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STUTTGART - Ein Sturz bei einer Wanderung mit Kollegen ist kein Arbeitsunfall - auch nicht, wenn dabei über berufliche Themen gesprochen wird.

16.11.2018 - 12:17:23

Urteil: Sturz bei Wanderung mit Kollegen ist kein Arbeitsunfall. Das hat das Landessozialgericht entschieden. Eine leitende Mitarbeiterin eines Telekommunikationsunternehmens hatte die Tour während eines Treffens mit anderen Führungskräften unternommen und sich dabei verletzt. Weil bei der Wanderung, die von einem Vorgesetzten initiiert worden war, berufliche Tipps und Erkenntnisse ausgetauscht wurden, wertete das Sozialgericht den Sturz in erster Instanz noch als Arbeitsunfall.

Das Landessozialgericht entschied nun aber: Eine Bergwanderung gehöre nicht zum allgemeinen Aufgabenbereich der Ressortleiterin und dürfe vom Arbeitgeber auch nicht angeordnet werden. Die Gespräche während der Wanderung stellten zudem keinen ausreichenden beruflichen Bezug her. Und es habe sich bei dem Ganzen auch nicht um eine betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung gehandelt (Az. L 6 U 441/18).

Laut Mitteilung vom Freitag entschieden die Richter in zwei weiteren Fällen ganz ähnlich: Auch ein Skiunfall am Rande eines "Townhall-Meetings" mit Kollegen und eine Verletzung bei einem Fußballturnier zwischen verschiedenen Niederlassungen eines Unternehmens sind keine Arbeitsunfälle (Az. L 6 U 2237/18 und 260/18). Gegen die Urteile wurde keine Revision zugelassen. Dagegen ist allerdings noch eine Beschwerde möglich.

@ dpa.de

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