Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Medien, Regierungen

WASHINGTON - Gut zwei Wochen vor der Präsidentenwahl in den USA hat der Amtsinhaber Donald Trump die Angriffe auf seinen Herausforderer Joe Biden und dessen Familie verschärft.

18.10.2020 - 20:25:30

Trump verschärft Angriffe auf Biden - 'Er ist ein Krimineller'. "Joe Biden ist und war immer ein korrupter Politiker", sagte Trump am Samstagabend in Janesville im Bundesstaat Wisconsin. "Die Biden-Familie ist ein kriminelles Unternehmen." Biden selbst hielt sich am Wochenende im Wahlkampf weitgehend im Hintergrund. Bei einem Auftritt in Durham (North Carolina) warf er Trump vor, die Amerikaner in der Corona-Krise weiter anzulügen.

Im Endspurt des Wahlkampfes versucht Trump, Boden gut zu machen. Er hat sich gerade erst von seiner Corona-Infektion erholt. Pro Tag hält er mittlerweile mehrere Wahlkampfauftritte ab, ungeachtet der Pandemie vor dicht gedrängten Anhängern. Trump liegt in landesweiten Umfragen hinter Biden. Wegen des komplizierten Wahlsystems sind die Erhebungen nur begrenzt aussagekräftig. Aber auch in mehreren für die Wahl entscheidenden Bundesstaaten liegt der Demokrat in Führung.

Neben Warnungen vor angeblich für die USA schädlichen und radikalen Plänen Bidens wiederholte Trump in den vergangenen Tagen vor seinen Anhängern die immer gleichen, nicht bewiesenen Vorwürfe gegen seinen Herausforderer. "Er ist ein Krimineller. Er hat Verbrechen begangen", sagte Trump am Samstag in Muskegon (Michigan). Am Freitag beschuldigte Trump in Ocala (Florida) Biden und seine Familie, reich geworden zu sein, "während Amerika ausgeraubt wurde".

Die "Mainstream-Medien" bezeichnete er als "Volksfeinde" und warf ihnen vor, über "die weltweit größte Geschichte" nicht zu berichten - gemeint war die angebliche Korruption des Demokraten. Trump-Anhänger skandierten bei der Nennung von Bidens Namen "Sperrt ihn ein" - mit dieser Parole hatten Trump-Unterstützer im Wahlkampf vor vier Jahren dessen Herausforderin Hillary Clinton bedacht.

Trump erhebt seit langem und ohne Beweise Korruptionsvorwürfe gegen den Ex-Vizepräsidenten Biden und dessen Sohn Hunter, die nun von der Boulevardzeitung "New York Post" befeuert wurden. Das Blatt versuchte in den vergangenen Tagen, Joe Biden in Artikeln mit früheren Geschäften Hunter Bidens in der Ukraine und in China in Verbindung zu bringen. Veröffentlichte E-Mails sollten belegen, dass Hunter Biden damals versucht habe, Profit aus dem Amt seines Vaters als Vizepräsident unter Barack Obama zu schlagen.

Die Echtheit der Mails ist nicht bestätigt. Fragwürdig ist auch, wie sie an die Öffentlichkeit gelangten. Biden nannte die Artikel eine "Schmutzkampagne".

Kommentatoren der "New York Times" riefen die Wähler mit eindringlichen Worten zur Abwahl Trumps auf, der seines Amtes nicht würdig sei. Trumps Bemühungen um seine Wiederwahl stellten "die größte Bedrohung für die amerikanische Demokratie seit dem Zweiten Weltkrieg dar", schreibt das Editorial Board, eine Gruppe von Kommentatoren, die unabhängig von der Nachrichtenredaktion der renommierten US-Zeitung arbeitet.

Trump, der ein "rassistischer Demagoge", ein "Isolationist" und ein "ewiger Showman" sei, habe die schlimmsten Tendenzen in der amerikanischen Politik verschärft und das Land stärker polarisiert, hieß es in dem Kommentar weiter. Seine Amtszeit habe gezeigt, dass er nicht in der Lage sei, die dringlichsten Probleme des Landes zu lösen, weil er selbst das dringlichste Problem des Landes sei.

In den letzten Tagen gingen mehrere prominente Republikaner auf Distanz zu Trump. Dabei steht der Umgang mit der Corona-Krise im Mittelpunkt. In den USA ist wieder ein Aufwärtstrend bei der Anzahl der Neuinfektionen pro Tag zu erkennen, am Freitag lag sie bei fast 70 000. Seit Beginn der Pandemie wurden mehr als 8,1 Millionen Infektionen nachgewiesen, annähernd 220 000 Menschen starben.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Söder sieht 'politisch-mentales' Problem im Kampf gegen Corona. Deutschland habe bei der Bewältigung der Pandemie derzeit kein logistisches, sondern ein "politisch-mentales" Problem, sagte Söder am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". "Seit Monaten wird das Thema zerredet, kleingeredet, es wird schöngeredet", sagte Söder. Es sei aber wichtig, die Pandemie wieder als Herausforderung zu verstehen. BERLIN - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat zu einer "nationalen Kraftanstrengung" im Kampf gegen die Corona-Krise aufgerufen. (Wirtschaft, 21.10.2020 - 09:03) weiterlesen...

Staatsmedien: Nordkorea entwickelt mobiles Zahlsystem. Dieses erlaube es Nutzern, gebührenfreie Zahlungen per Smartphone zu tätigen, wie die Propagandawebseite Maeri schreibt. Aus dem Bericht geht jedoch nicht hervor, auf welcher technologischen Grundlage das System beruht. SEOUL/PJÖNGJANG - Nordkorea hat nach Angaben von Staatsmedien ein eigenes mobiles Zahlsystem entwickelt. (Wirtschaft, 21.10.2020 - 08:22) weiterlesen...

Zwei Drittel der Einwohner von NRW leben in Risikogebiet. Rund 12 Millionen Einwohner leben in Städten oder Kreisen, die über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen liegen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervorgeht. Münster mit rund 315 300 Einwohnern war demnach die einzige größere Stadt, die mit 33 Fällen pro 100 000 Einwohnern in den letzten sieben Tage unter der Kennzahl von 50 blieb. Das bevölkerungsreichste Bundesland NRW hat knapp 18 Millionen Einwohner. DORTMUND - In Nordrhein-Westfalen wohnen inzwischen zwei Drittel der Bevölkerung in einem Corona-Risikogebiet. (Wirtschaft, 21.10.2020 - 07:53) weiterlesen...

EU-Staaten bei Agrarreform einig: Klöckner sieht 'Systemwechsel'. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sprach am Mittwochmorgen nach fast zweitägigen Verhandlungen in Luxemburg von einem "Systemwechsel". "Wir zeigen, dass eine stärkere Umwelt- und Klimaambition zusammengeht mit Ernährungssicherung und der notwendigen Einkommensstützung für die Betriebe." Für eine grünere Landwirtschaft sollen in den kommenden Jahren vor allem sogenannte Öko-Regelungen sorgen. LUXEMBURG - Die EU-Staaten haben sich auf eine Reform der milliardenschweren Agrarpolitik geeinigt. (Wirtschaft, 21.10.2020 - 07:11) weiterlesen...

Weltweiter Soja-Anbau nimmt stark zu - Deutschland importiert weniger. Im Gegensatz dazu sind die Soja-Importe Deutschlands insgesamt rückläufig - während die Fläche, auf der hierzulande Soja wächst, sich seit 2016 mehr als verdoppelt hat. Das geht einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Soja-Anbau und -import, etwa für Tierfutter oder auch Bio-Kraftstoff, ist vor allem unter Umweltgesichtspunkten umstritten, weil dafür zum Beispiel in Brasilien im Amazonas-Gebiet Wälder gerodet werden. BERLIN - Die weltweite Anbaufläche für Soja hat in den vergangenen 15 Jahren um mehr als ein Drittel zugenommen. (Boerse, 21.10.2020 - 06:34) weiterlesen...

Beschäftigte von Bund und Kommunen machen vor Tarifrunde Druck. Warnstreiks seien unter anderem in Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen angekündigt, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Je nach Region werden Beschäftigte von Kitas, Verwaltungen, Krankenhäusern oder Müllabfuhren aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Bereits am Montag und Dienstag hatte es in Hamburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland Warnstreiks gegeben. BERLIN - Einen Tag vor der dritten Runde im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes wollen am Mittwoch erneut Zehntausende Beschäftigte in verschiedenen Bundesländern die Arbeit niederlegen. (Wirtschaft, 21.10.2020 - 06:33) weiterlesen...