Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

INFINEON TECHNOLOGIES AG, DE0006231004

VILLACH - Der Chipkonzern Infineon erhofft sich von der Inbetriebnahme seines neuen Halbleiterwerks in Villach zusätzliche Umsätze in Milliardenhöhe.

17.09.2021 - 13:18:00

Infineon verspricht sich mehr Umsatz von neuer Fabrik in Villach. Rund zwei Milliarden Euro pro Jahr wolle das Unternehmen dank der neuen Fabrik zusätzlich erlösen, hieß es in einer Mitteilung zur Eröffnung des Werks am Freitag. Das ist etwas mehr als bisher geplant. Zunächst hatte Infineon mit 200 Millionen weniger gerechnet. Vorstandsmitglied Jochen Hanebeck zufolge soll die Volllast des Werkes in vier bis fünf Jahren erreicht werden.

Die Werkseröffnung kommt für Infineon zu einem günstigen Zeitpunkt, denn weltweit herrscht derzeit Chipmangel. "Das Timing könnte nicht besser sein, es ist perfekt, die Kunden reißen uns die Chips aus der Hand", sagte Hanebeck.

Konzernchef Reinhard Ploss betonte aber, dass Infineon die Situation nicht ausnutzen werde, um Preise unangemessen anzuheben. Man sei ein verlässlicher Partnern - und es sei ein Vorteil, wenn Kunden wüssten, dass sie auch morgen noch beliefert werden. Insgesamt erwartet Ploss im Halbleitermarkt aber steigende Preise, auch weil Auftragsfertiger und Zulieferer teurer würden.

Auch in den kommenden Jahren geht der Infineon-Chef von Wachstum aus: "Angesichts der beschleunigten Elektrifizierung und Digitalisierung erwarten wir, dass der Bedarf nach Leistungshalbleitern in den kommenden Jahren weiter zunimmt", sagte er. Davon dürfte Infineon auch langfristig profitieren: "Die Märkte boomen."

Insgesamt lässt Infineon sich das Werk in Villach 1,6 Milliarden Euro kosten - das beinhaltet aber auch noch den weiteren Ausbau der Produktionsanlagen in den kommenden Jahren. Die Chips sollen in der ersten Ausbaustufe vor allem die Nachfrage der Automobilindustrie, im Bereich von Rechenzentren und der erneuerbaren Energiegewinnung aus Solar- und Windkraft decken.

@ dpa.de