Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

SHANGHAI - China ist der große Lichtblick für deutsche Autobauer in der Corona-Krise.

17.04.2021 - 10:03:27

SHANGHAI/ROUNDUP: China ist 'große Lokomotive' für Autobauer. Der weltgrößte Automarkt wird in diesem Jahr nach Einschätzung chinesischer Branchenexperten um sechs Prozent oder auch mehr zulegen. Besonders rasant soll der Absatz bei Elektroautos wachsen. "70 Prozent Zuwachs dürften kein Problem sein", sagte der Generalsekretär der Personenwagenvereinigung, Cui Dongshu, am Samstag vor Beginn der internationalen Automesse in Shanghai der Deutschen Presse-Agentur.

Auch der deutsche Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht im chinesischen Automarkt die "große Lokomotive". "China fährt allen davon", sagte der Direktor des Center Automotive Research (CAR) der dpa. Auch in den USA werde es besser, da das riesige Konjunkturpaket der neuen Regierung von US-Präsident Joe Biden auch Autos fördert. "Aber das wird bei weitem nicht so stark wie China sein", glaubt Dudenhöffer. Südamerika versinke im Chaos. "Europa wird eher stagnieren beziehungsweise kleine Zuwächse haben", sagte er.

Mit rund 1000 Ausstellern ist die "Auto China" in Shanghai, die am Montag beginnt, heute die größte Automesse der Welt. Bis zum 28. April werden Hunderttausende Besucher in den zwölf Messehallen erwartet. Da China das Coronavirus seit dem vergangenen Sommer weitgehend im Griff hat, ist es nach Peking im September schon die zweite große Automesse in China innerhalb von nur sieben Monaten. Allerdings müssen Besucher negative Coronatests vorweisen, ihre Körpertemperatur messen lassen und mit der Corona-App nachweisen, dass ihre Teilnahme unbedenklich ist und sie nicht in Risikogebieten waren.

Besonders seit Jahresbeginn boomt der Markt in China. In den ersten drei Monaten sind die Neuzulassungen um 76 Prozent auf 6,48 Millionen Pkw-Verkäufe gestiegen. Der große Sprung lässt sich auch durch die niedrige Vergleichsbasis vor einem Jahr erklären, als das Land zu Beginn der Corona-Krise weitgehend stillgestanden hatte. Trotzdem bleibe ein echter Zuwachs von "gut 20 Prozent", sagte Dudenhöffer.

Der Anstieg im Autoabsatz wird vor allem durch die schnelle wirtschaftliche Entwicklung getrieben. Im ersten Quartal erlebte die zweitgrößte Volkswirtschaft ein Rekordwachstum von 18,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Regierung rechnet in diesem Jahr mit "mehr als sechs Prozent" Wachstum, der Internationale Währungsfonds (IWF) sogar mit acht Prozent. Als einzige große Volkswirtschaft in der Pandemie hatte China 2020 ein Wachstum von 2,3 Prozent erreicht.

Nach dem Rückgang 2020 um sechs Prozent soll Chinas Automarkt in diesem Jahr mindestens so stark wie die gesamte Wirtschaft wachsen. "Es dürfte so hoch wie das Wirtschaftswachstum oder etwas mehr sein", sagte Cui Dongshu von der Pkw-Vereinigung. Der Absatz von Elektroautos werde sich noch viel rasanter entwickeln. Verbraucher hätte mehr Vertrauen in die Qualität und Verlässlichkeit. "Die Autos mit neuen Antrieben werden sich schneller entwickeln."

Der Direktor der Vereinigung der chinesischen Autohändler, Jia Xinguang, sieht als treibende Kraft für den Absatz von Elektroautos die massiven Beschränkungen für Benziner in Metropolen, die deren Zulassung beschränken. So begrenzen Großstädte in China die Vergabe von neuen Nummernschildern und bevorzugen dabei Elektroautos. "Umweltbewusstsein oder Subventionen sind nicht so wichtig", meint Jia Xinguang.

Weltweit wird heute schon jedes dritte Auto (32,4 Prozent) in China verkauft, wie das CAR-Zentrum errechnete. Der Anteil sollte bis 2025 auf 34 Prozent steigen, sagte Dudenhöffer. "Die Schere wird größer." Im Jahr 2025 dürfte der chinesische Automarkt mit einem Absatz von 30 Millionen Neuwagen gut zehnmal so groß sein wie der deutsche Markt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

GESAMT-ROUNDUP: Gleiches Geld für gleiche Arbeit - Erste Schritte im Osten. Bis 2027 soll die Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden sinken, wie aus einer Ankündigung vom Mittwoch hervorgeht. Beim Flächentarif der Metall- und Elektrobranche ist das aber noch nicht in Sicht. Beim Tarifabschluss in Sachsen am Dienstagabend gelang der IG Metall keine Ost-West-Angleichung. Die Arbeitgeber sagten aber weitere Gespräche zu. Dabei soll eine Tarifregelung gefunden werden, die auf betrieblicher Ebene Schritte zum West-Niveau ermöglicht. CHEMNITZ/FRANKFURT/WOLFSBURG - Mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung erhalten die VW -Beschäftigten in Sachsen eine Perspektive für gleiche Arbeitsbedingungen wie im Westen. (Boerse, 12.05.2021 - 17:55) weiterlesen...

Metall-Tarifeinigung in Sachsen vorerst ohne West-Angleichung. Auch für Sachsen wird nun der Pilotabschluss aus Nordrhein-Westfalen übernommen. Eine Angleichung der Arbeitsbedingungen an das West-Niveau gelang in den Verhandlungen der IG Metall mit dem Arbeitgeberverband Sachsenmetall aber nicht. Jedoch vereinbarten beide Seiten am Dienstagabend in Chemnitz darüber hinaus, in den nächsten Monaten einen tariflichen Rahmen für betriebliche Lösungen zur Angleichung Ost zu schaffen. CHEMNITZ/FRANKFURT - Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Osten müssen vorerst weiterhin länger für ihr Geld arbeiten als die Kollegen im Westen. (Boerse, 12.05.2021 - 16:07) weiterlesen...

Standorte in Sachsen kommen bis 2027 in die VW AG - Arbeitszeit sinkt. Die rund 10 000 Beschäftigten des größten europäischen Autobauers, der in Ostdeutschland bislang die Tochter Volkswagen Sachsen GmbH betreibt, profitieren damit künftig auch von einer Integration in den Haustarifvertrag. Bis 2027 soll dies komplett umgesetzt sein, hieß es am Mittwoch aus dem Unternehmen. ZWICKAU/WOLFSBURG - Volkswagen holt seine drei sächsischen Standorte Zwickau, Chemnitz und Dresden vollständig unter das Dach der VW AG. (Boerse, 12.05.2021 - 15:00) weiterlesen...

Metall-Tarifeinigung auch in Sachsen. Sie erhalten eine Corona-Prämie von 500 Euro in diesem Jahr sowie dauerhafte Sonderzahlungen vom kommenden Jahr an. Die Gewerkschaft IG Metall und der Arbeitgeberverband Sachsenmetall wollen den entsprechenden Pilotabschluss aus Nordrhein-Westfalen übernehmen, wie beide Seiten am Mittwoch mitteilten. Zudem wolle man bis Ende Juni einen tariflichen Rahmen dafür schaffen, die Arbeitsbedingungen im Osten an das Westniveau anzugleichen. CHEMNITZ - Die rund 180 000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen bekommen mehr Geld, müssen dafür vorerst aber weiter mehr arbeiten als ihre Kollegen im Westen. (Boerse, 12.05.2021 - 12:24) weiterlesen...

Chinesischer Automarkt zieht weiter an. Im April legten die Verkäufe um 12,4 Prozent auf 1,64 Millionen Fahrzeuge zu, wie der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) am Dienstag in Peking mitteilte. Im Vorjahr hatte der Ausbruch der Covid-19-Pandemie den chinesischen Automarkt vor allem in den ersten drei Jahresmonaten belastet, im April 2020 war das Minus mit 5,5 Prozent schon deutlich weniger stark ausgefallen. Der PCA misst den Verkauf von Pkw, SUV, Minivans und kleineren Mehrzweckfahrzeugen an die Endkunden. Für die deutschen Autokonzerne Volkswagen , Daimler und BMW ist China der wichtigste Einzelmarkt. PEKING - Der chinesische Pkw-Markt befindet sich weiter im Aufwind. (Boerse, 11.05.2021 - 08:42) weiterlesen...

KORREKTUR: Branche: Ladesäulenausbau hält mit E-Auto-Boom nicht Schritt (Im 2. (Boerse, 10.05.2021 - 10:48) weiterlesen...