Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Öl, Gas

WASHINGTON - Nach dem Hackerangriff auf die größte Benzin-Pipeline in den USA haben Ermittler den Großteil einer Lösegeldzahlung in der Digitalwährung Bitcoin im Wert von etwa 2,3 Millionen US-Dollar wiedererlangt.

08.06.2021 - 06:00:00

Hackerangriff auf Pipeline: Ermittler kommen an Großteil von Lösegeld. Das FBI habe eine digitale Geldbörse (Wallet) aufgespürt, die Hacker mutmaßlich benutzten, um eine Zahlung des betroffenen Unternehmens einzutreiben, sagte der stellvertretende FBI-Direktor Paul Abbate am Montag bei einer Pressekonferenz.

Das Unternehmen Colonial Pipeline hatte Anfang Mai mitgeteilt, Opfer eines Hackerangriffs geworden zu sein. In der Folge wurde der Betrieb der Pipeline, durch die etwa 45 Prozent aller an der US-Ostküste verbrauchten Kraftstoffe laufen, zeitweise komplett eingestellt. In Teilen des Landes kam es zu Benzinengpässen. Besonders schwer betroffen war die Hauptstadt Washington, wo zeitweise 88 Prozent der Tankstellen keinen Treibstoff mehr hatten. "Das war ein Angriff auf eine unserer wichtigsten nationalen Infrastrukturen", erklärte Lisa Monaco vom US-Justizministerium.

Die US-Regierung vermutet hinter der Tat Hacker der Gruppe DarkSide aus Russland. Sowohl US-Behörden als auch IT-Sicherheitsexperten raten Unternehmen dringend davon ab, Lösegeld zu zahlen, um Cyber-Kriminellen keine Anreize für Erpressungen zu bieten. Doch der Pipeline-Betreiber zahlte, wie Unternehmenschef Joseph Blount Ende Mai im "Wall Street Journal" einräumte. Er habe eine Zahlung von 4,4 Millionen Dollar autorisiert. Die umstrittene Entscheidung erklärte Blount damit, dass sich das Unternehmen über das Ausmaß der verursachten Systemschäden unsicher gewesen sei.

Nach Angaben des US-Justizministeriums hatte Colonial Pipeline das FBI rasch darüber unterrichtet, dass DarkSide in das Computernetzwerk eingedrungen sei und das Unternehmen das geforderte Lösegeld in Höhe von 75 Bitcoin entrichtet habe. Bei sogenannten Ransomware-Attacken werden Daten auf Computern verschlüsselt - und die Angreifer verlangen meist Lösegeld für die Freigabe. Es wurden auch schon früher Fälle bekannt, in denen Unternehmen zahlten. Es ist aber ausgesprochen selten, das Geld zurückzubekommen.

Colonial-Chef Blount lobte die Arbeit der FBI-Ermittler in einer Mitteilung. Er erklärte zudem, der private Sektor müsse Cyberbedrohungen ernst nehmen und investieren, um sich besser dagegen zu verteidigen.

"Ransomware-Angriffe haben im vergangenen Jahr an Umfang und Raffinesse zunehmen und zielen auf unsere wichtige Infrastruktur, Unternehmen aller Art, ganze Städte und sogar Strafverfolgungsbehörden ab", erklärte Monaco vom Justizministerium. "Ransomware und digitale Erpressung sind eine Bedrohung für die nationale und wirtschaftliche Sicherheit der Vereinigten Staaten."

Nur wenige Wochen nach dem Angriff auf die Benzin-Pipeline war der weltgrößte Fleischkonzern JBS von einer massiven Cyberattacke getroffen worden. Große Teile der Produktion in Nordamerika und Australien wurden lahmgelegt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Blinken fürchtet Nord Stream 2 als 'Waffe' Russlands gegen Ukraine. "Unser Ziel ist, sicherzustellen, dass Russland Energie nicht als Zwangsmittel, als Waffe gegen die Ukraine oder irgendwen sonst in Europa nutzt", sagte Blinken am Mittwoch nach einem Treffen mit Außenminister Heiko Maas (SPD) - seinem Antrittsbesuch bei der Bundesregierung. Die USA seien weiter der Ansicht, dass die Pipeline ein geopolitisches Projekt Russlands sei, das Europas Energiesicherheit gefährde. BERLIN - US-Außenminister Antony Blinken hat im Streit über die geplante deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 davor gewarnt, dass Russland Energie als Machthebel gegenüber der Ukraine nutzen könnte. (Boerse, 23.06.2021 - 12:49) weiterlesen...

EU-Kommissar: Rechnen mit guten Nachrichten für Reisen in die USA. "Wir sind hoffnungsvoll, dass es bald gute Nachrichten von dieser Front geben wird", sagte er am Mittwoch in Brüssel. In Gesprächen habe man den transatlantischen Verbündeten Argumente geliefert. So sei Europa etwa der meistgeimpfte Kontinent weltweit und es gebe EU-weit gültige Zertifikate, die nachwiesen, dass Reisende keine Gefahr für andere darstellten. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Touristen aus den USA wieder einfacher nach Europa einreisen können sollen. BRÜSSEL - Der stellvertretende EU-Kommissionspräsident Margaritis Schinas ist optimistisch, dass touristische Reisen in die USA bald vereinfacht werden. (Boerse, 23.06.2021 - 12:44) weiterlesen...

Lokführer-Gewerkschaft beschließt Arbeitskampf bei der Bahn. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband Move konkrete Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen, wie sie am Mittwoch mitteilte. BERLIN/FRANKFURT - Bei der Deutschen Bahn rücken Streiks der Lokführer mitten in der Ferienzeit näher. (Boerse, 23.06.2021 - 12:38) weiterlesen...

Corona-Regeln am Arbeitsplatz in Deutschland werden gelockert. BERLIN - Die Corona-Regeln am Arbeitsplatz werden ab 1. Juli gelockert. Unternehmen müssen zwar weiterhin zwei Tests pro Woche für Beschäftigte anbieten, die nicht von zu Hause aus arbeiten können. Allerdings ist dies laut neuer Corona-Arbeitsschutzverordnung nicht mehr erforderlich, wenn Arbeitgeber "durch andere geeignete Schutzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten" sicherstellen oder nachweisen können, zum Beispiel wenn diese vollständig geimpft sind. Das Bundeskabinett hat die neue Verordnung am Mittwoch beschlossen. Sie soll bis 10. September gelten. Corona-Regeln am Arbeitsplatz in Deutschland werden gelockert (Wirtschaft, 23.06.2021 - 12:37) weiterlesen...

Hongkonger Zeitung stellt Betrieb ein. Das Boulevardblatt war wegen angeblicher Verstöße gegen das umstrittene Hongkonger Sicherheitsgesetz ins Visier der Behörden geraten. Die Muttergesellschaft Next Digital teilte am Mittwoch mit, die letzte Ausgabe der vor 26 Jahren gegründeten Zeitung mit einer Auflage von rund 80 000 Exemplaren werde am Samstag erscheinen. Auch die Online-Ausgabe werde dann eingestellt. HONGKONG - In Hongkong wird die prodemokratische Zeitung "Apple Daily" eingestellt. (Wirtschaft, 23.06.2021 - 12:21) weiterlesen...

Lufthansa fordert besseres ICE-Netz statt Verbot von Inlandsflügen. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn optimiere man fortlaufend das Angebot, mit dem Zug zum Flug zu kommen, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Politikbrief des staatlich gestützten MDax -Konzerns. Am Drehkreuz München scheitere man allerdings an der Infrastruktur, weil der dortige Flughafen keinen ICE-Anschluss besitzt. Grundsätzlich seien Passagiere von Inlandsflügen bereit, auf die Bahn umzusteigen, wenn eine zuverlässige und schnelle ICE-Verbindung angeboten werde. Lufthansa habe bei entsprechenden Alternativen bereits mehrere Inlandsstrecken reduziert oder eingestellt. FRANKFURT/BERLIN - Die Lufthansa hat erneut ein verbessertes ICE-Netz anstelle eines pauschalen Verbots von Inlandsflügen gefordert. (Boerse, 23.06.2021 - 12:10) weiterlesen...