Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

BOEING CO, US0970231058

WASHINGTON - Boeings Unglücksflieger 737 Max darf nach mehr als anderthalb Jahren Startverbot wieder abheben.

18.11.2020 - 13:26:00

US-Flugaufsicht hebt Startverbot für Boeings Unglücksjet 737 Max auf. Voraussetzung dafür ist unter anderem die Installation einer neuen Steuerungssoftware an den Flugzeugen, wie die US-Flugaufsicht FAA am Mittwoch in Washington mitteilte. Die Boeing-Aktie reagierte vorbörslich mit einem Kurssprung von knapp sechs Prozent auf die Nachrichten.

konnte die 737 Max - sein bis zu den Abstürzen bestverkauftes Modell - wegen der Flugverbote seit Frühjahr 2019 nicht mehr ausliefern. Zahlreiche Kunden stornierten ihre Bestellungen, Boeing entstanden etliche Milliarden an Kosten. In den drei Monaten bis Ende September fiel bei dem Konzern bereits der vierte Quartalsverlust in Folge an.

Zu der Krise um den Unglücksflieger kam in diesem Jahr der Geschäftseinbruch durch die Corona-Pandemie hinzu. Der Konzern reagiert auf die klamme Finanzlage mit drastischen Sparmaßnahmen und will seine Mitarbeiterzahl bis Ende 2021 auf rund 130 000 senken. Zum Vergleich: Anfang 2020 hatte Boeing noch etwa 160 000 Beschäftigte.

Auch wenn die Wiederzulassung der 737 Max für Boeing eine große Erleichterung ist, blickt der US-Flugzeugriese weiter äußerst schwierigen Zeiten entgegen. Die Corona-Pandemie, die weite Teile des Luftverkehrs lahmgelegt und viele Fluggesellschaften in Finanznot gebracht hat, dürfte noch deutlich länger belasten. Der Konzern rechnet mit einer Durststrecke, die die Nachfrage nach Flugzeugen dauerhaft dämpfen wird. Boeing geht davon aus, dass es etwa drei Jahre dauern wird, um das Niveau von 2019 wieder zu erreichen. Bis die Luftfahrtbranche zu ihrem langfristigen Wachstumstrend zurückkehre, dürften fünf oder sogar mehr Jahre vergehen.

@ dpa.de