Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Alphabet C-Aktie, US02079K1079

SYDNEY - Die australische Regierung hat sich mit Facebook im Streit über Medieninhalte auf der Plattform geeinigt.

23.02.2021 - 12:49:06

Facebook will Blockade von Medieninhalten in Australien aufheben. Der Internetriese werde die Sperre für australische Nachrichtenseiten auf seinem Online-Netzwerk in den kommenden Tagen aufheben, teilte Finanzminister Josh Frydenberg am Dienstag mit. Nach tagelangen Verhandlungen mit Facebook habe die Regierung unter Premierminister Scott Morrison zugestimmt, Änderungen an einem geplanten Mediengesetz vorzunehmen, berichtete die Nachrichtenagentur AAP.

Der Australien-Chef von Facebook, Will Easton, kündigte an, sein Unternehmen werde aufgrund von "Änderungen" an dem Gesetzestext die journalistischen Inhalte in den nächsten Tagen" wieder freigeben. Facebook werde künftig selbst entscheiden können, welche Nachrichten auf der Plattform verbleiben. Dafür werde man auch zahlen, erklärte Campbell Brown, Facebook-Vizepräsident für globale Nachrichtenpartnerschaften. "Wir haben eine Vereinbarung getroffen, die es uns ermöglicht, die Verlage zu unterstützen, die wir wollen, einschließlich kleiner und lokaler Verlage."

Facebook hatte seit dem vergangenen Donnerstag Nachrichtenseiten auf seiner Plattform für australische Nutzer gesperrt. Facebook-Nutzer in Australien konnten seither keine nationalen oder internationalen journalistischen Inhalte mehr teilen. Nutzer außerhalb Australiens konnten außerdem nicht mehr auf die Facebook-Seiten von australischen Verlagen zugreifen. Mit dem drastischen Schritt widersetzte sich das Unternehmen einem Gesetzesvorhaben der australischen Regierung, das künftig Google und Facebook dazu zwingen soll, örtliche Medienunternehmen zu bezahlen, wenn sie deren Inhalte verbreiten.

Bei der Nachrichtensperre auf Facebook wurden auch offizielle Unwetterwarnungen oder Informationen zur Corona-Pandemie geblockt. Facebook erklärte, dass es sich dabei um eine Fehl-Konfiguration gehandelt habe und man den Zugang zu den offiziellen Warnhinweisen wieder herstellen wolle.

Australien will mit dem "News Media and Digital Platforms Mandatory Bargaining Code" erreichen, dass Werbeeinnahmen gerechter verteilt werden. In dem Gesetzesentwurf werden zwar weder Google noch Facebook namentlich erwähnt. Doch die Defintion der betroffenen Digitalplattformen in dem Gesetzesentwurf macht klar, dass eigentlich nur die beiden Konzerne aus dem kalifornischen Silicon Valley im Visier stehen.

Der Streit war zuletzt eskaliert. Die Regierung hatte noch am Montag angekündigt, man werde geplante Anzeigen auf Facebook zurückziehen. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich noch nicht ab, dass der US-Konzern und die australische Regierung so schnell zu einer Einigung kommen.

"Diese Änderungen werden digitalen Plattformen und Nachrichten-Medien mehr Klarheit darüber verschaffen, wie das Gesetz angewendet werden sollte und den Rahmen dafür stärken, dass Betriebe im Nachrichten-Medienbereich fair entlohnt werden", erklärte Schatzkanzler Josh Frydenberg. Facebook begrüßte in einer Stellungnahme die Einigung. Man sei zufrieden, dass die australische Regierung einer Reihe von Änderungen und Zusicherungen zugestimmt habe.

Unklar ist noch, wie die Änderungen an dem Gesetzesentwurf im Detail ausfallen werden. So ist bislang auch vorgesehen, dass die beiden US-Konzerne Änderungen an ihren Algorithmen, die die Medienhäuser betreffen können, mit einem zeitlichen Vorlauf von 28 Tagen veröffentlichen müssen. Facebook und Google behandeln allerdings den Code, der auch das Ausspielen von journalistischen Inhalten steuert, als Betriebsgeheimnis, das auch geschützt werden müsse, um Täuschungen des Systems durch Spammer zu unterbinden.

Besonders umstritten ist, dass die Vergütungspflicht schon beim Setzen eines bloßen Links ohne Vorschau-Inhalte einsetzen soll. Der Erfinder des World Wide Webs, Sir Tim Berners-Lee, der sich auch als ausgesprochener Facebook-Kritiker einen Namen gemacht hat, warnte vor diesem Schritt. Bei einer Anhörung des australischen Senats sagte der Internet-Pionier, diese Idee könne "das Internet, wie wir es kennen, unbrauchbar machen".

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Intel-Tochter will ab 2023 fahrerlose Lieferfahrzeuge ausstatten. Der Fahrzeugentwickler Udelv will bis 2028 mehr als 35 000 seiner selbstfahrenden Transporter in den Markt bringen, wie die Unternehmen am Montag ankündigten. Die rechteckigen Wagen sollen unter anderem auf der sogenannten letzten Meile bei Auslieferungen an Kunden eingesetzt werden. JERUSALEM/BURLINGAME - Die Intel -Tochter Mobileye bringt ihre Roboterauto-Technologie in fahrerlose Lieferwagen ein, die 2023 den Regelbetrieb aufnehmen sollen. (Boerse, 12.04.2021 - 16:53) weiterlesen...

Google zieht Berufung gegen Urteil zu Bund-Gesundheitsportal zurück BERLIN - Der US-Konzern Google zieht sich aus dem Rechtsstreit um eine Zusammenarbeit mit der Bundesregierung bei einem Online-Gesundheitsportal zurück. (Boerse, 09.04.2021 - 13:01) weiterlesen...

Apple und Epic bringen sich für App-Store-Verfahren in Stellung. Dreieinhalb Wochen vor Beginn der Verhandlung veröffentlichten die Unternehmen am Donnerstag ihre ausführlichen Argumente auf insgesamt fast 700 Seiten. Epic will, dass Apple gezwungen wird, auf dem iPhone App Stores anderer Anbieter zuzulassen. Apple warnt vor Risiken für Nutzer. OAKLAND - Apple und der "Fortnite"-Entwickler Epic Games bringen sich in Position für ihren Prozess in Kalifornien, der das App-Geschäft auf dem iPhone umkrempelt könnte. (Boerse, 08.04.2021 - 17:36) weiterlesen...

Google setzt Online-Entwicklerkonferenz für Mai an. MOUNTAIN VIEW - Auch Google verlegt seine Entwicklerkonferenz angesichts der fortlaufenden Corona-Pandemie ins Internet. Die Online-Version der Google I/O soll vom 18. bis 20. Mai laufen, wie der Internet-Konzern in der Nacht zum Donnerstag ankündigte. Im vergangenen Jahr ließ Google die I/O-Konferenz ganz ausfallen und beschränkte sich auf eine Handvoll digitaler Präsentationen. Google setzt Online-Entwicklerkonferenz für Mai an (Boerse, 08.04.2021 - 09:36) weiterlesen...

Globale Steuerreform in Sicht - G20 verlängern Schuldenmoratorium. "Ich bin so zuversichtlich wie schon lange nicht mehr", sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch nach Beratungen der Finanzminister der G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer. Im Sommer solle der Durchbruch gelingen. Auch Italiens Finanzminister Daniele Franco bekräftigte, eine Einigung bis Juli werde angepeilt. "Wir sehen eine Beschleunigung der Prozesse", sagte er in Rom. Die Finanzminister der G20 verständigten sich zudem auf eine weitere Unterstützung besonders armer Länder in der Corona-Pandemie. BERLIN - Die führenden Wirtschaftsnationen (G20) nehmen Kurs auf eine weltweite Steuerreform noch in diesem Sommer. (Boerse, 07.04.2021 - 18:26) weiterlesen...

G20-Staaten peilen Einigung auf globale Steuerreform bis Juli an. Außerdem wollen sie den ärmsten Ländern der Welt bei der Bewältigung der Corona-Pandemie verstärkt helfen. Das sagte Italiens Finanzminister Daniele Franco am Mittwoch in Rom nach einem Onlinetreffen mit seinen Kollegen aus der G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer. ROM - Die führenden Wirtschaftsnationen (G20) peilen bis zum Juli eine weltweite Steuerreform an. (Boerse, 07.04.2021 - 17:37) weiterlesen...