Voestalpine Aktie: 100 Prozent Anstieg vom Jahrestief
09.06.2026 - 04:15:01 | boerse-global.de
Nach einer Verdopplung des Kurses innerhalb eines Jahres gerät die Voestalpine Aktie ins Stocken. UBS und Morgan Stanley haben das Papier zuletzt herabgestuft — und rücken damit eine wichtige Chartmarke in den Blickpunkt.
Der 50-Tage-Schnitt als Schlüsselzone
Der Schlusskurs von 45,86 Euro liegt noch klar über dem 200-Tage-Durchschnitt bei 38,63 Euro. Der langfristige Aufwärtstrend ist also intakt. Kurzfristig wird die Luft jedoch dünner.
Der 50-Tage-Durchschnitt bei 43,71 Euro ist nur noch knapp fünf Prozent entfernt. Fällt der Kurs unter diese Marke, droht ein technisches Verkaufssignal. Der nächste Halt wäre dann der 100-Tage-Schnitt bei 42,96 Euro.
Nach oben blockiert das Februar-Hoch bei 49,22 Euro. Rund sieben Prozent fehlen bis dorthin. Solange dieser Widerstand nicht fällt, bleibt das Aufwärtspotenzial begrenzt.
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Bewertung ausgereizt, Zölle als Rückenwind
UBS begründet die Herabstufung auf „neutral" damit, dass die Rallye die Bewertung weitgehend ausgeschöpft hat. Vom Jahrestief bei 22,20 Euro hat die Aktie mehr als 100 Prozent zugelegt. Kein Wunder, dass Großbanken nun auf die Bremse treten.
Der RSI liegt bei 50,5 — neutral, weder überkauft noch überverkauft. Die 30-Tage-Volatilität von annualisierten 40,62 Prozent zeigt aber, dass der Markt nervös bleibt.
Politisch könnte Unterstützung kommen. Der EU-Rat hat schärfere Zollregeln für Stahlimporte beschlossen, die ab Juli gelten sollen. Zollfreie Importmengen sinken um 47 Prozent, Strafzölle steigen auf 50 Prozent. Das dürfte den europäischen Stahlmarkt stützen — und damit auch Voestalpine.
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Was jetzt zählt
Die Aktie hat seit Jahresbeginn fast 19 Prozent gewonnen. Diesen Vorsprung zu verteidigen hängt vor allem von der 43,71-Euro-Marke ab. Hält der 50-Tage-Schnitt als Unterstützung, bleibt der Aufwärtstrend strukturell intakt. Ein Ausbruch über 49,22 Euro hingegen würde den Weg für neue Hochs öffnen — und die Herabstufungen der Banken schnell in Frage stellen.
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