Airbus, NL0000235190

TOULOUSE - Das Topmanagement von Airbus steht nach französischen Medienberichten vor einem Umbruch.

12.12.2017 - 22:43:24

Spekulationen um Stühlerücken in Airbus-Chefetage. Demnach könnten am Ende sowohl Konzernchef Tom Enders, als auch die Nummer zwei Fabrice Bregier das Unternehmen verlassen. Airbus sprach am Dienstagabend von "reinen Spekulationen".

Derzeit halten Korruptionsermittlungen in Großbritannien und Frankreich Airbus in Atem. Erschwerend hinzu kommen immer wieder technische Probleme, zuletzt bei Triebwerken von Mittelstreckenjets.

Enders wolle sich nicht für eine neue Amtszeit nach Ablauf seines derzeitigen Vertrags bewerben, der im Jahr 2019 endet, schrieb nun die Zeitung "Le Figaro". Das Blatt berief sich auf eine "gute Quelle", die mit der Aussage zitiert wird, Enders habe kürzlich den Pariser Élyséepalast entsprechend informiert.

"Es ist keine Entscheidung getroffen worden, und was wir heute in der französischen Presse sehen, ist reine Spekulation", sagte ein Airbus-Sprecher. Schon vor einigen Wochen war in Medienberichten über eine Ablösung von Enders spekuliert worden. Die Bundesregierung hatte daraufhin Anfang November mitgeteilt, sie sehe keinen Anlass, über die Zukunft des Airbus-Chefs nachzudenken.

Airbus ist ein Politikum. Deutschland und Frankreich halten jeweils 12,5 Prozent der Anteile an dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern. Der Deutsche Tom Enders steht seit 2012 an der Spitze des Konzerns, der damals noch EADS hieß. Der Franzose Fabrice Bregier ist als Chef des wichtigen Verkehrsflugzeug-Geschäfts die Nummer zwei.

Sollte Enders tatsächlich gehen, wäre Bregier ein Kandidat für die Nachfolge. Wenn der Franzose den Topjob jedoch nicht bekomme, so dürfte auch er das Unternehmen verlassen, schrieb "Le Figaro". Dies könnte Anfang kommenden Jahres passieren, berichtete die Zeitung "Les Echos" fast zeitgleich. Der Verwaltungsrat befasst sich nach Angaben der beiden Blätter am Donnerstag mit dem Thema.

@ dpa.de

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