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Bosch, Maschinenbau

STUTTGART - Baden-Württembergs IG-Metall-Chef Roman Zitzelsberger sieht bei der anstehenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie im Frühjahr keinen Sinn darin, hauptsächlich mehr Geld zu fordern.

12.01.2020 - 14:37:24

IG-Metall-Chef: Fokus bei Tarifrunde auf Beschäftigungssicherung. Das Thema Lohnsteigerung werde bei den Gesprächen mit den Arbeitgebervertretern zwar eine Rolle spielen, sagte Zitzelsberger der Deutschen Presse-Agentur. Er gehe aber davon aus, dass es auf Gewerkschaftsseite "einen starken Fokus" auf die Themen Beschäftigungssicherung, Weiterbildung und Qualifizierung geben werde.

hat Vorstandschef Ola Källenius wegen eines Gewinneinbruchs und weiterhin hoher Kosten für neue Technik ein scharfes Sparprogramm aufgelegt und will mehr als 10 000 Stellen streichen. Der Zulieferer Bosch hat im Zuge der Autokrise und der schwächelnden Konjunktur den Abbau von rund 3500 Stellen an mehreren deutschen Standorten bekanntgegeben.

Zitzelsberger kritisierte: "Mit Blick auf die Meldungen aus den letzten Monaten gewinnt man den Eindruck, die Unternehmen würden sich einen Wettbewerb liefern, wer wie viele Stellen streicht." Klar sei, dass die 2020er-Jahre die "Jahre des Umbruchs" auf dem Arbeitsmarkt seien. Die IG Metall wolle diesen Wandel mitgestalten. "Das setzt aber voraus, dass die Unternehmen auch bereit sind, einen sozialen und demokratischen Prozess mitzugehen, anstatt eine Rotstift-Politik zu betreiben, Stellen zu streichen und Leute zu entlassen."

Dabei würden die Arbeitnehmer dringend gebraucht. "Wir suchen auf der einen Seite händeringend nach Fachkräften und diskutieren andererseits jetzt schon wieder über Personalabbau", kommentierte der Gewerkschaftsmann. "Die Botschaft der Unternehmen müsste doch eigentlich lauten: Leute, ihr werdet dazulernen müssen und künftig möglicherweise an anderer Stelle andere Dinge tun. Aber macht euch keine Sorgen: Wir unterstützen und begleiten euch dabei."

Gesamtmetall-Chef Rainer Dulger hatte angesichts der angespannten wirtschaftliche Situation zuletzt gesagt: "Die fetten Jahre sind jetzt zu Ende. Das sieht jeder und da müssen wir uns wieder mehr darauf konzentrieren, wie wir wettbewerbsfähiger werden." Unsicherheiten wie der Brexit und der Handelsstreit zwischen den USA und China belasteten die exportstarke Metall- und Elektroindustrie schwer. Diese Punkte sowie die Umbrüche in der Industrie müssten bei kommenden Tarifabschlüssen berücksichtigt werden.

@ dpa.de