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STUTTGART - Im Ringen der führenden Autobauer um die Vorherrschaft bei der Elektromobilität zieht Daimler nach.

22.07.2021 - 16:32:31

Daimler macht Mercedes-Benz zu 'Electric only' - Zellfabriken. Der Stuttgarter Konzern setzt sich deutlich ambitioniertere Ziele für den Durchbruch der eigenen E-Flotte. Zudem kündigte er bei einem Investorentag am Donnerstag für seine Pkw-Stammmarke Mercedes-Benz im Kern auch den baldigen Abschied vom Verbrennungsmotor an. Und das, obwohl das Unternehmen mit dieser Technologie heute noch den Großteil seines Geldes erwirtschaftet.

hatte zuletzt unter anderem milliardenteure Pläne zum Aufbau sechs eigener Batteriezellfabriken bekanntgemacht, die mittelfristigen Verkaufsziele sind ebenso ambitioniert. So soll beispielsweise die Kernmarke VW Pkw bis 2030 in Europa mindestens 70 Prozent ihrer Verkäufe aus dem Absatz reiner Stromer bestreiten.

Mercedes-Benz kündigte an, zwischen 2022 und 2030 seien Investitionen von mehr als 40 Milliarden Euro in batterieelektrische Fahrzeuge vorgesehen. Konkret sollen bei Mercedes im Pkw- und Van-Bereich alle neuen Fahrzeug-Architekturen - die technische Basis von Fahrzeugmodellen - ab 2025 ausschließlich elektrisch sein. Im gleichen Jahr werde man drei neue dieser Plattformen einführen. Ebenfalls bis Mitte des Jahrzehnts soll den Kunden für jedes Mercedes-Modell in jedem Fall auch eine vollelektrische Alternative zur Auswahl stehen.

Das schnellere Hochfahren der Elektromobilität bedeute auch eine grundlegende Wende bei der Verteilung von Kapital, so Daimler. Die Investitionen für Verbrenner und Plug-in-Hybride werden dem Konzern zufolge zwischen 2019 und 2026 um 80 Prozent gekappt, während mehr Geld in die Elektroantriebe fließt.

Trotz des Umstiegs auf die zunächst weniger lukrativen Elektroautos will Källenius die versprochenen mittelfristigen Margenziele halten. Vergangenes Jahr im Oktober hatte er für Mercedes-Benz vorgegeben, dass die Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern auch im ungünstigen Umfeld den mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erreichen sollte, und im günstigen Umfeld auch zweistellig ausfallen sollte - wie derzeit im ersten Halbjahr 2021. Die Umsatzrendite ist Maßstab für die Profitabilität eines Unternehmens; je höher die Prozentzahl ist, desto mehr Gewinn holt das Unternehmen aus jedem Euro Umsatz heraus.

Auch in einer Elektrowelt sollte Mercedes-Benz eine Firma mit prozentual zweistelligen Renditen sein, sagte Finanzchef Harald Wilhelm. Danach strebe der Konzern. Dazu will Mercedes auch bei seinen Luxus- und Sport-Submarken Maybach und AMG die Elektrifizierung vorantreiben - und mit High-End-Elektroautos höhere Preise einstreichen. Außerdem will Daimler eine noch direktere Kontrolle über Preise und Verkäufe erreichen und höhere Umsätze mit digitalen Dienstleistungen erzielen. Standardisierte Batterieplattformen und die Größenvorteile technischer Fahrzeugarchitekturen sollen ebenfalls helfen, die Kosten zu senken. Auf der Kostenseite hatte Källenius bereits vor der Corona-Pandemie die Zügel angezogen und war in der Krise nochmal stärker auf die Ausgabenbremse getreten.

Eine Kehrtwende der bisherigen Pläne steckt hinter der Ankündigung, dass Daimler bald mit Partnern auch selbstständig Batteriezellen - also sozusagen das Herzstück von Batterien - produzieren wird. Eigentlich hatte Källenius hier Geld sparen und auf Zulieferer setzen wollen. Zuletzt hatten allerdings Berichte über eine ungenügende Qualität von gelieferten Zellen die Runde gemacht, Daimler hatte das nicht näher kommentiert.

Zu den Gigafabriken blieben am Donnerstag noch viele Fragen offen. Daimler teilte lediglich mit, dass vier der acht Fabriken in Europa stehen sollen, drei in Asien, hinzu kommt eine in den USA. Wo die Fabriken jeweils genau gebaut werden sollen und mit welchen Partnern man hier zusammenarbeiten will, muss sich ebenfalls noch zeigen. Die Zellfabriken sollen in jedem Fall das bereits geplante Netz an neun Fabriken ergänzen, die Batteriesysteme aus den Zellpaketen zusammensetzen.

@ dpa.de

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