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STRASSBURG - Erstmals gibt die Europäische Union auch für Lastwagen verbindliche Klimaschutzziele vor: Neue Modelle sollen bis 2025 im Durchschnitt 15 Prozent und bis 2030 mindestens 30 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen als heutige.

18.04.2019 - 17:30:38

EU-Parlament bestätigt scharfe Klimaauflagen für Lastwagen. Diese im Februar mit den EU-Ländern vereinbarten Vorgaben bestätigte das Europaparlament am Donnerstag. Nun muss der Rat der Mitgliedsländer noch formal zustimmen, dann können die neuen Regeln in Kraft treten.

Sie sollen helfen, den steigenden Ausstoß von Klimagasen aus dem Verkehr in den Griff zu bekommen. Weil immer mehr Brummis in Europa unterwegs sind, verursacht der Schwerlastverkehr heute 25 Prozent mehr Klimagase als 1990. Für den Klimaschutz hat die EU jedoch im Pariser Abkommen insgesamt drastisch sinkende Emissionen versprochen. Herstellern, die ihre Flottenziele reißen, drohen Bußgelder: Zwischen 2025 und 2029 sollen pro Gramm Kohlendioxid und Tonnenkilometer 4250 Euro fällig werden, ab 2030 dann 6800 Euro.

Europaabgeordnete von Grünen, Sozial- und Christdemokraten begrüßten den Beschluss. "Es ist ein großer Erfolg, dass die EU nun erstmals gegen die CO2-Emissionen von schweren Nutzfahrzeugen vorgeht", erklärte der für die Vorlage zuständige Grünen-Abgeordnete Bas Eickhout. Die Vorschriften sollten neue Technik voranbringen. So wird Herstellern auch vorgeschrieben, dass 2025 mindestens zwei Prozent ihrer verkauften Fahrzeuge keine oder fast keine Treibhausgase mehr ausstoßen. Gemeint sind zum Beispiel Elektroantriebe.

Der deutsche Branchenverband VDA hält die Vorgaben für willkürlich und zu ehrgeizig. Dabei seien die Anreize zur Einführung von Fahrzeugen mit wenig oder keinen Emissionen zu schwach, erklärte der VDA. Der CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke hielt dagegen, die neuen Grenzwerte seien zwar eine große Herausforderung für die Lastwagenbauer, aber grundsätzlich vertretbar.

Ebenfalls am Donnerstag beschloss das Europaparlament auch neue Vorgaben zur Beschaffung von Bussen und anderen Fahrzeugen für den öffentlichen Nahverkehr. So müssen bis Ende 2025 in Deutschland 45 Prozent der neu angeschafften Busse "sauber und energieeffizient" nach Maßgaben der neuen EU-Richtlinie sein, ab 2026 dann sogar 65 Prozent. Der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken lobte den Beschluss. Die Ziele seien ehrgeizig, aber erreichbar, etwa durch einen Mix aus wasserstoff- oder batterieelektrischen und Biogas-Bussen.

@ dpa.de

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