Sto SE, DE0007274136

STÜHLINGEN - Der Dämmstoff- und Farbenhersteller Sto bekommt die globalen Lieferengpässe und knappe Rohstoffressourcen zu spüren.

19.11.2021 - 15:08:58

Steigende Rohstoffkosten und Lieferengpässe belasten SDax-Neuling Sto

Dank einer starken Entwicklung im ersten Halbjahr lagen die Erlöse bei Sto in den ersten neun Monaten des Jahres mit gut 1,2 Milliarden Euro dennoch 12,6 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Sto macht mehr als die Hälfte seines Geschäfts im Ausland. Hier hätten sich in einzelnen Märkten, die im Vorjahr hohe Einbußen infolge der Coronavirus-Pandemie verzeichnet hatten, teilweise noch Nachholeffekte bemerkbar gemacht.

Dem standen bei Sto allerdings stark gestiegene Preise bei Beschaffung und Transport gegenüber. Diese habe das Unternehmen bisher nicht ausreichend an die Kunden weitergeben können, hieß es weiter. Zudem bereiteten Lieferengpässe dem Unternehmen Probleme. Aufgrund eines gut gelaufenen ersten Halbjahres liege das Ergebnis nach neun Monaten aber höher als ein Jahr zuvor, hieß es weiter. Konkrete Zahlen nannte das Unternehmen nicht.

Das Management hatte die Anleger schon im Sommer vor dieser Entwicklung gewarnt. Nun bestätigte Sto seine Ende August angepasste Prognose. So soll zwar der Umsatz um zehn Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro steigen. Der operative Gewinn (Ebit) soll jedoch nur 98 bis 113 Millionen Euro erreichen - und damit unter den 120,8 Millionen Euro aus dem vergangenen Jahr liegen. In der Prognose ist bereits ein weiterer Rückgang des Wachstums im vierten Quartal berücksichtigt.

Die Anleger zeigten sich am Freitag trotzdem verunsichert. Für die Sto-Aktie ging es bis zum Nachmittag um fast vier Prozent auf 211 Euro abwärts, nachdem der Kurs seit Anfang November gestiegen war. Damit rückt auch das bisherige Hoch von 236,50 Euro aus dem August wieder etwas weiter in die Ferne. Das Sto-Papier hatte bis dahin eine starke Rally hingelegt. Seit der Aufnahme in den Index der kleinen Werte schwächelt der Kurs allerdings etwas. Seit dem Jahreswechsel steht derzeit immer noch ein Plus von knapp 63 Prozent zu Buche.

@ dpa.de