Produktion, Absatz

WASHINGTON - Die meisten der in Deutschland angebotenen Corona-Schnelltests sind nach Einschätzung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) auch zum Nachweis der neuen Omikron-Variante geeignet.

31.12.2021 - 09:15:00

PEI mit erster positiver Einschätzung zu Schnelltests bei Omikron. Davon sei "auf der Grundlage der aktuellen Datenlage auszugehen", schreibt das PEI auf seiner Internetseite.

Bis Mitte Dezember hätten insgesamt 245 verschiedene sogenannte Antigentests ein allgemeines Prüfverfahren durch ein PEI-Labor durchlaufen, 199 hätten die Untersuchung bestanden. Von diesen 199 könnten wiederum die allermeisten eine Omikron-Infektion nachweisen. Der Grund: Die große Mehrheit der in Deutschland angebotenen Tests schlage auf ein Protein des Virus an, dass von den Omikron-Mutationen vergleichsweise wenig betroffen sei.

Das PEI schränkt aber ein: "Für eine endgültige, qualitative und quantitative Aussage sind allerdings weitere Untersuchungen, insbesondere Vergleichsstudien mit Proben von Omikron-infizierten Personen erforderlich."

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte zuvor mitgeteilt, dass vorläufige Daten einer Studie mit Lebendviren von Patienten darauf hindeuteten, "dass Antigentests die Omikron-Variante erkennen, aber möglicherweise eine verringerte Sensitivität aufweisen." Eine verringerte Sensitivität bedeutet, dass weniger Infektionen tatsächlich erkannt werden.

Die FDA betonte dabei, dass die Untersuchungen weitergingen und noch kein abschließendes Ergebnis vorliege. Die Behörde verwies außerdem darauf, dass es bereits Untersuchungen mit Proben gegeben habe, die durch Erhitzung unschädlich gemacht wurden. Bei dieser Studie hätten die Schnelltests Omikron mit ähnlicher Leistung erkannt wie andere Varianten. Versuche mit Lebendviren seien aber die beste Option, um die Eignung von Tests bestimmen zu können.

Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Main, verwies auf einen Preprint zu einer Studie aus Genf, welche die Sensitivität von Schnelltests bei der Omikronvariante untersucht hat. Es seien gängige Antigenschnelltests verglichen worden. "Prinzipiell waren alle untersuchten Antigentests in der Lage, die Omikron Variante zu detektieren. Einige der Tests schnitten jedoch bei der Omikron-Variante etwas schlechter ab."

Ein Grund für das schlechtere Ergebnis könnte sein, dass Mutationen im sogenannten Nukleokapsid des Virus den Antigenschnelltest beeinflussen, sagte Ciesek der Deutschen Presse-Agentur. "Einschränkend ist zu sagen, dass diese Studie mit kultivierten Viren aus dem Labor durchgeführt wurde und nicht mit Abstrichen von Patienten". Inwieweit diese Ergebnisse also übertragbar sind, sei derzeit noch unklar.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Nord Stream 2: Auch für SPD-Spitze 'alle Optionen auf dem Tisch'. Der Parteivorsitzende Lars Klingbeil machte am Samstag am Rande einer Klausurtagung des SPD-Präsidiums deutlich, dass dazu auch Konsequenzen für die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 gehören. "Wenn es zu einer weiteren Eskalation seitens Russlands kommt, dann liegen alle Optionen auf dem Tisch", sagte er. "Wenn alle Optionen auf dem Tisch liegen, dann liegen wenige bis gar keine daneben. BERLIN - Die SPD-Spitze hat sich hinter die Position von Bundeskanzler Olaf Scholz gestellt, dass im Fall eines russischen Einmarschs in die Ukraine alle Sanktionsmöglichkeiten auf dem Tisch liegen. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 18:01) weiterlesen...

Handel für Aufhebung von Lieferbeschränkungen und Sonntagsfahrverbot. So sollten nach Ansicht des Handelsverbands Deutschland (HDE) das Verbot von nächtlichen Lieferungen in Innenstädten und das Sonntagsfahrverbot für Lkw vorübergehend aufgehoben werden. "Die nächtlichen Einfahrverbote für Lkw in viele Städte stehen einer Belieferung der Filialen des Handels entgegen", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Daher sollten diese nächtlichen Anlieferbeschränkungen aufgehoben werden, zumindest solange eine angespannte Lage in den Lieferketten bestehe. BERLIN - Der Einzelhandel befürchtet in der Omikron-Welle Engpässe bei der Warenversorgung und spricht sich für eine Aussetzung von Lieferbeschränkungen aus. (Boerse, 22.01.2022 - 15:53) weiterlesen...

WDH: Britische Wirtschaft fordert Hilfe wegen steigender Energiepreise (Am Ende des 1. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 15:39) weiterlesen...

Mobilfunk-Masten erst bauen, dann genehmigen? Städtetag ist dagegen. Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas hatte sich in der "Süddeutschen Zeitung" für die Devise "Erst bauen, dann genehmigen" ausgesprochen - durch eine entsprechende Regeländerung könnte beim Netzausbau viel mehr Tempo gemacht werden, so der Manager. EU-Staaten wie Spanien gingen bereits so vor. Helmut Dedy vom Deutschen Städtetag äußerte hingegen Kritik. "Mit dem Motto "Erst bauen, dann genehmigen" kommen wir nicht schneller voran", sagte Dedy der dpa. BERLIN - In der Diskussion um einen beschleunigten Mobilfunk-Ausbau warnt der Deutsche Städtetag vor falschen Schlüssen. (Boerse, 22.01.2022 - 15:32) weiterlesen...

Tourismusbranche fordert vor Corona-Beratungen klare Regeln. "Wir müssen zurück zu klaren, verständlichen und nachvollziehbaren Regeln. Sie sind jetzt das Gebot der Stunde", sagte der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), Reinhard Meyer, der Deutschen Presse-Agentur. BERLIN - Vor den Spitzenberatungen von Bund und Ländern über Corona an diesem Montag fordert die Tourismuswirtschaft eine klare und einheitliche Linie für die Branche. (Boerse, 22.01.2022 - 15:31) weiterlesen...

Britische Wirtschaft fordert Hilfe wegen steigender Energiepreise. In einem Brief an Finanzminister Rishi Sunak forderten die British Chambers of Commerce (BCC), die Confederation of British Industry (BCI) und drei weitere Verbände diesen am Freitagabend auf, entschieden einzugreifen und die Wirtschaft zu stützen. "Andernfalls drohen Jahre mit höheren Rechnungen, steigender Inflation und einer weiteren Steigerungen der Geschäftskosten." Ohne staatliche Hilfe müssten Unternehmen die höheren Kosten an ihre Kunden weitergeben. LONDON - Mehrere britische Wirtschaftsverbände haben wegen stark steigender Energiepreise Unterstützung von der Regierung gefordert. (Boerse, 22.01.2022 - 15:31) weiterlesen...