Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Einzelhandel, Konsumgüter

(Tippfehler im vorletzten Absatz behoben)

08.07.2021 - 13:08:26

WDH: Tarifstreit im Groß- und Außenhandel spitzt sich zu

BERLIN/DÜSSELDORF - Nach dem Einzelhandel spitzt sich auch im Groß- und Außenhandel der Tarifstreit weiter zu. Die Arbeitgeberseite empfahl den tarifgebundenen Unternehmen der Branche nach monatelangen vergeblichen Verhandlungen, die Löhne und Gehälter auch ohne einen Tarifabschluss spätestens zum 1. Dezember freiwillig um 2 Prozent zu erhöhen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Arbeitgeberkreisen erfuhr. Bei der Gewerkschaft Verdi stieß das Vorgehen der Arbeitgeber auf Empörung.

Die Arbeitgeberseite wolle mitten in der laufenden Tarifrunde einseitig die Löhne in der Branche festlegen, kritisierte der Verdi-Bundesfachgruppenleiter für den Groß- und Außenhandel, Manfred Wirsch. "Das Vorgehen der Unternehmer ist eine absolute Missachtung der Leistung der Beschäftigten im Groß- und Außenhandel", rügte er.

Der Hauptgeschäftsführer der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände, Michael Grütering, sagte dagegen: "Wir wollen ein Zeichen setzen." Die Tarifempfehlung ermögliche es den von der Pandemie schwer getroffenen Unternehmen der Branche, das Jahr 2021 zu überstehen und versetze gleichzeitig die gut durch die Krise gekommenen Unternehmen in die Lage, Löhne und Gehälter auch vor dem Dezember anzuheben. Er empfahl, die stockenden Tarifverhandlungen sollten nach einer "Denkpause" nach den Sommerferien fortgesetzt werden.

In Arbeitgeberkreisen hieß es, die Unternehmen der Branche seien extrem unterschiedlich von der Corona-Krise betroffen. Es gebe Firmen, die gut durch die Pandemie gekommen seien, andere stünden vor dem Abgrund. Der Vorschlag solle die notwendige Flexibilität bringen. Firmen, denen es gut gehe, könnten die Löhne sofort erhöhen, andere hätten Zeit bis zum Dezember.

Verdi wies diese Darstellung allerdings zurück. Die Branche habe ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich, sagte Wirsch. Insgesamt hätten die Unternehmen des Großhandels im Jahr 2020 einen Gesamtumsatz von mehr als 1,5 Billionen Euro ausweisen können - eine erneute Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Auch für 2021 werde mit weiteren Zuwächsen gerechnet. Die Beschäftigten der Branche hätten in den Monaten der Pandemie außergewöhnliches geleitet, um die Versorgung des Handels und der Bevölkerung sicherzustellen. Zum Dank verweigerten die Unternehmen den Beschäftigten eine wirkliche Reallohnerhöhung, obwohl das Geld da sei. Verdi fordert in der Tarifrunde deutliche Einkommenssteigerungen für die Beschäftigten.

Bereits am Dienstag hatte der Handelsverband Deutschland (HDE) den tarifgebundenen Einzelhandelsunternehmen noch vor einem Tarifabschluss ebenfalls einseitige Lohnerhöhungen empfohlen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Europcar und Volkswagen-Konsortium einigen sich auf Übernahme. Der Preis liege bei 0,50 Euro je Aktie, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Paris mit. Das würden rund 2,5 Milliarden Euro entsprechen. Dazu kämen 0,01 Euro je Aktie, sollte das Konsortium mit VW , dem Vermögensverwalter Attestor und dem niederländischen Mischkonzern Pon Holdings nach Abschluss des Angebots die Squeezeout-Schwelle erreichen. PARIS/WOLFSBURG - Der französische Autovermieter Europcar hat sich mit einem Konsortium um den Autobauer Volkswagen über eine Übernahme geeinigt. (Boerse, 28.07.2021 - 19:39) weiterlesen...

Carrefour steigert Betriebsgewinn. Der so genannte wiederkehrende Betriebsgewinn sei währungsbereinigt um 11,2 Prozent auf 740 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Analysten hatten mit mehr gerechnet. BOULOGNE-BILLANCOURT - Der französische Handelskonzern Carrefour hat seinen Betriebsgewinn im ersten Halbjahr gesteigert. (Boerse, 28.07.2021 - 19:04) weiterlesen...

Wiederbelebung der Gastronomie hilft Metro auf die Beine. DÜSSELDORF - Beim Handelskonzern Metro laufen die Geschäfte wieder besser. Grund dafür sei die Rücknahme von Corona-Auflagen für die Gastronomie, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in Düsseldorf mit. Im dritten Geschäftsquartal (bis 30. Juni) sei der flächenbereinigte Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15 Prozent gewachsen. Wiederbelebung der Gastronomie hilft Metro auf die Beine (Boerse, 28.07.2021 - 18:43) weiterlesen...

Trigema-Chef Wolfgang Grupp lehnt Homeoffice für sein Unternehmen ab. "Wenn es einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice geben würde, dann bräuchte ich garantiert 50 Prozent mehr Leute, weil die Effizienz leiden würde - bis man all diese Videokonferenzen abgestimmt hat, geht viel Zeit ins Land", sagte Grupp in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Spiegel". Im Fall von Trigema wären das 19 Menschen, denn dort arbeiten 38 Angestellte im Büro. Insgesamt beschäftigt Grupp rund 1200 Mitarbeiter. BURLADINGEN - Der Chef des deutschen Textilherstellers Trigema, Wolfgang Grupp, kann sich Homeoffice für sein Unternehmen nicht vorstellen. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 15:49) weiterlesen...

Studie: Discounter verlieren weiter Marktanteile an Supermärkte. Die Discounter hätten zwischen Januar und Juni Umsatzeinbußen von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum hinnehmen müssen, berichtete die GfK in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Consumer Index. Die Supermärkte hätten dagegen ihre Umsätze im gleichen Zeitraum um 6,3 Prozent steigern können. SB-Warenhäuser legten um 0,2 Prozent zu, Drogeriemärkte um 2,6 Prozent. NÜRNBERG - Die Discounter in Deutschland haben nach einer Studie des Marktforschers Gfk in den ersten sechs Monaten dieses Jahres weitere Marktanteile an die Supermärkte verloren. (Boerse, 28.07.2021 - 15:01) weiterlesen...

Boom des Online-Handels treibt Shopify weiter an. Zudem haben die Menschen dank der Wirtschaftserholung von der Corona-Krise wieder mehr Geld in der Tasche, das sie auch ausgeben. Das von dem deutschen Unternehmer Tobi Lütke gegründete Unternehmen steigerte den Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut einer Mitteilung vom Mittwoch um 57 Prozent auf gut 1,1 Milliarden US-Dollar (0,9 Mrd Euro). OTTAWA - Der kanadische Anbieter von E-Commerce-Lösungen für kleine und mittelgroße Händler Shopify profitiert ungebrochen vom boomenden Internethandel. (Boerse, 28.07.2021 - 14:38) weiterlesen...