Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Einzelhandel, Konsumgüter

Tarifstreit im Groß- und Außenhandel spitzt sich zu

08.07.2021 - 13:04:33

Tarifstreit im Groß- und Außenhandel spitzt sich zu. BERLIN/DÜSSELDORF - Nach dem Einzelhandel spitzt sich auch im Groß- und Außenhandel der Tarifstreit weiter zu. Die Arbeitgeberseite empfahl den tarifgebundenen Unternehmen der Branche nach monatelangen vergeblichen Verhandlungen, die Löhne und Gehälter auch ohne einen Tarifabschluss spätestens zum 1. Dezember freiwillig um 2 Prozent zu erhöhen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Arbeitgeberkreisen erfuhr. Bei der Gewerkschaft Verdi stieß das Vorgehen der Arbeitgeber auf Empörung.

Die Arbeitgeberseite wolle mitten in der laufenden Tarifrunde einseitig die Löhne in der Branche festlegen, kritisierte der Verdi-Bundesfachgruppenleiter für den Groß- und Außenhandel, Manfred Wirsch. "Das Vorgehen der Unternehmer ist eine absolute Missachtung der Leistung der Beschäftigten im Groß- und Außenhandel", rügte er.

Der Hauptgeschäftsführer der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände, Michael Grütering, sagte dagegen: "Wir wollen ein Zeichen setzen." Die Tarifempfehlung ermögliche es den von der Pandemie schwer getroffenen Unternehmen der Branche, das Jahr 2021 zu überstehen und versetze gleichzeitig die gut durch die Krise gekommenen Unternehmen in die Lage, Löhne und Gehälter auch vor dem Dezember anzuheben. Er empfahl, die stockenden Tarifverhandlungen sollten nach einer "Denkpause" nach den Sommerferien fortgesetzt werden.

In Arbeitgeberkreisen hieß es, die Unternehmen der Branche seien extrem unterschiedlich von der Corona-Krise betroffen. Es gebe Firmen, die gut durch die Pandemie gekommen seien, andere stünden vor dem Abgrund. Der Vorschlag solle die notwendige Flexibilität bringen. Firmen, denen es gut gehe, könnten die Löhne sofort erhöhen, andere hätten Zeit bis zum Dezember.

Verdi wies diese Darstellung allerdings zurück. Die Branche habe ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich, sagte Wirsch. Insgesamt hätten die Unternehmen des Großhandels im Jahr 2020 einen Gesamtumsatz von mehr als 1,5 Billionen Euro ausweisen können - eine erneute Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Auch für 2021 werde mit weiteren Zuwächsen gerechnet. Die Beschäftigen der Branche hätten in den Monaten der Pandemie außergewöhnliches geleitet, um die Versorgung des Handels und der Bevölkerung sicherzustellen. Zum Dank verweigerten die Unternehmen den Beschäftigen eine wirkliche Reallohnerhöhung, obwohl das Geld da sei. Verdi fordert in der Tarifrunde deutliche Einkommenssteigerungen für die Beschäftigten.

Bereits am Dienstag hatte der Handelsverband Deutschland (HDE) den tarifgebundenen Einzelhandelsunternehmen noch vor einem Tarifabschluss ebenfalls einseitige Lohnerhöhungen empfohlen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Amazon steigert Gewinn kräftig - Anleger dennoch enttäuscht. In den drei Monaten bis Ende Juni stieg der Nettogewinn im Jahresvergleich um 50 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar (6,6 Mrd Euro), wie Amazon am Donnerstag nach US-Börsenschluss bekanntgab. Die Erlöse wuchsen um 27 Prozent auf 113,1 Milliarden Dollar. Damit knackte Amazon im dritten Quartal in Folge die Marke von 100 Milliarden Dollar. Anleger reagierten dennoch enttäuscht und ließen die Aktie nachbörslich zunächst um vier Prozent fallen. SEATTLE - Der weltgrößte Online-Händler Amazon hat im zweiten Quartal weiter vom Trend zum Einkauf im Internet und boomenden Cloud-Diensten profitiert. (Boerse, 29.07.2021 - 22:32) weiterlesen...

Robinhood-Börsengang floppt - Aktie fällt bei Premiere deutlich. Die Aktien fielen beim Debüt an der Tech-Börse Nasdaq um mehr als zehn Prozent auf 34 Dollar. Robinhood hatte sich zuvor bereits schwergetan, die Papiere wie erhofft bei Investoren loszuschlagen. Letztlich waren die Aktien zum Ausgabepreis von 38 Dollar in den Handel gegangen, eigentlich hatte Robinhood bis zu 42 Dollar angepeilt. Das Unternehmen hatte bei der Premiere allerdings auch auf eine ungewöhnliche Methode gesetzt. NEW YORK - Anleger haben dem Wertpapier-Broker Robinhood beim Börsengang in New York die kalte Schulter gezeigt. (Boerse, 29.07.2021 - 19:19) weiterlesen...

Papierfabriken produzieren mehr Pappe und weniger Toilettenpapier. Bei Papier, Karton und Pappe für Verpackungen betrug das Plus sogar 7,4 Prozent auf 6,6 Millionen Tonnen, wie der Verband Deutscher Papierfabriken am Donnerstag mitteilte. Hier machte sich der zunehmende Online-Handel bemerkbar. Hersteller von Toilettenpapier und anderen Hygienepapieren mussten das dagegen die Produktion um 4,8 Prozent auf 737 000 Tonnen herunterfahren. Nach den Hamsterkäufen zu Beginn der Corona-Pandemie gebe es wohl Lagerbestände in Handel und Haushalten, vermutet der Branchenverband. BONN - Die deutschen Papierfabriken haben ihre Produktion im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent auf 11,3 Millionen Tonnen gesteigert. (Wirtschaft, 29.07.2021 - 16:06) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt Metro AG auf 'Halten' - Fairer Wert 11,40 Euro. Die Neunmonatszahlen hätten sehr deutlich über seinen Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Herbert Sturm in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. FRANKFURT - Die DZ Bank hat Metro AG von "Verkaufen" auf "Halten" hochgestuft und den fairen Wert der Papiere von 7,90 auf 11,40 Euro angehoben. (Boerse, 29.07.2021 - 15:18) weiterlesen...

Indischer Bundesstaat geht wegen vieler Corona-Fälle in den Lockdown. Derzeit meldet Kerala nach Behördenangaben 37 Prozent der aktiven Corona-Fälle in dem 1,3 Milliarden-Einwohner-Land. Am Wochenende dürfen nur unverzichtbare Dienstleistungen angeboten werden, so können etwa Lebensmittelläden öffnen und Essenslieferdienste arbeiten, wie die Regierung Keralas am Donnerstag mitteilte. NEU DELHI - Der indische Bundesstaat Kerala mit mehr als 30 Millionen Einwohnern hat angesichts steigender Corona-Zahlen einen Lockdown fürs Wochenende verhängt. (Boerse, 29.07.2021 - 15:04) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Warburg Research belässt Takkt auf 'Buy' - Ziel 16 Euro HAMBURG - Die Investmentbank Warburg Research hat die Einstufung für Takkt auf "Buy" mit einem Kursziel von 16 Euro belassen. (Boerse, 29.07.2021 - 14:57) weiterlesen...