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WASHINGTON - Die USA wollen Medienberichten zufolge bei der Einreise künftig von fast allen Ausländern den Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung verlangen.

05.08.2021 - 09:52:29

USA wollen Reisende mit Impfschutz wieder ins Land lassen. Zugleich sollten dann allerdings auch die aktuellen Einreisebeschränkungen für Menschen aus Europa und anderen Staaten aufgehoben werden, berichtete unter anderem die "New York Times" am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf Kreise des Weißen Hauses. Offiziell gab es zunächst keine Stellungnahme. Offen blieb auch, wann die geändeten Regelungen in Kraft treten könnten.

erlaubt - Astrazeneca zum Beispiel aber nicht.

Seit vergangenem Jahr gilt in den USA wegen der Pandemie ein weitreichendes Einreiseverbot für Europäer. Ausgenommen sind Besitzer von US-Pässen und einige andere Personengruppen, wie zum Beispiel enge Verwandte von US-Amerikanern, Diplomaten und Mitarbeiter internationaler Organisationen. Auch Einreisen aus China, Südafrika und Brasilien sind auf Ausnahmen begrenzt. Alle Fluggäste müssen bei der Einreise in die USA einen negativen Corona-Test vorweisen können.

Die Europäische Union hatte die Vereinigten Staaten bereits im Juni auf die Liste jener Drittstaaten gesetzt, für die im Normalfall keine strengen Einreisebeschränkungen mehr gelten sollen. Die EU fordert von Washington daher ebenfalls eine zügige Aufhebung der Beschränkungen. "Wir pochen darauf, dass für Einreisende in beiden Richtungen vergleichbare Regeln gelten", sagte etwa EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen jüngst dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Das darf sich nicht noch wochenlang ziehen."

Dass die USA bisher im Gegenzug ihre Einschränkungen für Reisende aus Europa nicht lockerten, sorgte für Kritik unter anderem aus der deutschen Wirtschaft. Vor Merkels Treffen mit Biden hatten sich Industrie und Tourismusbranche, aber auch Urlauber Bewegung bei dem Thema erhofft. Biden war auf der gemeinsamen Pressekonferenz wenig konkret geworden - hatte aber zumindest eine baldige Ankündigung in Aussicht gestellt.

Inzwischen hat sich die Lage angesichts von fortschreitenden Impfkampagnen auf beiden Seiten des Atlantiks zwar deutlich gebessert. Wegen der Delta-Variante steigen die Fallzahlen sowohl in den USA als auch in Europa aber wieder deutlich an. Die USA kommen mittlerweile beim Impfen nicht mehr so schnell voran wie erhofft. Bislang sind fast 50 Prozent der Gesamtbevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen.

@ dpa.de

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