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SAP SE, DE0007164600

WALLDORF - Europas größter Softwarehersteller SAP macht bei der Umstellung seiner Kernprogramme auf den Zugriff über das Internet Fortschritte.

22.04.2021 - 09:51:00

SAP verzeichnet mit Kernprogrammen in der Cloud kräftiges Wachstum. Die Erlöse des Softwarepakets S4 Hana in der Version zur Nutzung über das Netz kletterten im ersten Quartal im Jahresvergleich um 36 Prozent auf 227 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Walldorf mitteilte. Der Auftragsbestand - also die zu erwartenden Einnahmen über zwölf Monate aus abgeschlossenen Verträgen - wuchsen um 39 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro. Dabei bremste der starke Euro den Anstieg noch etwas ab.

und Oracle zu rüsten, war Klein auch bereit, den Investoren vergangenen Herbst eine schmerzhafte Kappung der Mittelfristprognosen zu servieren. Die Aktie stürzte damals an einem Tag um über ein Fünftel ab, SAP verlor fast 34 Milliarden Euro an Börsenwert.

Klein nimmt nämlich in Kauf, dass das operative Ergebnis in diesem und dem kommenden Jahr wegen der zusätzlichen Investitionen in die Cloudgeschäfte sinkt. Die zuvor versprochene und von Profiinvestoren seit Jahren geforderte deutliche Margensteigerung soll nun erst später kommen. Klein hat sich vorgenommen, die Cloudumsätze bis 2025 auf über 22 Milliarden Euro zu steigern nach 8,1 Milliarden 2020. Dazu hat SAP die Berliner Firma Signavio übernommen, die Geschäftsprozesse von Kunden analysiert und verbessern soll.

Die bereits bekannten vorläufigen Zahlen zum ersten Quartal und die mit den Zahlen vergangene Woche leicht angehobene Prognose für 2021 bestätigte der Konzern. Der Umsatz war vor allem wegen Währungseffekten um drei Prozent auf 6,35 Milliarden Euro gesunken. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis legte hingegen unter anderem dank der geringeren Reisekosten, aber auch wegen des besseren Abschneidens der lukrativen Lizenzverkäufe um 17 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro zu. Vor einem Jahr hatte die aufziehende Corona-Pandemie dem Konzern bei den Lizenzen einen heftigen Rücksetzer eingebrockt.

Beim bereinigten operativen Ergebnis rechnet SAP unter anderem die Kosten für das aktienbasierte Vergütungsprogramm von Mitarbeitern und Management heraus, die vor allem wegen des erfolgten Börsengangs der US-Tochter Qualtrics deutlich von 93 Millionen Euro vor einem Jahr auf 472 Millionen zunahmen. SAP geht hier nun auch im Gesamtjahr von höheren Aufwendungen aus und schätzt diese auf 2,3 bis 2,8 Milliarden Euro - zuletzt hatte das Unternehmen hier 2,0 bis 2,5 Milliarden veranschlagt.

Beim Nettogewinn für das erste Quartal hatte Finanzchef Luka Mucic aber dennoch einen deutlichen Anstieg um 32 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro präsentiert. Die Unternehmensbeteiligungen steuerten im Finanzergebnis einen Bewertungsertrag von 369 Millionen Euro bei - ohne diesen wäre der Hewinn leicht zurückgegangen. SAP investiert mit seiner Beteiligungsholding Sapphire Ventures vor allem in Tech-Start-Ups und konnte von deren gestiegenem Wert profitieren.

@ dpa.de