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TEHERAN - Der Iran wird am Wochenende die Urananreicherung in der Atomanlage Fordo südlich von Teheran wieder aufnehmen.

07.11.2019 - 10:25:24

Sprecher: Iran beginnt am Wochenende mit Urananreicherung in Fordo. Das gab der Sprecher der iranischen Atomorganisation (AEOI), Behrus Kamalwandi, am Donnerstag bekannt. Inzwischen sei bereits Urangas in die 1044 Zentrifugen in Fordo injiziert worden, sie müssten aber vor der Anreicherung noch stabilisiert werden. Das werde noch bis Samstag dauern. Danach sei Fordo bereit dafür, die Urananreicherung bis zu einem Anreicherungsgrad von 4,5 Prozent wieder aufzunehmen, fügte der Sprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna hinzu.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien wurde nach Angaben Kamalwandis über alle Schritte in Fordo in Kenntnis gesetzt. IAEA-Inspekteure würden am Samstag auch vor Ort präsent sein.

Die Maßnahmen sind ein Verstoß gegen das Atomabkommen von 2015, das die Entwicklung einer iranischen Atombombe verhindern soll. Nach dem mühsam ausgehandelten Wiener Vertrag sollte Fordo nur für wissenschaftliche Projekte genutzt werden - die Zentrifugen dort durften ohne Gasinjektion lediglich getestet werden. Seit Mittwoch - und dem Beginn der vierten Phase des iranischen Teilausstiegs aus dem Atomdeal - agiert Fordo jedoch wieder neben Natans als eine weitere Anlage für Urananreicherung.

Die vierte Phase des iranischen Teilausstiegs löste international Besorgnis und Kritik aus, auch seitens des iranischen Verbündeten Russland. Teheran weist die Kritik vehement zurück und verweist stets auf den Ausstieg der USA aus dem Abkommen im Mai 2018. "Haltet Euch an das Wiener Abkommen, dann tun wir das auch", sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif. Schuld an einem möglichen Scheitern des Atomabkommens haben nach den Worten Sarifs die USA - auch wegen der Verhängung massiver Sanktionen gegen den Iran. Auch Präsident Hassan Ruhani zeigte sich von der internationalen Kritik unbeeindruckt. Man könne nicht ernsthaft vom Iran erwarten, ein internationales Abkommen zu respektieren, wenn die andere Seite dies nicht tue, so Ruhani.

@ dpa.de

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