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Medien, Regierungen

WASHINGTON - Journalistenverbände haben sich empört über Angriffe auch auf deutsche Reporter in der US-Hauptstadt Washington gezeigt.

07.01.2021 - 16:50:02

Breite Empörung über Angriffe auf Journalisten in Washington. "Es zeigt sich wieder einmal, wie sehr die Anhänger von Donald Trump die Demokratie und Pressefreiheit verachten, angestachelt durch den abgewählten US-Präsidenten und seine Leute", teilte der Bundesvorsitzende des Deutsche Journalisten-Verbandes (DJV), Frank Überall, am Donnerstag mit. Der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke sprach von einem "nicht akzeptablen Angriff auf die Pressefreiheit".

WASHINGTON - Journalistenverbände haben sich empört über Angriffe auch auf deutsche Reporter in der US-Hauptstadt Washington gezeigt. "Es zeigt sich wieder einmal, wie sehr die Anhänger von Donald Trump die Demokratie und Pressefreiheit verachten, angestachelt durch den abgewählten US-Präsidenten und seine Leute", teilte der Bundesvorsitzende des Deutsche Journalisten-Verbandes (DJV), Frank Überall, am Donnerstag mit. Der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke sprach von einem "nicht akzeptablen Angriff auf die Pressefreiheit".

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) stellte fest: "Die Bilder von Angriffen auf (...) Journalisten, von zerstörten Filmausrüstungen und Graffitis im Kapitol, die zu Mord an Medienschaffenden aufrufen, waren erschütternd, aber leider nicht überraschend." RSF-Geschäftsführer Christian Mihr weiter: "Präsident Trump hat seit Jahren seine Anhängerschaft aufgewiegelt und eine nie da gewesene Feindseligkeit gegenüber den Medien geschürt. Im vergangenen Jahr wurden nach Zählung von Reporter ohne Grenzen so viele (...) Journalisten in den USA körperlich angegriffen wie nie zuvor."

Zuvor hatten Journalisten von Angriffen auf die Pressevertreter vor dem Kapitol berichtet, wo Anhänger von US-Präsident Trump am Mittwoch den Sitz des Kongresses stürmten. Der ZDF-Büroleiter Elmar Theveßen erklärte im "heute journal", er und sein Team seien von Personen umringt worden, die er dem extremistischen Milieu zuordnen würde.

"Man hat uns bedroht, man hat angefangen, unsere Ausrüstung umzuwerfen, auch zu zerschlagen und uns wurde klar bedeutet, wir sollten verschwinden", so Theveßen. Er und auch die Kollegen unter anderem der ARD und von RTL seien aber unverletzt geblieben.

Wegen der Attacke war nach ZDF-Angaben eine weitere Schalte von Theveßen ins "heute journal spezial" 45 Minuten nach dem regulären "heute journal" kurzzeitig nicht möglich. "Der ZDF-Korrespondent wurde dann zunächst per Telefon bildlos geschaltet, da auch die Videotelefone von den Demonstranten zerstört worden waren. Im "heute journal update" war er dank Ersatzausrüstung wieder im Bild zu sehen", teilte das ZDF mit.

In den ARD-"Tagesthemen" musste eine Schalte mit Studioleiterin Claudia Buckenmaier abgebrochen werden, als Buckenmaier auf sich nähernde Menschenmengen verwies: "Wir gehen hier jetzt besser weg."

ntv-Chefredakteurin Sonja Schwetje sagte: "Wir verurteilen die Gewalt gegen die JournalistInnen und Kamerateams von RTL/ntv und anderen Medienunternehmen auf das Schärfste. Die Mediengruppe RTL steht für unabhängige Nachrichten und Pressefreiheit. Wir werden weiterhin von der ganzen Welt aus berichten - komme, was da wolle. Alle Menschen verdienen es, durch verlässliche Nachrichten informiert zu werden."

Bettina Schausten, stellvertretende Chefredakteurin des ZDF, betonte, der Angriff sei "gerade in den USA, der Wiege der Demokratie" besonders bitter. "Die aktuellen Ereignisse, das Verhalten der Trump-Anhänger und die Äußerungen des Noch-Präsidenten zeigen, wie wichtig guter Journalismus und eine kritische und faktenbasierte Berichterstattung sind. Unserem Team in Washington geht es gut."

RTL-Chefmoderator Peter Kloeppel sprach von einem "traurigen Höhepunkt einer Kampagne, angeführt von Präsident Trump, gegen die unabhängige Presse".

Der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow sagte: "Gerade weil ich als ehemaliger Studioleiter in Washington den USA sehr verbunden bin, hat mich dieser Ausbruch von Gewalt gegen Berichterstattende zutiefst erschüttert. Das war ein feiger und brutaler Angriff auf unsere Demokratie. Unabhängige Berichterstattung ist nicht verhandelbar."

US-Präsident Trump hatte schon seit Jahren Stimmung gegen Journalisten gemacht und Medien immer wieder als "Volksfeinde" bezeichnet. Auf seinen Großkundgebungen stellte er die anwesenden Reporter wiederholt als ehrlos und verlogen dar.

@ dpa.de

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