Ernährung, Produktion

SYDNEY - Australische Bienenzüchter fürchten angesichts der Corona-Pandemie um die Zukunft ihrer Tiere.

22.10.2021 - 06:06:25

Australiens Bienen-Importe wegen Corona-Pandemie in Gefahr. Auf dem Kontinent gibt es noch keine Varroamilben, die ganze Bienenvölker vernichten können. Folglich haben diese keine Resistenz gegen den Schädling entwickelt. Eine gewisse Abwehr besitzen aber einige europäische Bienenvölker - sie weisen ein sogenanntes VSH-Merkmal ("Varroa Sensitive Hygiene") auf. Um den Genpool der eigenen Bienenvölker zu stärken, importiert Australien Bienenköniginnen aus Europa. Jedoch sorgt die Corona-Pandemie auch für ein Problem: Verzögerungen bei der Post.

"Sie kommen tot an, sie kommen gestresst an oder sie kommen einfach gar nicht an", zitierte der australische Sender ABC zuletzt den Präsidenten des australischen Verbands der Bienenköniginnenzüchter, Richard Sims. Eine Sendung mit 250 Königinnen sei sieben Tage verschollen gewesen, fast alle seien gestorben. Viele Regionen Australiens waren zuletzt monatelang im Corona-Lockdown.

Zehn Bienenköniginnen aus den Niederlanden waren zwar unbeschädigt in Australien angekommen, der Transport innerhalb des Landes dauerte allerdings zehn Tage. "Die Bienen haben überlebt, aber waren in einem schwachen Zustand", sagte Züchterin Corinne Jordan der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben sie künstlich befruchtet und hoffen, dass sie stark genug sind." Die importierten Bienen seien extrem wichtig, um die australischen Artgenossen gegen die Milben zu wappnen, auch wenn sie noch nicht dort nachgewiesen wurden. "Die Situation kann sich jederzeit ändern", mahnte Jordan.

In der Regel hat jeder Bienenstock eine Königin, die als einzige Eier legt. Die europäischen Königinnen mit VSH-Merkmal sollen auf diese Weise widerstandsfähige Bienenvölker schaffen. Arbeiterinnen mit VSH-Merkmal erkennen von der Milbe befallene Bienenbrut und entfernen diesen Nachwuchs. Der Schädlingsbefall wird somit reduziert.

Bienen sind wie in Europa auch für die australische Landwirtschaft sehr wichtig als Bestäuber. "Wir wollen nun neue Technologien testen, um die Temperatur der Boxen, in denen die Königinnen verschickt werden, zu überprüfen. Und mit GPS-Tracking wissen wir dann, wo die Lieferungen feststecken", sagte Jordan.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Tausende Demonstrieren in Brüssel gegen Corona-Maßnahmen. Eine Gruppe von Jugendlichen habe zuvor Sicherheitskräfte mit Wurfgeschossen und Feuerwerkskörpern angegriffen, berichtet die Nachrichtenagentur Belga. Einer ersten Schätzung der Polizei zufolge beteiligten sich rund 8000 Menschen am Sonntag an dem Marsch durch Brüssel. Am Nachmittag riefen die Einsatzkräfte auf Twitter dazu auf, die Demonstration aufzulösen, und kündigten die Festnahme der Störer an. BRÜSSEL - Bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Belgien hat die Polizei am Sonntag Wasserwerfer und Tränengas gegen Protestierende eingesetzt. (Wirtschaft, 05.12.2021 - 17:53) weiterlesen...

Bewegung im Ringen um italienischen Telekomkonzern TIM. Der TIM-Haupteigentümer Vivendi zeigt sich offen für die Idee, dass der italienische Staat die Kontrolle über die Netzinfrastruktur von TIM (vormals Telecom Italia) erlangt. "Die Hypothese einer Staatskontrolle des Netzwerkes, sollte sie der Vorbereitung eines vom Staat geführten, strategischen Projektes dienen, würde mit Sicherheit geprüft werden", erklärte ein Vivendi-Sprecher in einem Statement. Vivendi sei an allen Entwicklungen zum Wohle des Netzinfrastruktur interessiert, wenn der Konzern gleichzeitig den Wert seiner Beteiligungen erhalten könne. ROM - Der Finanzinvestor KKR bekommt bei der angestrebten Übernahme des italienischen Telekomkonzerns TIM offenbar mehr Gegenwind. (Boerse, 05.12.2021 - 17:52) weiterlesen...

Putin und Biden sprechen bei Video-Gipfel über Lage in Ukraine. Der Kreml und das Weiße Haus bestätigten den Online-Gipfel der beiden Staatsmänner. MOSKAU/WASHINGTON - Inmitten wachsender Spannungen im Ukraine-Konflikt werden Russlands Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident Joe Biden am Dienstag miteinander reden. (Wirtschaft, 05.12.2021 - 16:38) weiterlesen...

FDP-Parteitag stimmt Ampel-Koalitionsvertrag zu. Bei einem digitalen Parteitag gab es am Sonntag 535 Ja- und 37 Nein-Stimmen sowie 8 Enthaltungen für das 177-Seiten-Papier zur Bildung der ersten Ampel-Regierung auf Bundesebene. Die FDP errechnete eine Zustimmung von 92,24 Prozent. BERLIN - Die FDP hat den Koalitionsvertrag mit SPD und Grünen mit großer Mehrheit angenommen. (Wirtschaft, 05.12.2021 - 16:36) weiterlesen...

Protestmärsche gegen Corona-Maßnahmen in europäischen Städten. Allein in Wien beteiligten sich nach Angaben der Polizei am Samstag mehr als 40 000 Menschen in teils aufgeheizter Stimmung an Protesten. Ihre Empörung richtete sich insbesondere gegen die allgemeine Impfpflicht, die Österreich im Februar einführen will. Es gab mindestens fünf Festnahmen. Zu Demonstrationen kam es auch in Italien und in den Niederlanden. WIEN - In mehreren europäischen Städten sind am Wochenende wieder Gegner von staatlichen Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus auf die Straße gegangen. (Boerse, 05.12.2021 - 16:28) weiterlesen...

Corona-Inzidenz sinkt leicht - Studie: FFP2-Masken extrem sicher. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 439,2 an. Am Samstag hatte der Wert bei 442,7 gelegen, vor einer Woche bei 446,7 (Vormonat: 169,9). Eine Studie ergab, dass FFP2-Masken selbst bei längerem Kontakt in Innenräumen extrem hohen Schutz vor einer Corona-Infektion bieten. BERLIN/GÖTTINGEN - Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist am Wochenende leicht gesunken, aber bleibt sehr hoch. (Boerse, 05.12.2021 - 16:28) weiterlesen...