Lebensmittelhandel, Pharmahandel

(Tippfehler im letzten Satz, zweiter Absatz, beseitigt.)

12.04.2018 - 07:02:25

WDH/ROUNDUP: Familie entscheidet über Länge der Suche nach Tengelmann-Chef Haub

ZERMATT - Trotz nur noch minimaler Überlebenschancen soll die Suche nach dem Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub im Skigebiet am Matterhorn weiter gehen. Für diesen Donnerstag ist ein neuer Einsatz geplant. Ob das Wetter das zulasse, entscheide sich erst kurz vor dem Start am Vormittag, sagte der Rettungschef von Zermatt, Anjan Truffer. Meteorologen hatten für Donnerstag Wind und Schnee im Suchgebiet vorausgesagt. Wie lange die Suche fortgesetzt wird, werde mit der Familie abgestimmt. Ein Suchtag mit Hubschraubern kann nach seinen Angaben rund 30 000 Franken (mehr als 25 000 Euro) kosten.

"Nach drei bis vier Tagen muss man sich bewusst sein, dass die Überlebenschancen deutlich sinken", sagte Truffer. Haub wird seit Samstag vermisst. Er habe ein Lawinensuchgerät dabei gehabt. Bei guten Batterien könne das zwei bis drei Wochen Signale senden - wenn es eingeschaltet war. Es sei schon einmal ein Überlebender nach sechs Tagen gefunden worden, sagte Truffer. Der sei aber mit dickem Skianzug und Schlafsack bestens gegen die Kälte ausgestattet gewesen. Haub habe dagegen für seine als Kurztrip geplante Trainingstour nur leichte Kleidung getragen.

Haub (58) gehört zu den reichsten deutschen Unternehmern. Zu dem von ihm geleiteten Familienimperium gehören unter anderem Deutschlands größter Textil-Discounter Kik und die Baumarktkette Obi. Er war am Samstag allein zu einer Skitour auf den Berg Klein Matterhorn bei Zermatt aufgebrochen. An der Bergstation nahm eine Kamera noch sein Bild auf. Danach verliert sich seine Spur. Sein Handy war zu dem Zeitpunkt ausgeschaltet oder die Batterien waren leer. "Es ist wie die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen", sagte Truffer.

"Wir empfehlen zwar immer, dass man Touren mit einem Bergführer unternimmt", sagte Truffer, der Haub von gemeinsamen Skitouren kennt. "Aber Haub bereitet sich immer seriös vor. Er wollte eine leichte Tour unternehmen, da kann man es vertreten, dass er allein unterwegs war." In der Region gebe es zig tausende Gletscherspalten, teils hunderte Meter tief. Die bekanntesten seien abgesucht worden. Dabei ist jeweils ein Dreierteam im Einsatz, wie Truffer erläutert. Einer seile sich von der Gletscherkante ab, leuchte die Spalte mit einer Taschenlampe aus und suche nach Signalen eines Lawinensuchgeräts. Sie fanden in vier Tagen intensiver Suche aber keine Spur von Haub.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Trump verhängt neue Milliardenzölle. PEKING/WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat den Handelskonflikt mit China auf eine neue Eskalationsstufe getrieben: Die USA überziehen die Hälfte aller Wareneinfuhren aus China mit Sonderzöllen. Den bereits eingeführten Abgaben auf Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar werden am 24. September Zölle auf chinesische Waren im Volumen von weiteren 200 Milliarden Dollar folgen, kündigte die US-Regierung in Washington an. Peking reagierte umgehend und kündigte am Dienstag Vergeltung an. So sollen US-Importe im Wert von 60 Milliarden Dollar mit Extrazöllen belegt werden, teilte das chinesische Handelsministerium mit. Trump verhängt neue Milliardenzölle (Wirtschaft, 18.09.2018 - 17:22) weiterlesen...

Schweinepest in Belgien: Staaten reagieren mit Importstopp. Es handele sich um Südkorea, China, Taiwan, Weißrussland, Mexiko und die Philippinen, teilte die zuständige Aufsichtsbehörde Febev am Dienstag der Nachrichtenagentur Belga mit. BRÜSSEL - Nach der Entdeckung der Afrikanischen Schweinepest in Belgien haben sechs Staaten den Import von Schweinefleisch aus dem Land gestoppt. (Boerse, 18.09.2018 - 16:40) weiterlesen...

Porsche steigt bei Schweizer Display-Spezialisten ein. Die Firma entwickelt sogenannte holographische Head-Up-Displays, die zum Beispiel Navigationsanzeigen ins Blickfeld des Fahrers projizieren können. Wie viel Porsche investiert, wurde am Dienstag nicht mitgeteilt. Die gesamte Finanzierungsrunde, an der sich neben einigen Fonds auch der Autohersteller Hyundai und der Elektronikkonzern JVC Kenwood beteiligten, hatte ein Volumen von etwa 69 Millionen Euro. Auch die milliardenschwere Online-Handelsplattform Alibaba aus China gehört zu den WayRay-Investoren. STUTTGART - Der Sportwagenbauer Porsche steigt als Investor bei dem auf Display-Technologie spezialisierten Schweizer Unternehmen WayRay ein. (Boerse, 18.09.2018 - 15:25) weiterlesen...

Rote Zahlen - Modekonzern Esprit will Kosten senken. RATINGEN/HONGKONG - Der Modekonzern Esprit will wegen tiefroter Zahlen seine Kosten deutlich senken. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2017/18, das am 30. Juni endete, hatte das Unternehmen mit Firmensitz im nordrhein-westfälischen Ratingen und Börsennotierung in Hongkong einen Nettoverlust von rund 2,5 Milliarden Hongkong Dollar (rund 270 Mio Euro) erwirtschaftet, wie das Unternehmen am Dienstag in Hongkong mitteilte. Rund 1,3 Milliarden Hongkong Dollar (etwa 140 Millionen Euro) seien jedoch auf außerordentliche Aufwendungen etwa für Filialschließungen entfallen. Rote Zahlen - Modekonzern Esprit will Kosten senken (Boerse, 18.09.2018 - 14:05) weiterlesen...

Ufa arbeitet an 'Kudamm 62' und 'Deutschland 89'. "Wir arbeiten bereits an den Drehbüchern", sagte der Geschäftsführer der Filmproduktionsfirma Ufa, Nico Hofmann, am Montagabend in Berlin. Eine endgültige Einigung mit dem ZDF stehe aber noch aus. BERLIN - Fans der ZDF-Dreiteiler "Kudamm 56" und "Kudamm 59" dürfen auf eine Fortsetzung der Familiensaga hoffen. (Boerse, 18.09.2018 - 09:56) weiterlesen...

Ex-Bürgermeister von New York berät mit Politikern über Handel. NEW YORK - Mit mehr als 50 Staats- und Regierungschefs sowie Firmenvorsitzenden will der frühere Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg (76), am Rande der UN-Vollversammlung über den Abbau von Handelskonflikten beraten. Zum "Bloomberg Business Forum" am 26. September hätten sich unter anderem bereits Großbritanniens Premierministerin Theresa May und Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto angekündigt, sagte Bloomberg am Montag (Ortszeit) in New York vor Journalisten. Ex-Bürgermeister von New York berät mit Politikern über Handel (Boerse, 18.09.2018 - 05:54) weiterlesen...