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Vonovia will Immobilienkonzern Buwog schlucken - Mehr Wohnungsbau

18.12.2017 - 12:24:24

entstanden war, verwaltet rund 350 000 Wohnungen. Buwog kommt auf 49 000 Einheiten, davon gut die Hälfte in Deutschland, etwa in Berlin und Hamburg. In Österreich ist Buwog etwa in Wien, Graz, Klagenfurt, Salzburg und Villach vertreten. Vonovia hat in diesem Jahr bereits den österreichischen Immobilienkonzern Conwert mit 24 500 Wohnungen übernommen.

Die Chefs von Vonovia und Buwog warben für den Zusammenschluss. Die Übernahme biete "deutliche Vorteile für Mieter und Aktionäre", sagte Buch. Er erwartet, dass die gemeinsame Bewirtschaftung der Immobilien Kostenvorteile von rund 30 Millionen Euro pro Jahr bringt, die im Wesentlichen bis Ende 2019 erreicht werden könnten. Bei Vonovia soll sich dies auch positiv auf das operative Ergebnis (Funds from Operations - FFO 1) auswirken. Die Mieter könnten von Kostenvorteilen bei der Modernisierung ihrer Wohnungen profitieren, sagte Buch. Buwog-Chef Daniel Riedl sieht das Wiener Unternehmen durch die Vonovia-Offerte angemessen bewertet.

Bei Vonovia soll der Zukauf auch einen Schub bei der Immobilienentwicklung auslösen. Statt 2000 Wohneinheiten pro Jahr werde der Konzern künftig etwa 4000 neue Wohnungen errichten, kündigte Buch mit Blick auf die Wohnungsknappheit in vielen Städten an. Laut Riedl sind für die kommenden Jahre 10 000 Einheiten geplant, die sich auf Berlin, Hamburg und Wien verteilen. Zwei Drittel sollen als Eigentumswohnungen verkauft werden, ein Drittel will der Konzern vermieten.

Buwog-Manager sollen auch im fusionierten Unternehmen wichtige Positionen einnehmen. So soll Riedl im Vonovia-Vorstand für Österreich und Immobilienentwicklung verantwortlich sein. Der Chef des Buwog-Tagesgeschäfts, Herwig Teufelsdorfer, soll weiter den Betrieb in Österreich verantworten. Buwog-Aufsichtsratschef Vitus Eckert soll für den Vonovia-Aufsichtsrat kandidieren. Finanzchef Andreas Segal soll das Unternehmen hingegen im zweiten Halbjahr 2018 verlassen.

Von Wien aus sollen künftig die gesamten Immobilien des Konzerns in Österreich verwaltet werden. Der Name Buwog soll dort erhalten bleiben - ein Name, dessen Bekanntheit "gerade wieder durch ein Gerichtsverfahren unterstützt wird", wie Riedl anmerkte. Derzeit steht Österreichs Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser wegen Untreue- und Korruptionsvorwürfen in Zusammenhang mit der Buwog-Privatisierung von 2006 vor Gericht. Grasser selbst bestreitet die Vorwürfe.

@ dpa.de

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