Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Maschinenbau, Metallindustrie

WASHINGTON - Im Handelskrieg mit China will die US-Regierung von Präsident Joe Biden an den gegen Peking verhängten Strafzöllen festhalten, aber mehr Ausnahmen zu Gunsten der US-Wirtschaft zulassen.

04.10.2021 - 11:34:00

USA halten im Handelskrieg mit China an Strafzöllen fest. Hochrangige Beamte der Biden-Regierung kündigten an, es werde wieder ein Prozess gestartet, bei dem US-Firmen in bestimmten Fällen beantragen könnten, von Strafzöllen auf Einfuhren aus China befreit zu werden.

Tai wollte an diesem Montag (16.00 Uhr MEZ) in einer Rede bei einem Think-Tank (Denkfabrik) in Washington die neuen Strategie im Handelskonflikt mit China darlegen. Die Biden-Regierung will nach eigenen Angaben insgesamt einen harten Kurs gegenüber Peking beibehalten, aber differenzierter und abgestimmter vorgehen als die Vorgängerregierung unter Donald Trump. Deren Ansatz sei teils chaotisch und unberechenbar gewesen und habe Teilen der US-Wirtschaft geschadet, kritisierten die Regierungsbeamten.

Ziel sei nicht, die Handelsspannungen mit China zu eskalieren, sagten sie. Die US-Regierung werde allerdings - falls nötig - die volle Palette an Instrumenten nutzen, um die Interessen der USA, ihrer Wirtschaft und ihrer Arbeiter durchzusetzen. Auf die Nachfrage, ob im Zweifel auch neue Strafzölle denkbar seien, hieß es: "Wir wollen keine Optionen vom Tisch nehmen."

Angefangen hatte der Handelskrieg der beiden größten Volkswirtschaften Mitte Juni 2018: Mit Strafzöllen auf Einfuhren aus China in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar startete der damalige US-Präsident Trump den Konflikt. Er wollte das Handelsdefizit mit China senken und warf Peking unfaire Handelsmethoden. Der Konflikt schaukelte sich hoch, bis Trump ein Jahr später auf fast alle Importe aus China im Wert von mehr als 500 Milliarden US-Dollar Strafzölle verhängt hatte - mehr als Peking mit Gegenzöllen beantworten konnte.

Der Rückgang der Warenströme und die Unsicherheiten aufgrund des Handelskriegs hatten auch das globale Wachstum gedämpft. Im Januar 2020, gerade als die Corona-Pandemie in China begann, einigten sich beide Seiten dann zumindest auf eine Teilvereinbarung in ihrem Konflikt. Kernpunkt des sogenannten Phase-Eins-Abkommens war das Versprechen Chinas, bis Ende 2021 für 200 Milliarden US-Dollar mehr Waren in den USA zu kaufen - vor allem Öl und Gas (50 Milliarden), Industriegüter (80 Milliarden) und Agrar-Produkte (32 Milliarden).

Die US-Regierungsvertreter beklagten, die chinesische Regierung habe Zusagen aus dem Abkommen nicht eingehalten. Das werde Tai bei Chinas Regierung offen ansprechen. In dem Abkommen seien klare Mechanismen zur Durchsetzung der Vorgaben vereinbart, sagten sie und betonten: "Wir sind bereit, Schritte zu unternehmen, falls die Gespräche nicht die gewünschten Ergebnisse bringen."

Bidens Regierung räumt China eine herausgehobene Stellung in ihrer Außenpolitik ein: Der US-Präsident betrachtet die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt als mächtigsten Konkurrenten und geopolitische Herausforderung Nummer eins. Die Handelsvereinbarung mit China und die Strafzölle gegen Peking hatte der Demokrat nach seinem Amtsantritt zunächst aber nicht angetastet, sondern eine umfangreiche Überprüfung der Handelspolitik gegenüber China angeordnet. Die ist nun abgeschlossen.

Es handele sich um die wichtigste bilaterale Handelsbeziehung der Welt, hieß es aus der US-Regierung. Daher habe man sich die Zeit für eine ausführliche Betrachtung genommen. Die neue Regierung verfolge einen abwägenden Ansatz - mit mehr Bedacht auf langfristige Folgen und mit einer engen Abstimmung mit internationalen Partnern. Außerdem betrachte die Regierung unter Biden nicht nur Handel und Zölle, sondern alle Aspekte der Wirtschaftsbeziehungen zu China. Dazu gehöre es, durch gezielte Investitionen US-Unternehmen wettbewerbsfähiger oder Lieferketten unabhängiger von China zu machen.

Insgesamt müsse der Ansatz gegenüber China flexibel und agil sein, hieß es von den US-Regierungsvertretern. Man werde sehen, wie China Tais Rede aufnehme und dann entsprechend reagieren.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Raytheon Technologies hebt Gewinnziel erneut an. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie soll nun 4,10 bis 4,20 US-Dollar erreichen, wie der Mutterkonzern des Triebwerksbauers Pratt & Whitney und des Luftfahrt-Zulieferers Collins am Dienstag in Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) mitteilte. Erst Ende Juli hatte das Management um Konzernchef Greg Hayes sein Ziel auf 3,85 bis 4 Dollar angehoben. WALTHAM - Der Rüstungs-, Luftfahrt- und Technologiekonzern Raytheon Technologies wird noch etwas optimistischer für seinen Gewinn in diesem Jahr. (Boerse, 26.10.2021 - 15:44) weiterlesen...

Auftragsrekord für Maschinenbauer Trumpf. Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahrs verzeichnete das Unternehmen Auftragseingänge in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro, wie die Vorsitzende der Geschäftsführung, Nicola Leibinger-Kammüller, am Dienstag in Ditzingen (Landkreis Ludwigsburg) sagte. "Für allzu großen Optimismus ist es noch zu früh", erklärte sie weiter. Die Corona-Pandemie und die Chipkrise würden täglich zeigen, dass "sich die Dinge schlagartig ändern können". DITZINGEN - Trotz voller Auftragsbücher und gestiegener Umsätze herrscht beim Maschinenbauer Trumpf keine Feierstimmung. (Boerse, 26.10.2021 - 15:17) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH/ Berenberg: AirPod 3 von Apple mit Varta-Batterie. Die neuen AirPods 3 von Apple seien ab heute im Handel erhältlich und eine bankeigene Produktuntersuchung habe ergebe, dass diese mit Varta-Batterien betrieben würden, schrieb Analystin Charlotte Friedrichs in einer am Dienstag vorliegenden Studie. HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Varta auf "Hold" mit einem Kursziel von 125 Euro belassen. (Boerse, 26.10.2021 - 14:33) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux belässt Kion auf 'Buy' - Ziel 109 Euro FRANKFURT - Die Investmentbank Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Kion nach Quartalszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 109 Euro belassen. (Boerse, 26.10.2021 - 14:26) weiterlesen...

Maschinenbauer: 'Sehen in der Summe der Faktoren keine Krise'. "Für 2021 bestätigen wir unsere Prognose eines realen Produktionszuwachses von 10 Prozent zum Vorjahr", sagte Karl Haeusgen, Präsident des Branchenverbandes VDMA am Dienstag anlässlich des Maschinenbau-Gipfels in Berlin. Ohne die Materialengpässe wäre sogar ein höheres Wachstum von bis zu 12 Prozent möglich gewesen. BERLIN - Deutschlands Maschinenbauer erholen sich mit hohem Tempo vom Einbruch in der Corona-Krise. (Boerse, 26.10.2021 - 14:13) weiterlesen...

Umfrage: Vorbehalte gegen Künstliche Intelligenz gehen zurück. 14 Prozent der Menschen in Deutschland verbinden mit dem Begriff etwas eher oder sehr Negatives, wie die repräsentative Befragung im Auftrag des Tüv-Verbands ergab. Bei der vorherigen Ausgabe vor zwei Jahren waren es 28 Prozent gewesen. Der Anteil derer, die Künstliche Intelligenz eher oder sehr positiv sehen, stieg im selben Zeitraum von 46 Prozent auf 51 Prozent. Vor allem bei Frauen habe die Skepsis nachgelassen, teilte der Verband am Dienstag mit. BERLIN - Vorbehalte gegen Künstliche Intelligenz gehen in der Bevölkerung einer Umfrage zufolge zurück. (Boerse, 26.10.2021 - 14:09) weiterlesen...