Internet, Software

STUTTGART - Die Erpressungssoftware "Wanna Cry" dürfte nach Einschätzung eines Experten ein Weckruf für viele auch nicht betroffene Firmen sein.

21.05.2017 - 14:33:25

IT-Experte: 'Wanna Cry' ist Weckruf für viele Firmen. "Die Gruppe der Unbelehrbaren könnte durch den Vorfall schrumpfen", sagte der Europachef des IT-Dienstleisters DXC Technologies, Michael Eberhardt, der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig sei die Bereitschaft, Geld für Sicherheit in die Hand zu nehmen, nach wie vor gering.

"Sicherheitslücken sind ein bisschen wie Bluthochdruck", sagte Eberhardt weiter. "Wenn Sie es haben, ist es nicht so richtig schlimm, weil es erstmal nicht weh tut. Die Folgen spüren Sie erst viel, viel später."

Bei der weltweiten Cyberattacke waren jüngst Zehntausende Computer in fast 100 Ländern betroffen. Die Computer wurden von sogenannten Erpressungstrojanern befallen, die den Zugriff auf die Daten versperrten und Lösegeld verlangten. Es ging zunächst um 300 Dollar. Wenn nicht gleich bezahlt wurde, verdoppelte sich die Forderung. Bei IT-Experten löste sie Kopfschütteln aus. Denn das Einfallstor war eine längst erkannte Sicherheitslücke in älteren Versionen von Microsofts Betriebssystem Window.

"Wir sehen schon deutlich, die Anzahl der Angriffe nimmt signifikant zu", sagte Eberhardt. Angesichts der wachsenden Vernetzung der Welt, bei der sowohl Maschinen wie Fahrkartenautomaten als auch kleine Geräte wie Werkzeuge mit dem Internet verbunden sind, wachse die Angriffsfläche für Hackerangriffe. "Man sieht, wie verletzlich eine digitale Welt ist und was man alles tun muss, um sie am Laufen zu halten", sagte Eberhardt. "Die Digitalisierung stellt keiner infrage. Aber Digitalisierung ohne ein verlässliches Sicherheitskonzept könnte ein Unternehmen vorübergehend lahmlegen." Mit der zunehmenden Vernetzung zwischen Unternehmen wachse zudem die Gefahr, auch andere Firmen zu gefährden, wenn Sicherheitslücken bestehen.

Noch gefährlicher als eine Erpressungssoftware wie "Wanna Cry" schätzt Eberhardt für Firmen indes Industriespionage mit Hilfe von Spähprogrammen (Trojanern) ein. "Der gefährliche Angriff ist,wenn jemand dauerhaft ihr geistiges Eigentum stiehlt und sie am Markt mit ihren eigenen Waffen schlägt." Ebenso warnt er vor Angriffen auf sogenannte kritische Infrastruktur wie Stromversorgung oder Verkehrsbetriebe. "In den nächsten fünf Jahren schätze ich die Gefahr eines Angriffs auf kritische Infrastruktur hoch ein."

DXC ist erst vor wenigen Wochen aus der Ausgliederung der IT-Dienstleister CSC und HP Enterprise Services hervorgegangen. Das Unternehmen hat etwa 170 000 Mitarbeitern, davon rund 4500 in Deutschland und betreut rund 6000 Firmen weltweit.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Huawei zeigt in Barcelona neue Tablets statt Smartphone-Topmodell. BARCELONA - Huawei überlässt auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorerst seinen Rivalen das Feld: Sein neues Smartphone-Flaggschiff P20 will der chinesische Hersteller erst am 27. März in Paris präsentieren. Dafür zeigte das Unternehmen zum Auftakt der weltweit wichtigsten Mobilfunk-Messe am Sonntag in der katalanischen Metropole ein neues ultradünnes Notebook sowie zwei Tablet-PCs. Das knapp 14 Zoll große Notebook MateBook X Pro hat ein berührungsempfindliches Display und wird von einem Intel -Prozessor der achten Generation angetrieben. Die Tablets der MediaPad-M5-Serie hat Huawei mit Lautsprechern von Harman-Kardon ausgestattet. Das Display zeigt Bilder und Videos in HD-Auflösung. Huawei zeigt in Barcelona neue Tablets statt Smartphone-Topmodell (Boerse, 25.02.2018 - 14:47) weiterlesen...

Online-Bank N26 auf Wachstumskurs und mit schwarzen Zahlen. "Inzwischen legen wir mit rund 2000 Kunden pro Tag zu. Damit sind wir eine der am stärksten wachsenden Banken in Europa", sagte N26-Mitgründer Valentin Stalf der Deutschen Presse-Agentur. Nach zwei Jahren Anlauf verfüge N26 inzwischen über ein "profitables Kundenportfolio". "Heute verdienen wir mit jedem Kunden Geld", sagte Stalf. BERLIN - Die Berliner Smartphone-Bank N26 sieht sich auf Wachstumskurs und ist in den schwarzen Zahlen angekommen. (Boerse, 25.02.2018 - 14:19) weiterlesen...

IPO: Dropbox will 500 Millionen Dollar bei Börsengang erlösen. Das Unternehmen aus San Francisco soll an der Technologie-Börse Nasdaq unter dem Tickerkürzel "DBX" gelistet werden, wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vom Freitag (Ortszeit) hervorgeht. SAN FRANCISCO - Der Online-Speicherdienst Dropbox will 500 Millionen Dollar (407 Mio Euro) mit seinem geplanten Börsengang einnehmen. (Boerse, 25.02.2018 - 14:11) weiterlesen...

Online-Bank N26 auf Wachstumskurs und mit schwarzen Zahlen. "Inzwischen legen wir mit rund 2000 Kunden pro Tag zu. Damit sind wir eine der am stärksten wachsenden Banken in Europa", sagte N26-Mitbegründer Valentin Stalf der Deutschen Presse-Agentur. Nach zwei Jahren Anlauf verfüge N26 über ein "profitables Kundenportfolio". "Heute verdienen wir mit jedem Kunden Geld", sagte Stalf. BERLIN - Die Berliner Smartphone-Bank N26 sieht sich auf Wachstumskurs und in den schwarzen Zahlen. (Boerse, 24.02.2018 - 13:32) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Berenberg belässt RIB Software auf 'Buy' - Ziel 28 Euro. Diese Kooperation verschaffe dem Anbieter von Software für Bau und Architektur zum Einen Sicherheit und Größe und zum Anderen neue Wege zu den Absatzmärkten, schrieb Analyst Gal Munda in einer am Freitag vorliegenden Studie. HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für RIB Software nach einer strategischen Allianz mit Microsoft auf "Buy" mit einem Kursziel von 28 Euro belassen. (Boerse, 23.02.2018 - 18:36) weiterlesen...

RIB Software kooperiert mit Microsoft bei Cloud-Plattform. Das Geschäftsmodell soll darin bestehen, Gebühren für das Abonnement der durch Microsoft und RIB in der Cloud bereitgestellten Software- und Daten-Services zu erheben, wie es hieß. STUTTGART - Der Softwarehersteller RIB am Freitag in Stuttgart mitteilte. (Boerse, 23.02.2018 - 14:21) weiterlesen...