Stellantis, NL00150001Q9

STUTTGART / AMSTERDAM - Die Autobauer Mercedes-Benz und Stellantis wollen mit dem US-Unternehmen Factorial Energy gemeinsam Feststoffbatterie-Technik für künftige E-Autos entwickeln.

30.11.2021 - 14:51:29

Mercedes-Benz und Stellantis kooperieren mit US-Batterie-Hersteller. Mercedes werde sich am Kapital von Factorial mit einem "hohen zweistelligen Millionenbetrag in US-Dollar" beteiligen, teilte Mercedes-Benz am Dienstag in Stuttgart mit.

Bei Feststoffbatterien wird die Ladung nicht mehr durch ein flüssiges Trägermaterial transportiert. Die Zellen können so leichter werden, was die Reichweite der Fahrzeuge erhöht. Zudem sind höhere Energiedichte und rascheres Aufladen denkbar.

Im Sommer hatte Mercedes-Benz mehr Ehrgeiz für den Aufbau der eigenen E-Flotte signalisiert. Das Mercedes-Benz-Geschäft soll grundsätzlich auf elektrisches Fahren ausgerichtet werden. In vier Jahren wollen die Schwaben 50 Prozent ihrer Neuverkäufe mit vollelektrischen oder Plug-in-Autos erzielen. Bis zum Ende des Jahrzehnts will man vollelektrisch werden, hieß es - überall dort, wo es "die Marktbedingungen zulassen".

Auch der Opel-Mutterkonzern Stellantis kündigte eine "strategische Investition" in das US-Unternehmen an, ohne die Summe zu nennen. "Unsere Investition in Factorial und andere hoch angesehene Partner verstärkt die Geschwindigkeit und Beweglichkeit, die wir benötigen, um unser Portfolio an Elektrofahrzeugen mit der neuesten Technologie auszustatten", sagte Konzernchef Carlos Tavares. "Initiativen wie diese werden eine schnellere Markteinführung und einen kostengünstigeren Übergang zur Feststoffbatterie-Technik ermöglichen." Stellantis war im Januar aus dem Zusammenschluss des französischen Peugeot-Herstellers PSA und Fiat Chrysler (FCA) entstanden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Stellantis-Chef wettert gegen Elektroauto-Strategie der EU. Die politischen Vorgaben hätten den Herstellern keine kreative Freiheit gelassen, andere Ideen einzubringen, erklärte Tavares in einem "Handelsblatt"-Interview (Mittwoch). Die Elektroantriebe seien 50 Prozent teurer als die Verbrenner und trieben die Preise für Neuwagen in die Höhe. Damit steige das Risiko, dass die Mittelschicht keine Autos mehr kaufen könne und die Staatskassen überfordert würden. DÜSSELDORF/FRANKFURT - Der Chef des Autokonzerns Stellantis hat die Elektroauto-Strategie der EU scharf kritisiert. (Boerse, 19.01.2022 - 10:47) weiterlesen...

'Batteriehaus' von VW und Bosch - Aufseher Weil: Bund muss mitbieten. Daraus könnte ein Gemeinschaftsunternehmen zur Ausrüstung kompletter Zellfabriken für die Fahrzeugbranche werden, wie die Partner am Dienstag erklärten. Bis zum Jahresende wollen sie dies vorbereiten. Niedersachsens Ministerpräsident und VW -Aufseher Stephan Weil erhofft sich zudem vom Bund mehr Engagement im Wettbewerb um die Standorte. WOLFSBURG/STUTTGART - Volkswagen und sein Großlieferant Bosch wollen mit einem neuen Projekt ihre Kompetenzen im Bau von E-Autos und Fertigungstechnik für Batteriezellen in Europa bündeln. (Boerse, 18.01.2022 - 18:43) weiterlesen...

Weil: Bund muss im Standortwettbewerb um Zellwerke aktiver werden. In Anbetracht der Förderprogramme einiger anderer Länder müsse Berlin nachziehen. "Mein dringender Rat an die Bundespolitik ist, dass Deutschland mithalten sollte", sagte der SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag). HANNOVER/FRANKFURT - Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil hat den Bund abermals aufgefordert, im europaweiten Wettbewerb um neue Standorte für Auto-Batteriezellwerke mehr Initiative zu zeigen. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 10:33) weiterlesen...

Acea: EU-Automarkt sackt 2021 wegen Chipmangel weiter ab. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Neuzulassungen um 2,4 Prozent auf 9,7 Millionen Autos, wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte. Das ist noch einmal weniger als 2020, als die Pandemie dem Automarkt bereits einen Rekord-Einbruch eingebrockt hat. BRÜSSEL - In der Europäischen Union sind 2021 noch weniger neue Autos zugelassen worden als auf dem Niedrigniveau des Corona-Jahres 2020. (Boerse, 18.01.2022 - 08:04) weiterlesen...