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Hensoldt, DE000HAG0005

TAUFKIRCHEN / ROM - Der italienische Rüstungskonzern Leonardo hat das Rennen um einen Einstieg beim deutschen Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt gemacht.

24.04.2021 - 12:30:30

Italienischer Rüstungskonzern Leonardo steigt bei Hensoldt ein. Der US-Finanzinvestor KKR verkauft ein Aktienpaket von 25,1 Prozent an die Italiener, wie Hensoldt am Samstag in Taufkirchen bei München mitteilte. Darüber sei ein entsprechender Kaufvertrag geschlossen worden. Leonardo zahlt je Aktie 23 Euro und damit rund 606 Millionen Euro insgesamt, wie die Italiener mitteilten. Hensoldt hatte bereits unter der Woche KKR-Gespräche mit mehreren Interessenten für das Anteilspaket bestätigt. Behörden müssen dem Geschäft noch zustimmen.

notierten Hensoldt-Papiere im elektronischen Xetra-Handel mit einem Kurs von 15,58 Euro. Dabei hatten sie in den Tagen zuvor bereits deutlich zugelegt wegen entstehender Übernahmefantasie. Anfang April war die Aktie nur um die 13 Euro wert gewesen. KKR hatte Hensoldt im September 2020 für 12 Euro das Stück an die Börse gebracht.

KKR hatte Ende März bereits eine Sperrminorität von 25,1 Prozent an den Bund verkauft. Deutschland war bei Hensoldt eingestiegen, weil das Unternehmen auch Schlüsseltechnologien aus den Bereichen Krypto-Technik und Sensorik liefert, bei denen die Bundesregierung einen unerwünschten Zugriff verhindern will. Hensoldt ist die ehemalige Radarsparte des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus , die der Finanzinvestor 2017 übernommen hatte.

Nach dem Vollzug des Verkaufs von Anteilen an die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie an Leonardo werde KKR dann noch einen Anteil von rund 18 Prozent an Hensoldt halten, hieß es vom Unternehmen. Leonardo rechnet damit, den Anteilskauf in der zweiten Jahreshälfte abschließen zu können. Mit dem Zuschlag für Leonardo gehen weitere Interessenten wie die europäischen Rüstungskonzerne Thales (Frankreich), Saab (Schweden) und Indra (Spanien) leer aus. Insbesondere Thales waren in Medienberichten gute Aussichten eingeräumt worden.

@ dpa.de