Deutschland, Branchen

STUTTGART - Die Zahl der Volks- und Raiffeisenbanken im Südwesten dürfte 2017 weiter sinken.

07.03.2017 - 12:35:25

Verband rechnet mit weiteren Fusionen bei Volksbanken in diesem Jahr. Bereits im vergangenen Jahr war die Zahl der Banken im Land von 206 auf 193 zurückgegangen. In diesem Jahr seien zwölf weitere Fusionen bereits geplant, sagte Genossenschaftspräsident Roman Glaser am Dienstag in Stuttgart. "Wir schließen nicht aus, dass es mehr sind." In fünf bis zehn Jahren, schätze er, blieben noch 150 Institute übrig. Grund sei der wachsende Druck auf die Erträge. Nur eine Veränderung der regulatorischen Anforderungen und des Zinsgefüges könne eine Beruhigung herbeiführen.

Das bleibt nicht ohne Folgen für das Filialnetz. 2016 hatten die Volksbanken noch 2821 Filialen und Selbstbedienungspunkte im Land. Die Zahl der rein mit Automaten bestückten Stellen war dabei leicht auf 603 gestiegen. Angesichts des Trends hin zu Bezahlmöglichkeiten mit dem Smartphone müsse das aber nicht so bleiben, sagte Glaser.

Konsequenz des Rückgangs der Institute sei ein leicht rückläufiger Personalbestand, sagte Glaser. Zuletzt beschäftigten die knapp 200 Institute im Land gut 23 400 Mitarbeiter - rund 300 weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der Auszubildenden werde weiter sinken, sagte Glaser. Denn die Volksbanken bildeten nur so viel Personal aus, wie sie auch selbst benötigten.

Trotz der niedrigen Zinsen haben die Volks- und Raiffeisenbanken im Südwesten dank eines Einmaleffekts im vergangenen Jahr kräftig verdient. Als Jahresüberschuss erwarten die genossenschaftlichen Institute 499 Millionen Euro - ein Plus von 22,8 Prozent. Wegen einer neuen steuerlichen Regelung seien die Zinsen für Pensionsrückstellungen niedriger ausgefallen, erklärte Glaser. Vor dem Abzug von Steuern und Risikovorsorge verbuchten die Banken nur ein leichtes Plus von 1,3 Prozent beim Betriebsergebnis.

Die Kundeneinlagen - also das Geld, das die Kunden bei den Banken anlegen - stiegen aber kräftig um fünf Prozent auf 114,8 Milliarden Euro. Das Kreditvolumen stieg angesichts des Baubooms im Land um 4,5 Prozent auf 95,7 Milliarden Euro.

Mit einer Veränderung der politischen Rahmenbedingungen rechnet Glaser eher nicht. "Ich erwarte nicht kurzfristig eine Zinswende", sagte er. Aber der politische Druck auf die Europäische Zentralbank wachse. Die Pläne für eine europäische Einlagensicherung sind Glaser ein Dorn im Auge. Die Volksbanken in Deutschland stützen sich gegenseitig durch eine Institutssicherung. Kundengelder seien damit in unbegrenzter Höhe geschützt, sagte Glaser. Er wollte die Einlagensicherung zwar nicht als existenzbedrohend bezeichnen. Kleine Häuser würden aber überproportional getroffen, sagte Glaser. Das wiederum könnte den Druck zu Zusammenschlüssen weiter erhöhen.

@ dpa.de

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