Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Transport, Verkehr

'UK' statt 'GB' auf britischen Autos

20.09.2021 - 08:10:31

'UK' statt 'GB' auf britischen Autos. LONDON - Es sind nur zwei Buchstaben, aber sie bringen viele britische Autofahrer aus der Spur: Künftig müssen Wagen für die Fahrt ins Ausland auf der Rückseite einen Aufkleber mit der Aufschrift "UK" tragen. Das bisherige "GB" ist dann vom 28. September an allein nicht mehr gültig, wie das Verkehrsministerium in London betont, in diesem Fall ist ein zusätzlicher "UK"-Sticker nötig. Möglich macht dies, so sagt die Regierung, der Brexit.

"Die Änderung der nationalen Kennung von "GB" zu "UK" symbolisiert unsere Einheit als Nation und ist Teil eines umfassenderen Schrittes zur Verwendung des "UK"-Symbols in der gesamten Regierung", begründete das Ministerium das Vorgehen. Die Vereinten Nationen seien informiert. Unterstützer betonen, dass sich nun auch endlich die Menschen in Nordirland angesprochen fühlten. Die britische Provinz gehört nicht zu Großbritannien, wohl aber zum Vereinigten Königreich.

Traditionalisten auf der Insel reagierten allerdings empört auf die Änderungen. "Es ist Zeitverschwendung, Geldverschwendung, und ich weiß nicht, warum wir uns überhaupt darum kümmern", sagte der konservative Abgeordnete Ian Liddell-Grainger nach der Bekanntgabe der Zeitung "Daily Mail". "Es wirkt außerdem wie ein Schlag ins Gesicht für die Menschen, die stolz sind auf Großbritannien."

Der Präsident der Automobile Association (AA), dem britischen Pendant zum ADAC, Edmund King, kritisierte, mit "GB" verschwinde ein Symbol des Landes. Es gebe viele Oldtimer, die integrierte oder eingearbeitete "GB"-Metallschilder auf der Rückseite haben. "Nun müssen sie einen geschmacklosen "UK"-Plastiksticker daneben kleben", kritisierte King in der konservativen Zeitung "Daily Telegraph". Damit ginge ein "weiteres Element des britischen Kraftfahrzeugwesens" verloren: der berühmte "GB"-Aufkleber. Gegen den Protest von Traditionalisten und AA waren 2014 bereits die runden Steuerplaketten auf der Frontscheibe nach fast 100 Jahren zugunsten eines digitalen Systems abgeschafft worden.

Interessant ist der Schritt auch, weil die Regierung von Premier Boris Johnson zuletzt mit anderen Entscheidungen auf die Gefühle traditionell eingestellter Briten einging. So wurden mehrere als starr und unsinnig eingeschätzte EU-Regeln abgeschafft, die London zunächst weitergeführt hatte. Künftig dürfen Lebensmittelhändler wieder imperiale Maßeinheiten wie Unzen und Pfund als Angabe von Gewichten nutzen. Bier trinkende Brexit-Unterstützer freuen sich zudem darüber, dass die "Crown Stamp" als Zeichen für die korrekte Eichung auf die Pint-Biergläser zurückkehren darf.

Die Regierung verteidigte ihre Entscheidung. Aus dem Verkehrsministerium hieß es, die Mehrheit der britischen Autos habe bisher ohnehin keinen nationalen Identitätsnachweis. Innerhalb Großbritanniens ist kein Nationalitätskennzeichen nötig. Einige sind auch nur mit schottischen oder walisischen Abkürzungen oder Symbolen unterwegs. Die Fahrer müssten also ohnehin einen Sticker kaufen für Fahrten ins Ausland, hieß es aus dem Ministerium. Die "UK"-Sticker können online bestellt sowie in Postämtern und Werkstätten gekauft werden und kosten je 1,50 Pfund (ca 1,75 Euro).

@ dpa.de

Weitere Meldungen

UN-Klimachefin warnt vor Scheitern der Weltklimakonferenz in Glasgow. Beim Bewältigen der Klimakrise gehe es darum, die Stabilität aller Staaten zu bewahren, sagte Espinosa dem britischen "Observer" (Sonntag). LONDON/GLASGOW - Die UN-Klimachefin Patricia Espinosa hat eine Woche vor Beginn der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow vor einem Scheitern des Treffens gewarnt. (Wirtschaft, 24.10.2021 - 19:15) weiterlesen...

Kriselnde Bank Monte dei Paschi: Gespräche zwischen Italien/Unicredit scheitern. Trotz Bemühungen beider Seiten würden die Verhandlungen nicht fortgeführt, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten Stellungnahme. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen berichtet, die Gespräche seien wegen Unstimmigkeiten über eine weitere Kapitalspritze für Monte dei Paschi sowie über die Geschäfte, die auf Unicredit übertragen werden sollen, gescheitert. ROM - Die Verhandlungen zwischen der italienischen Regierung und der Unicredit über einen Verkauf der angeschlagenen Monte dei Paschi di Siena sind gescheitert. (Boerse, 24.10.2021 - 19:13) weiterlesen...

Kretschmer fordert Vertragstreue beim Kohleausstieg. "Wir haben spezielle Interessen in Mitteldeutschland, dass die Arbeitsplätze nicht einfach verloren gehen und wir einen Schock in der Region bekommen", sagte er am Sonntag "MDR Aktuell". Zudem brauche Deutschland eine tragfähige Energieversorgung. BERLIN - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) fordert die neue Bundesregierung zu Vertragstreue beim Kohleausstieg auf. (Wirtschaft, 24.10.2021 - 17:00) weiterlesen...

IG BCE sieht bei Energiewende neue Bundesregierung in der Pflicht. "Es geht nicht mehr um das "Ob", aber ganz besonders um das "Wie" dieser Energiewende und Transformation", sagte IG-BCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis zur Eröffnung des Kongresses am Sonntag. Man habe keinen Puffer mehr, um Dinge wie technische Neuerungen in die Zukunft zu verschieben. Veränderungen wolle die Gewerkschaft gerne annehmen, es gebe aber immer noch viele offene Fragen zu Themen wie der Energieversorgung, den Energiepreisen oder der Energiesicherheit. "All das muss die neue Regierung jetzt auch an die Bevölkerung richten und vor allen Dingen Geld zur Verfügung stellen, damit das auch passiert", so Vassiliadis weiter. HANNOVER - Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) hat zum Auftakt ihres Kongresses in Hannover für die kommende Energiewende in der Industrie klare Forderungen an die künftige Bundesregierung gerichtet. (Wirtschaft, 24.10.2021 - 16:14) weiterlesen...

Bei Einreise nach England nur noch Schnelltest notwendig. Statt eines teuren PCR-Tests ist seit Sonntag nur noch ein Schnelltest notwendig, der bis zum zweiten Tag nach der Einreise erfolgen muss, wie den offiziellen Reiseregeln zu entnehmen ist. Weiterhin muss dieser jedoch bei einem von der Regierung zertifizierten Anbieter gebucht werden. Die Tests sind ab etwa 20 Pfund (umgerechnet rund 23,60 Euro) zu haben, allerdings für beliebte Reisedaten auch schnell ausgebucht. LONDON - Bei der Einreise nach England ist für vollständig Geimpfte eine weitere Hürde gefallen. (Wirtschaft, 24.10.2021 - 14:35) weiterlesen...

Schlag gegen Betrüger - immer mehr gefälschte Corona-Impfausweise. Sie finden bei der Aktion am Freitag Geld und Kryptowährungen von fast 100 000 Euro, es gibt zwei Verhaftungen: Ein wichtiger Schlag gegen Fälscher. Doch das Problem dürfte damit kaum gelöst sein. Denn Bayerns Polizei registriert immer mehr Impfausweise mit gefälschten Corona-Zertifikaten. MÜNCHEN/NÜRNBERG - Die Ermittler sprechen von einem Verfahren von "überdurchschnittlicher Bedeutung": In München machen Polizisten eine Betrügerbande dingfest, die Hunderte gefälschte QR-Codes für den digitalen Corona-Impfausweis hergestellt und im Internet verkauft haben soll. (Wirtschaft, 24.10.2021 - 14:33) weiterlesen...