Öl, Gas

TRIPOLIS - Bewaffnete haben in Libyens Hauptstadt Tripolis den Sitz der Nationalen Ölgesellschaft (NOC) gestürmt.

10.09.2018 - 17:02:24

Tote bei Überfall auf Öl-Hauptquartier in Libyen. Bei dem Angriff - hinter dem Dschihadisten der Terrormiliz Islamischer Staat vermutet werden - seien zwei Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit. Dem Sprecher des Innenministeriums, Ahmed Salim, zufolge waren die beiden Todesopfer Teil der Wachpersonals.

Augenzeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur, dass fünf Bewaffnete das Gebäude in Tripolis angegriffen hätten. Einer von ihnen sprengte sich den Angaben zufolge selbst in die Luft. Es blieb zunächst unklar, wo sich die übrigen Angreifer befanden und ob sie Geiseln nahmen. Zunächst beanspruchte niemand die Tat für sich.

Der Handel mit Rohöl ist die größte Einnahmequelle in Libyen und die Erlöse hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich gesteigert. Für den Zeitraum von Januar bis Juli gab die NOC Einnahmen von 13,6 Milliarden Dollar an - das ist mehr als im gesamten Jahr 2017. Konkurrierende Mächte im Land hatten in der Vergangenheit immer wieder um Zugang zu den Ölquellen gekämpft.

Seit dem Tod von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 ist Libyen im Chaos versunken. Drei Regierungen konkurrieren um die Macht im Land, Hunderte Milizen machen sich das Machtvakuum in weiten Teilen des nordafrikanischen Staates zunutze. Auch Zellen von Extremisten, unter anderem vom IS, werden im gesamten Land vermutet.

Selbst in Tripolis, wo die international anerkannte Regierung des Landes sitzt, hatten sich zuletzt verfeindete Milizen über Tage gegenseitig bekämpft. Mindestens 50 Menschen starben, bevor mit Hilfe der Vereinten Nationen eine Waffenruhe vereinbart werden konnte.

Die Vereinten Nationen verurteilten die Tat vom Montag als einen "feigen Angriff von Terroristen". Alle Gruppen im Land sollten mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um den Terror zu beseitigen.

@ dpa.de

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