Ströer Aktie: Goldman auf 37 Euro, Berenberg auf 52 Euro
08.06.2026 - 04:20:01 | boerse-global.de
Die Aktie des Außenwerbers Ströer notiert bei 34,92 Euro – und damit 34 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Die Kursverluste der letzten Wochen sind heftig: 8,6 Prozent in sieben Tagen, 11,5 Prozent seit einem Monat. Die Stimmung ist angespannt. Und die Analysten liefern kein einheitliches Bild.
Zwei Banken, zwei Welten
Goldman Sachs hat das Kursziel auf 37 Euro gesenkt – kaum mehr als der aktuelle Kurs. Eine optimistische Prognose sieht anders aus. Genau das Gegenteil signalisiert die Berenberg Bank: Sie bleibt bei "Buy" und nennt ein Kursziel von 52 Euro. Ein Unterschied von 15 Euro oder rund 40 Prozent. Das zeigt: Niemand weiß derzeit, wo die Reise für Ströer hingeht.
Die beiden Einschätzungen stehen exemplarisch für das schwierige Marktumfeld. Werbeausgaben hängen stark an der Konjunktur. Und die schwankt aktuell heftig.
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Technisch im Abwärtstrend
Der Chart spricht eine klare Sprache. Der Kurs liegt unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 36,16 Euro. Auch der 50-Tage-Schnitt bei 36,04 Euro wird unterschritten. Das sind klassische Signale für einen nicht abgeschlossenen Abwärtstrend. Die annualisierte Volatilität von 47 Prozent unterstreicht das unruhige Fahrwasser.
Der RSI von 40,0 liegt im neutralen Bereich – weder überkauft noch überverkauft. Klare Richtungssignale gibt es von dort nicht.
Warten auf die Trendwende
In den vergangenen Monaten gab es Spekulationen um ein mögliches Interesse von Finanzinvestoren wie Blackstone. Konkret wurde daraus nie etwas. Der Markt schaut jetzt auf die operative Entwicklung. Ströer treibt den digitalen Umbau voran. Ob das im volatilen Werbemarkt für Stabilität sorgt, muss sich in den kommenden Quartalen zeigen.
Kurz gesagt: Solange die Analysten so weit auseinanderliegen und die Charttechnik keine Bodenbildung anzeigt, bleibt Ströer ein Zitterpapier.
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