Pharma, Biotechnologie

Studie: Noch nie wurden so viele Frauen für Vorstände rekrutiert

27.10.2021 - 07:09:26

Studie: Noch nie wurden so viele Frauen für Vorstände rekrutiert. BERLIN - Mehr Frauen als sonst haben in diesem Jahr den Sprung in die Topetage börsennotierter Unternehmen in Deutschland geschafft. Zum 1. September gab es 25 Vorstandsfrauen mehr als im Vorjahr, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung der gemeinnützigen Allbright-Stiftung hervorgeht. Es sei der bislang größte jährliche Zuwachs in den 160 Unternehmen der Dax -Familie. Noch nie seien so viele Frauen für die Führungsetage rekrutiert worden.

und SDax saßen demnach 93 Frauen 603 Männern gegenüber. Mehr als die Hälfte (81) der ausgewerteten Firmen hat den Angaben zufolge aber nach wie vor keine Frau im Vorstand.

Den größten Zuwachs gab es mit plus 5,4 Prozentpunkten auf einen Frauenanteil von 18,2 Prozent in den Vorständen der 30 Dax-Konzerne. Nach der Erweiterung der obersten Börsenliga am 20. September um 10 Konzerne, sank der Anteil auf 17,4 Prozent. Denn die Hälfte der Dax-Neulinge hat den Angaben zufolge keine Managerin im Vorstand.

Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland weiter hinterher. In den 30 Börsenschwergewichten in den USA liegt der Frauenanteil demnach bei 31,1 Prozent, gefolgt von Großbritannien (27,4 Prozent) und Schweden (27,1 Prozent).

"Unternehmen sollten sich jetzt nicht zurücklehnen und hinter der einen "Alibi-Frau" verstecken", forderten die Geschäftsführer der Allbright-Stiftung, Wiebke Ankersen und Christian Berg. "Sie werden sich daran messen lassen müssen, ob hier eine echte Transformation zustande kommt, wie sie in anderen westlichen Industrieländern längst in vollem Gange ist." Wie auch bei der Digitalisierung brauche es einen Aufbruch, der die deutsche Wirtschaft voranbringe, "und dazu braucht es einen deutlich höheren Frauenanteil in den Vorständen."

Die Politik hatte den Druck jüngst erhöht: Nach dem "zweiten Führungspositionen-Gesetz" müssen große Unternehmen in Deutschland Frauen bei der Besetzung von Posten der höchsten Management-Ebene künftig stärker berücksichtigen. Demnach muss in börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Firmen mit mehr als 2000 Beschäftigten und mehr als drei Vorständen künftig mindestens eine Frau in dem Gremium sitzen. Bei Neubesetzungen der Posten muss darauf Rücksicht genommen werden.

Andere börsennotierte oder mitbestimmte Unternehmen, die nicht unter die Mindestvorgabe fallen, sollen begründen müssen, wenn sie für ihren Vorstand ohne Frauen planen - wenn sie also eine "Zielgröße Null" in ihren Berichten angeben. Geschieht das nicht, drohen Bußgelder. Der Studie zufolge nennen noch 37 der ausgewerteten Unternehmen die "Zielgröße Null".

Die deutsch-schwedische Allbright-Stiftung setzt sich für mehr Frauen und Diversität in den Führungspositionen der Wirtschaft ein.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Strobl: Bei Impfpflicht könnte Corona-Protest radikaler werden. Nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes könne man davon ausgehen, dass "eine Impfpflicht die aggressive Haltung der Querdenker-Bewegung noch verstärkt", sagte der baden-württembergische Innenminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). BERLIN - Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl (CDU), hat vor einer Radikalisierung der Corona-Proteste im Fall einer Impfpflicht gewarnt. (Wirtschaft, 04.12.2021 - 11:43) weiterlesen...

Patientenschützer fordern mehr Tests. "Ich habe das Gefühl, das ist eine Scheuklappen-Politik: Es gibt nur 2G und alles andere blenden wir aus", kritisierte Vorstand Eugen Brysch die jüngsten Beschlüsse von Bund und Länder. Die Ordnungsämter seien nicht in der Lage, die 2G-Regeln - Zugang nur für Geimpfte und Genesene - flächendeckend zu kontrollieren. "Ohne Kontrolle macht das keinen Sinn", sagte Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Hinzu komme das Problem gefälschter Impfausweise und kopierter Impfnachweise in Handys. DORTMUND - Im Kampf gegen die Corona-Pandemie muss aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz das Testen stärker in den Fokus der Schutzmaßnahmen rücken. (Wirtschaft, 04.12.2021 - 11:29) weiterlesen...

Omikron-Mitentdecker: Vorläufer der Variante gibt es schon sehr lange. "Nach derzeitigem Kenntnisstand hat sich eine frühe Form von Omikron schon vor der Entstehung von Alpha und Delta als eigener Virustyp entwickelt", sagte Wolfgang Preiser von der Stellenbosch University in der Nähe von Kapstadt der Deutschen Presse-Agentur. Er ist Mitglied des Forschungskonsortiums, das die Variante entdeckt hat. STELLENBOSCH - Vorläufer der kürzlich entdeckten Corona-Variante Omikron dürften ihrem aus Deutschland stammenden Mit-Entdecker zufolge schon sehr lange existieren. (Boerse, 04.12.2021 - 11:28) weiterlesen...

RKI registriert 64 510 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 442,7. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 442,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 442,1 gelegen, vor einer Woche bei 444,3 (Vormonat: 183,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 64 510 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.48 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 67 125 Ansteckungen. BERLIN - Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut leicht gestiegen. (Boerse, 04.12.2021 - 11:28) weiterlesen...

Montgomery: Bei Stiko-Empfehlung kein Grund gegen Kinder-Impfpflicht BERLIN - Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, sieht keinen Grund gegen eine Corona-Impfpflicht auch für Kinder - falls die Ständige Impfkommission diesen eine Impfung empfiehlt. (Wirtschaft, 04.12.2021 - 11:25) weiterlesen...

Südafrika: Corona-Neuinfektionen steigen rapide an. Am Freitag meldete das Nationale Institut für übertragbare Krankheiten (NICD) 16 055 Neuinfektionen innerhalb eines Tages bei 65 990 durchgeführten Covid-Tests. Vor genau einer Woche lag in dem Land mit rund 59 Millionen Einwohnern die Zahl der Neuinfektionen bei 2 828, nachdem 30 904 Tests durchgeführt wurden. 72 Prozent der neuen Fälle sind nach NICD-Angaben in der bevölkerungsreichsten Provinz Gauteng, zu der auch die Metropole Johannesburg gehört, aufgetreten. JOHANNESBURG - Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Südafrika steigt rapide an. (Wirtschaft, 03.12.2021 - 20:20) weiterlesen...