Tesla, US88160R1014

Tesla mit Auslieferungsrekord im vierten Quartal - Kurssprung

03.01.2022 - 16:34:26

AUSTIN - Tesla hat im vergangenen Quartal einen Rekord bei seinen Auslieferungen aufgestellt. Der Elektroauto-Hersteller brachte in den letzten drei Monaten des Jahres 308 600 Fahrzeuge an die Kunden. Im gesamten Jahr kommt Tesla damit auf gut 936 000 Auslieferungen, ein Plus von 87 Prozent im Vergleich zu 2020.

Der Vorreiter bei der Auto-Elektrifizierung will auf lange Sicht ein jährliches Plus von mindestens 50 Prozent bei den Auslieferungen halten. Die neuen Fabriken in Grünheide bei Berlin und in Texas sollen die nötigen Kapazitäten dafür schaffen. Bisher baut Tesla seine Fahrzeuge im Stammwerk im kalifornischen Fremont sowie im neuen Werk in Shanghai.

Der Quartalsrekord kam überraschend für Analysten, die mit 263 000 Autos gerechnet hatten. Im Vorjahresquartal hatte Tesla gut 180 000 Fahrzeuge ausgeliefert und im dritten Vierteljahr 2021 knapp 242 000.

Die Tesla-Aktien starteten dank der Rekordzahlen mit einem Kurssprung ins neue Jahr: Im US-Handel schnellten die Papiere am Montag kurz nach dem Handelsstart um 10,2 Prozent auf zwischenzeitlich 1164,47 Dollar nach oben. Damit näherten sie sich ihrem Rekordhoch von 1243 Dollar von Anfang November.

Die von US-Milliardär Elon Musk geführte Firma war im vergangenen Jahr zwar auch von den Chip-Engpässen betroffen, die vielen Autobauern zu schaffen machen. Tesla musste deswegen ebenfalls die Produktion drosseln und zeitweise auch stoppen. Aber der Elektroauto-Hersteller fand auch einen Weg, seine Software schnell umzuschreiben, damit sie auf anderen Chips als den bisher verwendeten läuft. So erhielt Tesla mehr Auswahl bei den Bauteilen. Im Automarkt insgesamt gab es im vergangenen Jahr nach Einschätzung von Analysten lediglich ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Die Kompaktwagen Model 3 und Model Y machen weiterhin den Löwenanteil des Tesla-Geschäfts aus. Davon wurden im Schlussquartal fast 297 000 Fahrzeuge ausgeliefert und im gesamten Jahr gut 911 000, wie Tesla am Sonntag mitteilte. Die teureren und größeren Wagen Model S und Model X, die im vergangenen Jahr erneuert wurden, machen den Rest aus. Den Produktionsbeginn des Elektro-Pickups "Cybertruck" verschob Tesla unter Verweis auf die Engpässe in der Lieferkette auf dieses Jahr.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

AKTIE IM FOKUS: Tesla auf tiefstem Stand seit Juli 2021 - S&P 500 im Bärenmarkt. In beiden Indizes sind die Papiere des E-Autoherstellers notiert. NEW YORK - Die Tesla-Aktien und den S&P 500 . (Boerse, 20.05.2022 - 19:44) weiterlesen...

Experten: Der Weg zur Super-Batterie für E-Autos ist noch lang. Laut einer am Montag veröffentlichten Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe dürfte es aber noch einige Zeit dauern, bis sich diese Technologie im Vergleich zur bisher dominierenden Lithium-Ionen-Batterie (LIB) durchsetzt. "Es wird nicht erwartet, dass oxid- und sulfidbasierte Feststoffbatterien in den nächsten fünf Jahren in größerem Umfang auf dem Automobilmarkt auftauchen werden", heißt es in der ISI-Studie. KARLSRUHE - Hersteller von E-Autos hoffen auf sie: Die sogenannte Feststoffbatterie, mit der sich etwa Probleme langer Ladezeiten und geringer Reichweite von E-Autos lösen lassen könnten. (Boerse, 16.05.2022 - 05:33) weiterlesen...

Prognose: Auto-Weltmarkt 2022 auf Zehn-Jahres-Tief - Preise steigen. Nach der jüngsten Prognose des Duisburger "Center Automotive Research" werden im laufenden Jahr global nur noch 67,6 Millionen Neuwagen verkauft. Das wären rund 1 Million Autos weniger als im ersten Corona-Jahr 2020 und der niedrigste Wert seit 2011. Wichtigster Grund für die Flaute sind erhebliche Produktionsprobleme in Folge fehlender Zulieferteile. DUISBURG/FRANKFURT - Potenzielle Autokäufer müssen sich weltweit auf ein knappes Angebot und stark steigende Preise einrichten. (Boerse, 14.05.2022 - 12:48) weiterlesen...