Lebensmittelhandel, Pharmahandel

Tengelmann-Chef Haub seit Samstag in Ski-Gebiet vermisst

10.04.2018 - 22:30:23

MÜHLHEIM/RUHR - Der geschäftsführende Gesellschafter der Tengelmann-Gruppe, Karl-Erivan Haub, wird seit Samstag in einem Skigebiet an der schweizerisch-italienischen Grenze vermisst. Das bestätigte eine Tengelmann-Sprecherin am Dienstagabend. "Die Suche läuft auf Hochtouren, wir tun alles, um ihn zu finden", sagte sie. Zuvor hatten andere Medien darüber berichtet.

Eine von der Familie angeblich ausgesetzte Belohnung konnte die Sprecherin zunächst nicht bestätigen. Der 58 Jahre alte Haub war demnach als Skitourengeher unterwegs. Nach Informationen der Schweizer Zeitung "Blick" hat seine Familie die Polizei alarmiert, als Haub nicht zu einer Verabredung in einem Hotel in Zermatt erschienen sei.

Haubs Bruders Christian erklärte laut "Handelsblatt" in einem Brief an die Mitarbeiter, dass Karl-Erivan Haub am Samstag nicht von einer Skitour in den Alpen zurückgekehrt sei und seitdem vermisst werde. "Mein Bruder ist ein sehr erfahrener Skitourengänger und Bergsteiger, so dass wir trotz der Zeit, die inzwischen verstrichen ist, die Hoffnung nicht aufgeben, ihn bald zu finden". Dennoch stelle sich die Familie auf eine längere Abwesenheit von Karl-Erivan ein. Der Geschäftsbetrieb werde jedoch ganz ruhig und geordnet weiterlaufen.

Haub ist laut "Blick" passionierter Ski-Alpinist und wollte für die sogenannte Patrouille des Glaciers trainieren. Seit Jahren nehme der sportliche Unternehmer an diesem traditionellen Skitourenrennen teil. Die vom Militär organisierte Veranstaltung findet dieses Jahr am 17. April statt.

Haub habe am Samstag um 16 Uhr eine Verabredung im Schweizer Skiort Zermatt gehabt, sei dort aber nicht erschienen, meldete auch die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Samstagabend habe sein Handy das letzte Signal abgegeben. Haubs Familie habe sich bereiterklärt, mit einer großen Summe die Suche zu finanzieren. Die Suche gestalte sich nach Angaben der italienischen Bergrettung aber schwierig. Grund seien schlechte Sicht und Lawinengefahr.

Der Unternehmer hatte dem Familienimperium Tengelmann in den vergangenen Jahrzehnten seinen Stempel aufgedrückt. Der am 2. März 1960 in Tacoma im US-Bundesstaat Washington geborene Sohn des kürzlich gestorbenen Unternehmers Erivan Haub hatte Ende der 1990er Jahre die Führung übernommen und Tengelmann drastisch umgebaut.

Karl-Erivan Haub nahm harte Einschnitte vor. Schritt für Schritt zog er sich aus dem Lebensmittelhandel - der Keimzelle des Unternehmens - zurück. Den Abschluss bildete Ende 2016 der Verkauf der Supermarktkette Kaiser's-Tengelmann. Stattdessen investierte er in den boomenden Online-Handel.

Tengelmann ist eines der weltweit bedeutendsten Handelsunternehmen. Heute gehören zur Unternehmensgruppe 73 Beteiligungen, die einen Umsatz von etwa 30 Milliarden Euro erwirtschaften und mehr als 215 000 Mitarbeiter beschäftigen. Zum Firmenverbund zählen unter anderen der Textildiscounter Kik und die OBI-Baumärkte.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Experten beklagen Qualitätsmängel bei Vanille. Als Reaktion darauf und aus Angst vor Diebstählen werde Vanille oft viel zu früh geerntet, beklagte der Chef der Vanille-Exporteure aus Madagaskar, Georges Geeraerts. Während der Anteil an dem wertvollen Vanillin bei guter Qualität zwischen 1,8 und 2 Prozent liege, habe sich der Durchschnittswert in den vergangenen drei Jahren halbiert - auf nun nur noch 0,9 Prozent bis 1 Prozent. ANTANANARIVO- Ausgerechnet der seit Jahren anhaltende Anstieg der Vanillepreise ist nach Ansicht von Experten für Qualitätsmängel bei dem begehrten Gewürz verantwortlich. (Boerse, 25.04.2018 - 06:04) weiterlesen...

Deutschland bleibt das Land mit den größten Wein-Importen. Mit 15,2 Millionen Hektolitern blieb das Land im vergangenen Jahr der mengenmäßig wichtigste Wein-Importeur, wie die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) am Dienstag in Paris bekanntgab. Deutschlands Weinexporte lagen damit auf dem gleichen Niveau wie 2016. Ein Hektoliter sind 100 Liter. PARIS - Kein anderes Land der Welt importiert so viel Wein wie Deutschland. (Boerse, 24.04.2018 - 19:07) weiterlesen...

Bierkartell: Verfahren am OLG Düsseldorf beginnt am 13. Juni. DÜSSELDORF - Das Oberlandesgericht Düsseldorf beschäftigt sich ab dem 13. Juni mit dem sogenannten Bierkartell zu verbotenen Preisabsprachen mit Millionenschaden für die Verbraucher. Das Gericht habe bislang 20 Verhandlungstage angesetzt, sagte am Dienstag ein OLG-Sprecher der dpa. Bierkartell: Verfahren am OLG Düsseldorf beginnt am 13. Juni (Boerse, 24.04.2018 - 17:58) weiterlesen...

Wieder Streik bei Amazon in Leipzig - Protest gegen Preis für Bezos. Man rechne damit, dass sich erneut rund 400 Beschäftigte beteiligten, sagte Verdi-Streikleiter Thomas Schneider am Dienstag. Die Gewerkschaft fordert seit mehr als viereinhalb Jahren die Aufnahme von Tarifverhandlungen durch Amazon. Der US-Versandriese lehnt dies ab. Auch am Mittwoch soll weiter gestreikt werden. LEIPZIG - Beim Internetversandhändler Amazon in Leipzig hat die Gewerkschaft Verdi ihren Ausstand fortgesetzt. (Boerse, 24.04.2018 - 17:44) weiterlesen...

Manager statt Familie bei Bahlsen. Der bisherige Firmenlenker Werner M. Bahlsen will die Führung in den kommenden Wochen an ein vierköpfiges Manager-Team übergeben. Dies teilte er am Dienstag in Hannover mit. Kurz vor dem 130-jährigen Bestehen der Gruppe wird damit dann kein Familienmitglied mehr für das operative Geschäft des Konzerns mit einem Jahresumsatz von 559 Millionen Euro zuständig sein - eine Premiere in der jüngeren Firmengeschichte. HANNOVER - Beim Keks- und Süßwarenhersteller Bahlsen zieht sich die Eigentümerfamilie aus dem Tagesgeschäft zurück. (Boerse, 24.04.2018 - 17:32) weiterlesen...

Plagiate setzen deutschen Firmen zu. Jeder fünfte deutsche Maschinenbauer, der im vergangenen Jahr Plagiate eines seiner Produkte auf dem Markt entdeckte, fand eine Fälschung aus Deutschland, wie eine am Dienstag auf der Hannover Messe vorgestellte Studie des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ergab. Weltweit bedeuten die Fälschungen für die betroffenen Firmen Milliardenschäden. HANNOVER - Deutschen Firmen machen keineswegs nur Produktfälschungen aus China, sondern auch von einheimischen Wettbewerbern zu schaffen. (Boerse, 24.04.2018 - 17:16) weiterlesen...