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Siemens Healthineers, DE000SHL1006

Siemens übertrifft Erwartungen - Ausblick verhalten

07.11.2019 - 12:47:24

Siemens übertrifft Erwartungen - Ausblick verhalten. (Aussagen aus der Bilanzpressekonferenz, Analysten, Aktienkurs)

eingebracht werden. Der designierte Energy-Chef Michael Sen macht dabei eine "Aufbruchstimmung" aus und erhofft sich unter anderem "mehr Flexibilität in Strategieentscheidungen". Das Marktumfeld ist dabei schwierig, der Preisdruck hoch, auch in der Windkraft.

Sen bekannte sich dabei zu der Beteiligung an Gamesa. "Wir sehen einen darwinistischen Verdrängungswettbewerb im Windenergiegeschäft", sagte er. Siemens Gamesa, die am Dienstag schwache Zahlen vorgelegt hatte, bewähre sich dabei im harten Markt besser als andere und sei ein wichtiges strategisches Element für das Energiegeschäft.

Siemens komme bei der Transformation gut voran, sagte Kaeser. "Danach wird die Marke Siemens nicht mehr ein Konglomerat traditioneller Prägung sein, sondern aus drei auf ihre Branchen fokussierte Unternehmen bestehen." Das Kerngeschäft von Siemens wird dabei künftig aus dem Digitalisierungsgeschäft, der smarten Infrastruktur sowie dem Zuggeschäft bestehen, flankiert von Healthineers und Energy. Das Zuggeschäft soll dabei zunächst weiter im Konzern verbleiben. Derzeit gäbe es keinen Grund, über einen Börsengang der Sparte zu spekulieren, erklärte Kaeser. Siemens hatte die Sparte eigentlich mit dem französischen Konkurrenten Alstom fusionieren wollen, scheiterte aber an der europäischen Wettbewerbsbehörde.

Fragen zu seiner Zukunft blockte Kaeser ab. Der Vertrag des 1957 geborenen Niederbayern läuft Anfang 2021 aus, der Siemens-Aufsichtsrat hatte Technik-Vorstand Roland Busch zum 1. Oktober zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bestellt und damit quasi zum Kronprinz gemacht. Über die Nachfolge und deren Zeitpunkt soll im Sommer 2020 entschieden werden. Das hatte zu Spekulationen geführt, Kaeser könne womöglich früher gehen. Aber auch das Gegenteil könnte theoretisch der Fall sein - dass der Manager womöglich doch noch einmal verlängert, um die Früchte seines Strategieprogramms zu ernten. Kaeser sprach lediglich von einer "konventionellen, klaren Nachfolgeregelung". Der ersten "seit 15 Jahren". Weiter wollte sich Kaeser nicht äußern, außer: "ich werde garantiert nicht um fünf Jahre verlängern".

Für das vergangene Geschäftsjahr konnte Kaeser "Wort halten", das Unternehmen erfüllte seine Ziele. Netto sank der Gewinn zwar von 5,8 Milliarden auf 5,2 Milliarden Euro, allerdings hatte Siemens im vergangenen Jahr von Sondererträgen, etwa aus dem Verkauf seiner restlichen Osram-Anteile, profitiert. Die Aktionäre sollen eine um 10 Cent höhere Dividende von 3,90 Euro je Aktie erhalten. Siemens legte dabei einen starken Schlussspurt hin. Umsatz und Gewinn legten im vierten Geschäftsquartal deutlich zu. Zum Ergebniswachstum trugen alle Bereiche mit Ausnahme des Windanlagenbauers Siemens Gamesa bei. Stark zeigte sich das Softwaregeschäft. Netto sprang der Gewinn konzernweit im Zeitraum Juli bis September von 559 Millionen auf 1,3 Milliarden Euro. Hier profitierte Siemens auch von einer deutlich niedrigeren Steuerquote. Zudem hatten hohe Restrukturierungskosten für das Kraftwerksgeschäft im vergangenen Jahr belastet.

@ dpa.de