Regierungen, Lebensmittelhandel

SEOUL - Südkorea will wegen des Streits mit Japan über dessen strengere Exportkontrollen für Materialien zur Chip- und Display-Produktion Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) einlegen.

11.09.2019 - 06:13:23

Südkorea bringt Handelsstreit mit Japan vor die WTO. Das Verfahren solle zum Schutz der nationalen Interessen in Gang gesetzt werden, sagte Handelsministerin Yoo Myung Hee am Mittwoch in Seoul. Sie warf dem Nachbarland erneut vor, die Verhängung der Kontrollmaßnahmen Anfang Juli sei politisch motiviert gewesen.

Yoo spielte auf den Disput zwischen beiden Ländern über die Entschädigung koreanischer Zwangsarbeiter während Japans Kolonialherrschaft (1910 bis 1945) an. Der Oberste Gerichtshof in Südkorea hatte im vergangenen Jahr zwei japanische Unternehmen angewiesen, Schadenersatz an ehemalige Zwangsarbeiter zu zahlen. Tokio sieht das Thema Entschädigung jedoch durch einen bilateralen Vertrag von 1965 als längst abgeschlossen an.

Japan hatte die Exportkontrollen daher auch damit begründet, dass das gegenseitige Vertrauen untergraben sei. Japanische Firmen müssen jetzt für den Export bestimmter Materialien wie Fotolacke, die in der Chip-Produktion verwendet werden, jedes Mal Lizenzen beantragen. Südkoreas Chipindustrie ist die größte der Welt, ist aber auf Vorprodukte aus Japan angewiesen.

Durch einen Beschluss der Regierung in Tokio, das Nachbarland zudem von der sogenannten "weißen Liste" bevorzugter Handelspartner zu streichen, verschärfte sich zuletzt der Handelsstreit.

Seoul kündigte jetzt an, den Nachbarn zunächst zu einem bilateralen Treffen als Teil des Schlichtungsverfahrens der WTO aufzufordern.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

EnBW-Chef wirft Politik mutloses Handeln beim Klimaschutz vor. Aus Angst vor enttäuschten Wählern und rechtlichen Auseinandersetzungen sei in Deutschland die Bereitschaft, Dinge konsequent zu entscheiden, zurückgegangen. "Das Klimapaket vom Freitag trägt leider auch genau diese Handschrift", sagte Mastiaux am Sonntag beim Landesparteitag der Südwest-Grünen in Sindelfingen (Landkreis Böblingen). SINDELFINGEN/BERLIN - Der Chef des Energiekonzerns EnBW , Frank Mastiaux, hat harsche Kritik am Klimapaket der schwarz-roten Bundesregierung geäußert. (Boerse, 22.09.2019 - 14:31) weiterlesen...

Viel Kritik am Klimapaket - Städtetag: Verkehrswende beschleunigen. Nach Ansicht des Deutschen Städtetages wird sich der Erfolg maßgeblich in der Verkehrspolitik entscheiden. "Damit wir die Klimaziele für 2030 erreichen können, muss aus Sicht der Städte vor allem die Verkehrswende hin zu nachhaltiger Mobilität viel stärker auf Touren kommen", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung, Oberbürgermeister von Leipzig, der Deutschen Presse-Agentur. BERLIN - Die Beschlüsse der großen Koalition für den Klimaschutz stoßen auf scharfe Kritik und Skepsis: Führende Umwelt- und Wirtschaftsforscher halten das Paket für zu kleinteilig und in der Wirkungskraft zu begrenzt. (Wirtschaft, 21.09.2019 - 18:32) weiterlesen...

Labour-Parteitag beginnt im Zeichen des Brexit-Streits. Labour-Generalsekretärin Jennie Formby rief die Delegierten am Samstag auf, Differenzen beiseite zu legen. Stattdessen müsse die größte britische Oppositionspartei sich "zu 100 Prozent darauf fokussieren", die Konservativen bei kommenden Wahlen zu besiegen. BRIGHTON - Mit einem Appell zur Geschlossenheit hat im südenglischen Brighton der fünftägige Parteitag der britischen Sozialdemokraten begonnen. (Wirtschaft, 21.09.2019 - 18:12) weiterlesen...

Internationale Presse zum deutschen Klimapaket und den Klimaprotesten. Gleichzeitig vereinbarte die Bundesregierung Maßnahmen, die den Klimaschutz in Deutschland vorantreiben sollen. BERLIN - Für einen entschiedeneren Kampf gegen die Erderwärmung sind weltweit Hunderttausende auf die Straße gegangen. (Wirtschaft, 21.09.2019 - 18:02) weiterlesen...

Ausschreitungen am Rande von Klima-Demonstration in Paris. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, setzten Sicherheitskräfte daraufhin in der südlichen Innenstadt Tränengas ein. Die Polizei forderte friedliche Demonstranten auf, sich beim "Marsch für das Klima" von gewalttätigen Gruppen zu distanzieren. PARIS - Am Rande einer Demonstration für mehr Klimaschutz ist es in der französischen Hauptstadt Paris zu Ausschreitungen gekommen. (Wirtschaft, 21.09.2019 - 17:59) weiterlesen...

Berichte: Thomas-Cook-Überlebenskampf spitzt sich zu - Hoffen auf Staatshilfe. Das britische Unternehmen mit Marken wie Neckermann Reisen und der Fluglinie Condor habe inzwischen die Regierung in London um Finanzhilfe gebeten, berichteten die Fernsehsender BBC und Sky News am Freitagabend und am Samstag. Die Thomas-Cook-Führung um Konzernchef Peter Fankhauser feilt mit Banken und Investoren seit Monaten an einem Rettungspaket von inzwischen 1,1 Milliarden britischen Pfund (1,25 Mrd Euro). Dem Konzern droht sonst bald das Geld auszugehen. LONDON - Der Überlebenskampf des Reiseveranstalters Thomas Cook spitzt sich Medienberichten zufolge weiter zu. (Boerse, 21.09.2019 - 15:03) weiterlesen...