Ernährung, Chemie

WARSCHAU - Das Fischsterben in der Oder ist nach Aussage von Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki offenbar durch die Einleitung von Chemie-Abfällen ausgelöst worden.

12.08.2022 - 17:05:30

Polens Regierung: Wohl große Mengen von Chemie-Abfällen in der Oder. "Es ist wahrscheinlich, dass eine riesige Menge an chemischen Abfällen in den Fluss gekippt wurde, und das in voller Kenntnis der Risiken und Folgen", sagte Morawiecki in einer am Freitag auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft.

Morawiecki betonte, alle zuständigen Behörden seien in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Jeden Tag werde Wasser aus dem Fluss entnommen, auch das Veterinäramt und die Gesundheitsbehörde seien mit einbezogen. "Die wichtigste Aufgabe ist es aber jetzt, den Täter, den Giftmischer zu finden." Dies sei kein gewöhnliches Verbrechen, da der Schaden auf Jahre bleiben könne, so Polens Regierungschef weiter. "Wir werden nicht ruhen, bis die Schuldigen hart bestraft sind."

Das Fischsterben in der Oder beunruhigt seit Tagen die Menschen, die in Polen und Deutschland an dem Fluss leben. Tausende tote Fische wurden entdeckt, ein Teil davon auf Höhe der Stadt Frankfurt (Oder) und umliegender Orte. Nach Angaben der polnischen Wasserbehörde sind zehn Tonnen verendeter Fisch geborgen worden. "Man möchte vor Wut nur schreien", schrieb Morawiecki auf Facebook. Allerdings gibt es in Polen wie in Deutschland viel Kritik am Umgang seiner Regierung und der polnischen Behörden mit der Situation.

Die Ursache des Fischsterbens ist noch ungeklärt. Nach Aussage von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) wurde in Deutschland ein erhöhter Quecksilbergehalt in Wasserproben festgestellt. Allerdings sei nicht klar, ob das Quecksilber für das Massensterben der Fische verantwortlich ist.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

USA stellen 327 Millionen US-Dollar Hilfe für Afghanistan bereit. Mit dem Geld sollen humanitäre Organisationen unterstützt sowie Soforthilfen finanziert werden - etwa in Form von Bargeld, Medikamenten und der Bereitstellung von Unterkünften. Auch geflüchtete Afghanen in den Nachbarländern sollen von den Hilfen profitieren. Seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021 haben die USA damit den Angaben zufolge 1,1 Milliarden US-Dollar für humanitäre Hilfe in der Region bereitgestellt. WASHINGTON - Angesichts einer humanitären Krise in Afghanistan haben die USA zusätzliche Hilfen von fast 327 Millionen US-Dollar (332 Millionen Euro) angekündigt. (Wirtschaft, 23.09.2022 - 21:33) weiterlesen...

Erneuter 'Artemis'-Startversuch am Dienstag - düstere Wetterprognose. Aufgrund eines herannahenden Wirbelsturms liege die Chance darauf, dass die Wetterbedingungen einen Start zuließen, derzeit bei nur 20 Prozent, teilte die Nasa bei einer Pressekonferenz am Freitagabend mit. CAPE CANAVERAL - Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will vorerst an einem weiteren Startversuch am Dienstag für die problemgeplagte Mondmission "Artemis" festhalten - allerdings könnte das Wetter eine weitere Verschiebung notwendig machen. (Boerse, 23.09.2022 - 21:21) weiterlesen...

Monopolkommission: Uniper-Verstaatlichung keine langfristige Lösung. Angesichts der allgemeinen Lage sei die Verstaatlichung zwar "politisch nachvollziehbar", sagte der Vorsitzende der Monopolkommission, Jürgen Kühling, der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe). Doch er warnte davor, dass der Schritt keine langfristige Lösung sein dürfe. "Wir müssen dann wieder zurück zum Wettbewerb kommen. BERLIN - Ein Beratergremium der Bundesregierung sieht in der geplanten Verstaatlichung des Gasimporteurs Uniper auf Dauer eine Gefahr für den Wettbewerb. (Boerse, 23.09.2022 - 20:20) weiterlesen...

G7 verurteilen russische Scheinreferenden und Teilmobilisierung. Zudem drückten sie ihr Bedauern über die Teilmobilisierung der Streitkräfte in Russland aus. Die Scheinreferenden dienten als "falscher Vorwand", um den Status von souveränem ukrainischem Territorium zu verändern, das russischer Aggression zum Opfer gefallen sei, erklärten sie am Freitag. "Diese Aktionen sind ein klarer Bruch der Charta der Vereinten Nationen und des internationalen Rechts", hieß es weiter. BERLIN - Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden demokratischen Wirtschaftsmächte (G7) haben die Scheinreferenden in den russisch besetzten Gebieten in der Ukraine aufs Schärfste verurteilt. (Wirtschaft, 23.09.2022 - 20:15) weiterlesen...

Amerikanische IT-Firmen sollen Internetzugang im Iran verbessern. Amerikanischen IT-Firmen sei es künftig erlaubt, ihre Geschäftstätigkeit im Iran auszuweiten, teilte das Finanzministerium am Freitag in Washington mit. Dafür seien bestehende Beschränkungen teilweise aufgehoben worden. Eine aktualisierte Genehmigung ermöglicht es den Firmen demnach, im Iran wieder mehr Online-Dienste anzubieten - darunter zum Beispiel Soziale Medien, Videokonferenzsoftware und Cloud-Dienste. WASHINGTON - Die US-Regierung will den Menschen im Iran besseren Zugang zum Internet und zu unabhängigen Nachrichten ermöglichen. (Boerse, 23.09.2022 - 19:37) weiterlesen...

'SZ': Bahn informierte Ministerium 2020 über Problem bei Münchner Stammstrecke. MÜNCHEN - Nicht nur höhere Kosten beim Bau der zweiten Münchner S-Bahn-Stammstrecke, sondern auch eine Bauzeitverlängerung um Jahre hat sich einem Medienbericht zufolge bereits 2020 abgezeichnet. Die Deutsche Bahn habe dem bayerischen Verkehrsministerium bei einem Gespräch am 25. September 2020 auf 32 Seiten präsentiert, wie schlecht es um das Projekt stehe, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Samstag). Es drohe eine Verzögerung um sechs Jahre bis 2034; die Bahn habe Gegenmaßnahmen empfohlen. 'SZ': Bahn informierte Ministerium 2020 über Problem bei Münchner Stammstrecke (Boerse, 23.09.2022 - 19:24) weiterlesen...