahren aus, sowie für Menschen, die in Alten- und Pflegeheimen leben und Risikogruppen. Für Menschen ab 18 Jahren aus Risikogruppen solle dies ebenso möglich sein, allerdings nur nach vorheriger individueller Risiko- und Nutzenanalyse.

Generelle Auffrischungen für Menschen, die aufgrund ihres Berufes einem höheren Risiko ausgesetzt sind, empfahl das Gremium explizit nicht - CDC-Chefin Rochelle Walensky setzte sich aber in einem ungewöhnlichen Schritt darüber hinweg und band auch diese Menschen in die in der Nacht zum Freitag veröffentlichte offizielle Empfehlung mit ein. "Ich möchte ganz klar sagen, dass ich mich nicht über einen beratenden Ausschuss hinweggesetzt habe", sagte sie. Aber es sei ihre Aufgabe gewesen, an dieser Stelle eine Entscheidung zu treffen und zu schauen, wo Maßnahmen die größte Wirkung haben könnten.

Mit den Empfehlungen könnte nun die Mehrheit der Amerikaner, die mit Pfizer/Biontech voll geimpft sei, eine Auffrischungsimpfung bekommen, sagte Präsident Biden. Millionen Amerikaner, die bereits zu Jahresbeginn oder im Frühling ihre zweite Impfung mit dem Präparat erhalten hätten, könnten sich die dritte Spritze schon heute geben lassen. Er hoffe darauf, dass zu einem späteren Zeitpunkt Auffrischungsimpfungen auf breiter Front ohne Begrenzungen zugelassen würden, und auch für jene, die mit den Präparaten von Moderna und Johnson & Johnson geimpft worden seien.

Man könne sich aber nun nicht einzig mit Auffrischungsimpfungen aus dieser Pandemie retten, warnte CDC-Chefin Walensky. Das Problem seien weiterhin die Ungeimpften - sie würden die Zahlen in die Höhe treiben. Ihren Angaben nach gibt es in den USA im Durchschnitt rund 120 000 Covid-Neuinfektionen und knapp 2000 Todesfälle pro Tag.

In Deutschland bekommen Pflegebedürftige, über 80-Jährige und Menschen mit Immunschwäche zum Teil schon eine dritte Impfung angeboten. Die Ständige Impfkommission hat sich bislang nicht für generelle Auffrischungsimpfungen bei Senioren ausgesprochen - aber eine Booster-Dosis mit einem mRNA-Impfstoff für Menschen mit Immunschwäche empfohlen.

Die WHO hatte schon Anfang August einen vorübergehenden Stopp solcher Impfungen gefordert, so lange noch viele ärmere Länder auf Impfdosen warten. Auch mehrere Forscher hatten zuletzt Zweifel an Auffrischungsimpfungen für alle geäußert. Die weltweit noch immer begrenzte Anzahl an Impfdosen könne die meisten Leben retten, wenn sie Menschen zugute käme, die ein erhebliches Risiko einer schweren Erkrankung haben und noch ungeimpft sind.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Woidke kündigt mehr Impfkapazitäten an - Impfstoffe knapp. "Unser Ziel ist es, in den nächsten Wochen, also spätestens bis nächste Woche, 100 zusätzliche Impfmöglichkeiten zu schaffen für die Menschen im Land", sagte er am Mittwochmorgen im RBB-Inforadio. Dazu gehörten fest installierte Impfstellen, aber auch kleinere, zeitlich begrenzte Impfaktionen sowie mobile Impfteams. "Niedrigschwellige Angebote heißt, wir wollen möglichst ohne Terminvergabe arbeiten in vielen Bereichen." Die Nachfrage sei inzwischen - anders als noch vor einigen Wochen - wieder sehr hoch. POTSDAM - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will die Impfkapazitäten im Bundesland schnell ausbauen. (Boerse, 01.12.2021 - 08:02) weiterlesen...

Haben noch harte Monate vor uns. Aufgrund der kalten Jahreszeit und dem häufigeren Aufenthalt in Räumen sei die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus höher. Wichtig sei es jetzt, Geduld zu haben, die Corona-Verhaltensregeln zu beachten und sich impfen oder boostern zu lassen, sagte er am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Dann werde sich die Situation bis zum Frühjahr deutlich entspannen. MAINZ/WASHINGTON - Den Menschen in Deutschland stehen nach Ansicht von Biontech -Chef Ugur Sahin wegen der vierten Pandemie-Welle noch "harte vier, fünf Monate" bevor. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 23:40) weiterlesen...

Biontech-Chef: Impfstoffe werden auch vor Varianten schützen können. Omikron sei nicht die erste Corona-Variante, die aufgetaucht sei, sagte Sahin am Dienstagabend in Mainz vor der Verleihung eines Preises an ihn und seine Frau. MAINZ - Biontech -Chef Ugur Sahin ist zuversichtlich, dass Corona-Impfstoffe auch im Fall von Omikron und folgenden weiteren Virus-Varianten vor schweren Krankheitsverläufen schützen werden. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 20:25) weiterlesen...

AKTIEN IM FOKUS: Aussagen von Moderna belasten Impfstoffhersteller. Ihr jüngster Höhenflug geht offenbar vorerst zu Ende, nachdem sich der Moderna -Chef Stephane Bancel nicht gerade optimistisch zur Wirkung der Impfstoffe gegen die neue Virusvariante Omikron geäußert hatte. FRANKFURT - Einen Dämpfer erhalten am Dienstag die Aktien von Coronavirus-Impfstoffherstellern. (Boerse, 30.11.2021 - 13:09) weiterlesen...

Israelischer Experte: Einschätzungen zu Omikron-Variante verfrüht. Er habe bereits vor einigen Tagen geschrieben, "dass die kommenden zwei Wochen voll mit Meinungen, persönlichen Eindrücken, unvollständigen und zweideutigen Daten" sein werden, sagte Balicer, Vorsitzender des Expertenbeirats der israelischen Regierung, am Dienstag in einem Gespräch mit Journalisten. TEL AVIV - Der israelische Corona-Experte Ran Balicer hält Einschätzungen zur Gefährlichkeit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus für verfrüht. (Boerse, 30.11.2021 - 11:47) weiterlesen...

Moderna-Chef: Aktuelle Corona-Impfstoffe weit weniger wirksam gegen Omikron. Es werde vermutlich Monate dauern, bis die Pharmabranche in großem Stil Vakzine herstellen könne, die auch bei dieser Variante wirkten, sagte der Chef des US-amerikanischen mRNA-Impfstoffherstellers der "Financial Times" (Dienstag). Die bestehenden Impfstoffe dürften hingegen weit weniger wirksam sein als gegen frühere Stämme. "Der Rückgang dürfte erheblich sein. Ich weiß nur nicht (um) wie viel, weil wir auf die Daten warten müssen", sagte Bancel. LONDON - Die neue Coronavirus-Variante Omikron stellt nach Ansicht von Moderna -Chef Stephane Bancel die Impfstoffhersteller vor große Herausforderungen. (Boerse, 30.11.2021 - 09:04) weiterlesen...