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WASHINGTON - Die US-Waffenlobby hat die Ankündigung des Einzelhandelsriesen Walmart scharf kritisiert, sein Waffenangebot nach den jüngsten Massakern in Amerika weiter einzuschränken.

04.09.2019 - 17:30:26

US-Waffenlobby rügt Beschränkung von Waffenverkäufen bei Walmart. "Es ist beschämend zu sehen, dass sich Walmart dem Druck der Anti-Waffen-Eliten beugt", erklärte die National Rifle Association (NRA) am Dienstag (Ortszeit). Kunden würden sich bald anderen Händlern zuwenden, "die die amerikanischen Grundrechte mehr unterstützen". Die Entscheidung Walmarts mache das Land keineswegs sicherer. "Anstatt die Schuld bei Kriminellen zu sehen, hat sich Walmart entschieden, gesetzestreue Amerikaner zu schikanieren", beklagte die NRA. Sie ist eine der mächtigsten Lobbygruppen der USA.

Walmart-Chef Doug McMillon hatte zuvor angekündigt, der Verkauf von Munition für Handfeuerwaffen sowie von Munition, die für Sturmgewehrmagazine mit großer Kapazität genutzt werden könne, werde nach Abverkauf der Lagerbestände eingestellt. Zudem sollten Handfeuerwaffen künftig auch in Alaska nicht mehr verkauft werden - dem einzigen US-Bundesstaat, wo Walmart dies bislang noch tut. Darüber hinaus will der Konzern nicht mehr, dass Waffen offen in seinen Geschäften getragen werden.

Walmart steht wegen seiner Waffenverkäufe seit langem in der Kritik. Vor rund einem Monat war es in einer Filiale im texanischen El Paso zu einem Massaker gekommen, bei dem 22 Menschen starben. Wenige Tage zuvor hatte es bereits zwei Tote bei Schüssen in einem Walmart in der Stadt Southaven in Mississippi gegeben. McMillon bezeichnete die Vorfälle als "entsetzliche Ereignisse", nach denen das Unternehmen nie mehr dasselbe sein könne. "Es ist klar, dass der Status quo nicht mehr hinnehmbar ist". Künftig werde das Waffenangebot noch stärker auf Jagd- und Sportschützen-Bedarf zugeschnitten.

Der frühere US-Vizepräsident und aktuelle demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden begrüßte die Ankündigung Walmarts, mahnte aber, es müsse weit mehr passieren, um etwas gegen die Waffengewalt im Land zu tun.

@ dpa.de