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STOCKHOLM - Der schwedische Mobilfunkausrüster Ericsson sieht sich in der Lage, Europa mit genügend 5G-Funkeinheiten zu versorgen, um die Netze für die fünfte Mobilfunkgeneration aufzubauen.

02.12.2019 - 09:46:40

Ericsson: Kapazitäten für Aufbau europäischer 5G-Netze vorhanden. Das sagte Ericsson-Manager Fredrik Jejdling am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Jejdling trat damit Befürchtungen entgegen, Ericsson verfüge nicht über genügend Kapazitäten, alle europäischen Mobilfunknetzbetreiber mit 5G zu beliefern, wenn chinesische Anbieter wegen Sicherheitsbedenken in Europa ausgeschlossen werden sollten.

mit 22 Prozent. Auf 11 Prozent Marktanteil kam der einheimische Huawei-Rivale ZTE. Auch in den USA setzten viele lokale Netzbetreiber auf Technik von Huawei - ihre potenziellen Probleme bei der Wartung waren ein zentraler Grund dafür, dass die US-Regierung ihre Sanktionen gegen Huawei schnell wieder aussetzte.

China ist beim Aufbau seines eigene 5G-Netzes deutlich weiter als Deutschland. Wie Staatsmedien berichteten, hat Anfang November der 5G-Betrieb in 50 Städten zumindest teilweise begonnen. In den chinesischen 5G-Netzen wird aber auch Ausrüstung von Ericsson eingesetzt. China ist für den schwedischen Konzern nach den USA der zweitgrößte 5G-Absatzmarkt.

In der Diskussion um einen Huawei-Bann tauchte immer wieder das Argument auf, 5G-Netze in Europa könnten eigentlich nur mit Hilfe der Chinesen aufgebaut werden, weil die europäischen Huawei-Konkurrenten Nokia und Ericsson gar nicht über die notwendigen Kapazitäten verfügten. Außerdem könnten die Europäer nicht technologisch mit Huawei mithalten.

Der Lateinamerika- und Europachef von Ericsson, Arun Bansal, wies in einem Beitrag auf Linkedin diese Argumentation zurück. "Wir sind führend bei 5G", erklärte er und verwies dabei auf eine Studie der Anwaltskanzlei Bird & Bird zur Qualität der 5G-Patente. Um die Kapazität auszubauen, habe Ericsson ein neues Werk in Estland gebaut, das kurz vor der Eröffnung stehe.

@ dpa.de