Internet, Software

WASHINGTON - Die US-Regierung geht mit Sanktionen und juristischen Schritten gegen aus dem Iran gesteuerte Cyberkriminalität vor.

14.09.2022 - 19:25:25

Cyberangriffe aus dem Iran - US-Regierung verhängt Sanktionen. So hat die US-Justiz wegen Hackerattacken auf kritische Infrastruktur Ermittlungen gegen drei Iraner eingeleitet und diese angeklagt, wie das Justizministerium am Mittwoch mitteilte. Ihnen wird vorgeworfen, Hunderte von Opfern in den USA und anderen Ländern wie Großbritannien, Israel oder dem Iran selbst ins Visier genommen und erpresst zu haben.

Unter den Opfern in den USA waren demnach etwa regionale Stromversorgungsunternehmen, eine öffentliche Wohnungsbaugesellschaft und ein Heim für Opfer häuslicher Gewalt. Die iranische Regierung habe einen sicheren Hafen für derartige Verbrechen geschaffen, so das Ministerium. Die Justiz geht davon aus, dass die Iraner sich im Ausland aufhalten.

Gleichzeitig verhängte die US-Regierung Sanktionen gegen zehn Personen und zwei Einrichtungen im Iran wegen ihrer Rolle bei der Durchführung bösartiger Cyberangriffe, wie das US-Finanzministerium erklärte. Die Gruppe habe Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden, hieß es. In den USA stehen die Revolutionsgarden auf einer Liste von Terrororganisationen.

Die Cyberkriminellen sollen es besonders auf das Verteidigungs-, Diplomaten- und Regierungspersonal der USA und des Nahen Ostens sowie auf private Branchen wie Medien, Energie, Unternehmensdienstleistungen und Telekommunikation abgesehen haben. Etwaiger Besitz der Betroffenen in den USA wird nun eingefroren, US-Staatsbürgern werden Geschäfte mit ihnen untersagt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Nato-Chef: Scheinreferenden verstoßen gegen internationales Recht. "Die von Russland abgehaltenen Scheinreferenden haben keine Legitimität und sind ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht", schrieb er am Dienstag auf Twitter nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. "Diese Gebiete gehören zur Ukraine." Stoltenberg habe erneut deutlich gemacht, dass die Nato-Alliierten die Souveränität der Ukraine und ihr Recht auf Selbstverteidigung uneingeschränkt unterstützten. BRÜSSEL - Die von Russland abgehaltenen Abstimmungen über eine Annexion mehrerer ukrainischer Gebiete stellen nach Ansicht von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg einen dreisten Verstoß gegen internationales Recht dar. (Wirtschaft, 27.09.2022 - 20:07) weiterlesen...

Habeck rechnet mit Atomkraft-Weiterbetrieb bis April 2023. Das erklärte der Minister am Dienstagabend in Berlin. Stand heute gehe sein Ministerium davon aus, dass man die "Reserve" ziehen werde und die Atomkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim im ersten Quartal 2023 weiter am Netz sein werden. BERLIN - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) erwartet einen Weiterbetrieb von zwei Atomkraftwerken in Deutschland über das Jahresende hinaus. (Boerse, 27.09.2022 - 19:53) weiterlesen...

Lettland verhängt Ausnahmezustand in Grenzregion zu Russland. Die Regelung ermöglicht den Zugriff auf zusätzliche Ressourcen zum Schutz der Grenze, falls mehr Menschen von russischer Seite versuchen sollten, nach Lettland einzureisen. Auch könnten damit Kontrollen schneller organisiert werden. RIGA - Lettland hat angesichts der russischen Teilmobilisierung im Krieg gegen die Ukraine den Ausnahmezustand in der Grenzregion zu Russland verhängt. (Wirtschaft, 27.09.2022 - 19:51) weiterlesen...

Sabotage-Verdacht nach Lecks in Nord-Stream-Leitungen. In Polen, Russland und Dänemark wird ein gezielter Anschlag auf die europäische Gasinfrastruktur als Ursache für die als beispiellos geltenden Schäden an beiden Pipelines für denkbar gehalten. Auch aus Sicht deutscher Sicherheitskreise spricht vieles für Sabotage. Sollte es sich um einen Anschlag handeln, würde angesichts des Aufwands nur ein staatlicher Akteur infrage kommen, hieß es am Dienstag. Zwar wird aktuell durch keine der Pipelines Gas geliefert, der Gaspreis stieg angesichts der Verunsicherung aber. Am Montag war in den Leitungen von Russland nach Deutschland ein plötzlicher Druckabfall beobachtet worden. BERLIN/KOPENHAGEN - Nach gleich drei Lecks in nur kurzer Zeit an den Ostsee-Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 wird ein Sabotageakt nicht ausgeschlossen. (Boerse, 27.09.2022 - 19:41) weiterlesen...

FDP reichen Ankündigungen Habecks zu Atomkraftwerken nicht aus BERLIN - Der FDP reichen die Ankündigungen von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) über einen Weiterbetrieb von zwei Atomkraftwerken im ersten Quartal 2023 nicht aus. (Boerse, 27.09.2022 - 19:37) weiterlesen...

Lecks in Nord-Stream-Pipelines: Nato beobachtet Situation. "Das ist etwas, das wir sehr genau beobachten", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zu den Berichten über die Lecks am Dienstag. Man sei in engem Kontakt mit den Nato-Alliierten sowie Schweden, das Nato-Mitglied werden will. Es sei wichtig, dass alle Fakten auf den Tisch kämen, sagte der norwegische Politiker bei einem Treffen mit der Sozialdemokratischen Fraktion im EU-Parlament. BRÜSSEL - Auch die Nato hat ein Auge auf die Lage in der Ostsee geworfen, nachdem aufgrund von drei Lecks an den Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 der Verdacht von Sabotage geäußert wurde. (Boerse, 27.09.2022 - 19:31) weiterlesen...